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Alle Rezensionen zu Lenni-Kalle Taipale Trio
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Lumia
(2005, 5051011-0375-2-8)

Der finnische Ausnahmepianist Lenni-Kalle Taipale beweist wieder, dass Spitzenjazz nicht nur etwas für eine kleine elitäre Minderheit ist. Seine eingängigen Stücke und Interpretationen von Klassikern aus allen möglichen Stilen begeistern auch Hörer, die sonst dem Jazz eher abgeneigt sind. Mit Drummer Toni Porthén und Ape Anttila an Kontra- und E-Bass, die beide auch Kompositionen beisteuern, harmoniert Taipale phantastisch; die atemberaubende Virtuosität der Drei wird aber nie Selbstzweck. Dennoch brennen sie geradezu vor Virtuosität, Spielfreude, Ideen und Witz und machen so dem Trio Töykeät mehr als nur Konkurrenz, das »traditionelle« Klaviertrio im Jazz zu entstauben und auf ein höheres Energie-Level zu heben.

Ähnlich wie die berühmteren Kollegen kennen auch sie keine Scheu vor stilistischen Übergriffen in Richtung funkige, rockige Rhythmen. Taipale wechselt sogar öfters aufs Fender Rhodes und lässt auch ein wenig Elektronik einfließen. Zudem singt auf der traumhaften Ballade »Saarni« Johanna Iivanainen mit, und bei »Salakka!« zeigt Pikku G., dass sich Taipale auch dem Rap nicht verschließt. Nicht mal vor The Rasmus macht er Halt: »Chill« wird unter seinen Händen richtig gut. Ein weiterer Höhepunkt ist Wayne Shorters »Footprints«. (tjk)



Siehe auch:
Lenny-Kalle Taipale
The Rasmus
Trio Töykeät
Kokko Quartet

Lenni-Kalle Taipale: Lumia

Offizielle Website

Die CD »Lumia« war »CD des Monats« im Monat 11 / 2006.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Bin ja sonst nicht so fürs Missionieren, aber diese Platte könnte in fremden, womöglich tätowierten Händen Wunder bewirken: Bietet Lenni-Kalle Taipale mit seinem Trio doch so eingängige wie überzeugende Beispiele, was für Schwung der Jazz in den Rock und den Pop bringen kann – und umgekehrt. Ach, und der Song mit Johanna Iivanainen: zum Dahinschmelzen! Der Jazzpurist wird die Nase rümpfen. Aber wenn's 'ner guten Sache dient?
Frank Keil

Tim, ich verwechsle zwar leider Niederbayern gerne mit Oberfranken, aber dass Herr Taipale einen modernen Klassiker vorgelegt hat, leuchet selbst mir Jazz-Banausen ein. Das Trio macht mit seiner Experimentierlust, seiner lässig-entspannten Virtuosität und seinem Mut zu Grenzüberschreitungen Lust auf mehr. Und das Rap-Sahnestückchen brachte mir die Erkenntnis, dass auch Finnen atemberaubend schnell singen können.
Eva-Maria Vochazer

Bei den ersten Takten des Openers »Jazzarin Mopo Keulii« dachte ich, ich hätte die Geschwindigkeit auf 45 Upm gestellt – bis mir einfiel, dass hier ja eine CD rotiert. Und doch ist dieser Track irgendwie charakteristisch für die ganze Scheibe, die wie ein Wirbelwind althergebrachte Genres durcheinander wirbelt. Für mich ist Taipale diesen Monat zwar kein Top-Kandidat. Aber durchaus einer der ganz Großen.
Leif Haugjord

Who the fuck is Esbjörn Svensson? Selbstverständlich ist das nicht, dass der Tasten-Husar Lenni-Kalle Taipale den bisherigen skandinavischen NuJazz-Gott Svensson vom Thron schubst. Der Vergleich liegt nahe: Beide arbeiten sich in Trios ab und lugen gern über den Genre-Gartenzaun. Obwohl ich den Schweden sehr schätze – siehe meine Rezensionen von e.s.t – stelle ich den Finnen nun nach vorne ins Regal.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.lennikalletaipale.com

   

Nothing To Hide
(2 CDs, 1999, Naxos 86035-2/2FIN)

20.000 verkaufte Alben braucht man in Finnland für eine »Goldene«, und dies ist die erste (und bisher einzige) Gold-CD des finnischen Jazz. Als Sonderausgabe wurde das Original um eine zweite Scheibe mit vier Stücken erweitert. Und das Gold haben sich das Lenni-Kalle Taipale Trio wahrlich verdient! Ebenso kein Wunder, dass Taipale zum »Artist Of The Year« des Pori Jazz Fest von 1997 gewählt wurde.

Zusammen mit Sami Järvinen (dr, perc) und Timo Tuppurainen (b, el-b) ironisiert Taipale auch mal Balladen oder nimmt sich des »heiligen« Liedgutes (»Taivas On Sininen Ja Valkoinen«) an. Manchmal donnert das Trio auch in einem Stück durch so viele Ideen, dass es für deren drei reichen würde. Allein schon »Peppi«, das Titelstück von Pippi Langstrumpf, versprüht mit verschiedenen Latin-Grooves so viel Energie und Spaß, dass der Hörer den ganzen Tag davon zehren kann. (tjk)



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