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Alle Rezensionen zu Beady Belle
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

On My Own
(2016, Jazzland/Edel)

Genregrenzen sind für Beate S. Lech dazu da, überschritten zu werden. Mit puristischem Jazz hat sich die Sängerin noch nie anfreunden können. Auf ihrem siebten Album »ON MY OWN« ist Beady Belle endgültig zum Soloprojekt der Vokalistin geworden, allerdings unterstützt von der Crème de la Crème der norwegischen Jazzszene. Bugge Wesseltoft hat die Songs arrangiert und produziert und sitzt selbst am Flügel, Mathias Eick steuert empfindsame Trompetenklänge bei und Audun Sandvik bringt mit ihrem Cello eine spröde Süße in die kühlen skandinavischen Klangfarbe. Von den großartigen Backup-Sängerinnen Torun Eriksen und Anja Martine Mørk ganz zu schweigen! Und einen ganz besonderen Gaststar hat sich Beate S. Lech eingeladen: Den Weltklasse-Saxofonisten Joshua Redman!

»ON MY OWN« ist ruhiger und reduzierter ausgefallen als der funkige Vorgänger »CHRICKLEWOOD BROADWAY«. Beady Belle flirtet mit Soul, Gospel und intimen Pop: Wie im Titeltrack, der mit seinen fein nuancierten Emotionen gekonnt zwischen Kühle und Aufwallung changiert. Dass sie das Grooven bestens beherrscht, beweist die Lech mit dem souligen Seelsensucher-Track »Bury«. Die nur zu Beginn fein reduzierte Piano- und Cello-Ballade »Almost«ist der vielleicht »jazzigste« Titel des Album und meistert souverän eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Das ach so abgenutzt Klischee von der reifen, starken Frau: Hier trifft es ausnahmsweise einmal zu! (emv)



Siehe auch:
Bugge Wesseltoft
Mathias Eick
Torun Eriksen


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 Beady Belle: On My Own

Offizielle Website

Offizielle Website      www.beadybelle.com

   

At Welding Bridge
(2010, Jazzland/Universal 06025 27475806)

Album Nummer fünf weitet die stilistischen Grenzen weiter aus. Bestimmend bleibt immer die schmeichelnde Stimme von Beate – ausgesprochen: »Beady« – Lech und die helfende Hand ihres musikalischen wie Lebenspartners Marius Reksjø am Bass. Aber während beim letzten Album »BELVEDERE« bereits Country-Anklänge überraschten, treffen wir hier auch auf Tex-Mex, Blues und Dub. Zwar dezent, aber Beady Belle war stets eine Kapelle der sanften und vorsichtigen Akzente – quasi die norwegische Variante von Sade.

Und dank einer Lap Steel Gitarre weckt die lässige Pop-Melange sogar Erinnerungen an Steely Dan. Dem arg entspannten Schlafzimmer-Soul tun diese vorsichtig eingesetzten Klangfarben gut; sie fordern Aufmerksamkeit und demonstrieren, dass es bei Beady Belle keinen Stillstand gibt. In den neun Jahren seit dem Debüt »HOME« ist einiges passiert. Aber dennoch nicht genug, um Miss Beady bedingungslos zu lieben ... (peb)



Siehe auch:
Bugge Wesseltoft
Jon Eberson Group

   

Belvedere
(2008, Jazzland/Universal)

Elegant entschleunigter Lounge-Jazz vierten für die dunkelblauen Stunden vor Mitternacht: Beady Belle alias Beate M. Lech und ihre bestens aufgelegte Begleitband brechen auf ihrem vierten Album
»BELVEDERE« entspannt und hellwach in souligere Gefilde auf. Und damit nicht genug: Zu seufzenden Slide-Gitarren verbeugt sich die norwegische Diseuse vor dem klassischen US-Counntrysound. Dass Beady Belle auch in internationalen Jazzkreisen hoch respektiert wird, zeigen die hochkarätigen musikalischen Gäste, die hier gelungene Stippvisiten machen: Der britische Überflieger Jamie Cullum und US-Diva India.Arie.

Beady Belle behält aber bei all ihren Ausflügen zu neuen musikalischen Horizonten ihr Markenzeichen bei: Die edle Kühle und die bewusste Zurückhaltung, die selbst die ballladigeren Stücke prägt. Bei den poppig angehauchteren Tracks mag man sogar an Über-Lady Sade denken! Jedenfalls: Zu diesen souverän entspannten Sounds (auch das ist eine Kunst!) wünscht man sich an eine mondäne Hotelbar, ein Glas trockenen und eiskalten Gin in der Hand. Das passt! (emv)

   

Closer
(2005, Jazzland/Universal 06024.9870458)

Tja. Das Album Nummer drei des Duos Beate Lech und Marius Reksjø. Label-Chef Bugge Wesseltoft findet den trendigen Nu-Soul seiner Schützlinge sicher schick, doch: So »nu« ist das alles nun wirklich nicht. Genaugenommen sogar ziemlich altbacken und ermüdend.

Kann plätschernder Leder- und Plastik-Soul, garniert mit Bugges schwebenden Rhodes-Perlen und gelegentlicher Reggae-Gemütlichkeit, heute noch einen Hund hinterm Ofen hervorlocken? Dabei offenbaren die sphärischen TripHop-Songs sogar bisweilen interessante Details und innovative Sounds. Doch Beate Lechs Stimme bleibt zu gleichförmig, zu süßlich und vor allem: zu einschläfernd. Will man nicht auch auf einem Designer-Sofa mal ordentlich schwitzen? (lha)

   

Cewbeagappic
(2003, Jazzland/Universal 067.154-2)

Erinnert sich noch jemand an Sade? An diesen lahmen Schlafzimmer-Soul, dem man stets etwas mehr Feuer und Abwechslung gewünscht hätte? Das norwegische Duo, bestehend aus Sängerin Beate Lech und Bassist Marius Reksjø, groovt zwar mindestens ebenso verführerisch, präsentiert sich jedoch ansonsten topmodern: Mal piept ein Echolot-Sound zu warmen Klavierakkorden, dann wieder bläst ein Lo-Fi-Orchester zu tief wummernden NuSoul-Grooves. Nur von Lechs Stimme würde man sich mehr Modulationsreichtum wünschen.

Unterstützt von Drummer Erik Holm, Keyboarder Jørn Øien und Programmierer Per Martinsen liefern Beady Bell lässigen House-Bop mit Anleihen bei Jamiroqai, Brand New Heavies, Incognito und – wen wundert's – Bugge Wesseltoft, dem Chef ihres Plattenlabels Jazzland. Da zieht man doch gern wieder blaue Lackstiefel an und posiert auf einer schwarzen Ledercouch ... (peb)

   

Home
(2000)

Das Debüt tönte noch ein wenig verhuscht und ziellos drum'n'bassig, zeigte aber dennoch auf, wohin sich Triphop und Soul entwickeln könnte - nämlich gen Norden. (peb)



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