Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Fingerspitzengefühl
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Fingerspitzengefühl
(2005, Kooljunk Communications/Soulfood KOOLCD 0400105)

Klingt irgendwie nach neuer deutscher Welle, Fingerspitzengefühl. Jedenfalls definitiv nicht nach einer der derzeit heißesten Hardcore-Combos Schwedens. Das 2000 in Stockholm gegründete Quartett schmiedet ihr tonnenschweres Eisen in der Glut von Alternative, Hardrock, Grunge und Nu (Death) Metal. Oder anders ausgedrückt: Die geplünderten Pfründe liegen im lustvoll lärmenden Bermudadreieck der Koordinaten von Helmet, Motörhead und AC/DC.

Dass dieser von zahlreichen Brüchen, ungerader Metrik und Riff-Starkstromschlägen durchsetzte Rock-Vorschlaghammer stets packend und fast intellektuell arbeitet, liegt an den Vorbildern: Gitarrist Mikael »Van« Tuominen liebt Van Halen ebenso wie Captain Beefheart, der – stilecht – bärtige Bassist Jesper Skarin eiferte früher als Jazzdrummer Frank Zappa nach. Trommler Anders Bartonek orientiert sich an Stewart Copeland (Police), während Zweit-Gitarrist Tomas Bergstrand nur einen nennt: Lemmy. Dass Fingerspitzengefühl die Welt meistens grau sehen, verdeutlichen sie auch ihrem »Gebell«: »Today is one of those tired days, a smell of stress and death ... a fist between the eyes, fight this mortifying plague«. Musik für Tage, an denen man eine Dröhnung für Bauch UND Hirn benötigt. (peb)

 Fingerspitzengefühl: Fingerspitzengefühl

Offizielle Website

Die CD »Fingerspitzengefühl« war »CD des Monats« im Monat 6 / 2005.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

In der Fotografie gibt es den Trick, ein mißratenes Foto mit mangelndem Bildinhalt möglichst groß abzuziehen. Bei vielen Metal-Produktionen versucht man Ähnliches durch Lautstärke: Richtig den Regler hochgeschoben beeindruckt allein der martialische Krach, und es fällt nicht weiter auf, dass da jemand uninspiriert musiziert. Man höre also FSG einmal leise! Cool allerdings ist der Name.
Frank Keil

Franks Rat entsprechend habe ich die Lautstärke zwischendurch runter gedreht – schlecht klingen die Schweden auch leise nicht. Doch Rage Against The Machines Zach de la Rocha hat anscheinend den Sänger einen Tick zuviel inspiriert. Das Debüt kann sich definitiv hören lassen, allerdings fehlt mir der letzte Kick, um ständig euphorisch durch die Bude zu rennen, sprich Höchstnoten zu vergeben.
Nathalie »Natte« Martin

Der Vorwurf mit dem Leise-Höre ist albern, Frank. Diese Musik leise zu hören wäre so, als würdest Du ein asiatisches Gericht nicht würzen und Dich dann darüber wundern, dass das Zeug nicht schmeckt. Nu Metal kann man ebenso wenig leise hören wie lyrischen Jazz auf einem voll augerissenen Marshall-Stack spielen. FSG rocken wie die Sau, punkt.
Leif Haugjord

Eine kräftige Brühe, die hier im Rock'n'Roll-Hexenkessel vor sich hin köchelt: Übermäßig posende, dicke Riff-Brocken mit noch ordentlich Sehnen dran samt dickflüssiger Sound-Pampe. Schmeckt leider ein bisschen wie verkochter Dosen-Eintopf. Also beim nächsten Gelage bitte diese Mensa-Kost mit noch mehr frischem, selbstgezupftem Kraut aufmöbeln, okay?
Markus Wiludda

Offizielle Website      www.fsg.nu



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel