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Alle Rezensionen zu Pekka Pohjola
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Heavy Jazz
(2 CDs, 1995, Pohjola Records PELPCD 7)

Die Quintessenz des Schaffens des finnischen Bassisten Pekka Pohjola manifestiert sich in einem 2 CD-Live-Album, aufgenommen in Helsinki und Tokyo, und es bietet alles, was des Meisters Universum so einzigartig macht: monumentale Melodien, heraklische Harmonien, verschlungene Verschachtelungen, alles in epischer Breite und mit viel Sinn für Dynamik und Spannung.

Es gab viele gute Pohjola-Groups; diese ist vielleicht aber die beste: Markku Kanerva (g), Seppo Kantonen (key) und Anssi Nykänen (dr) harmonieren prächtig, spielen feine Soli und bringen Pohjolas Ideen zum Leuchten. Dieser glänzt freilich auch mit ein paar blitzsauberen Bass-Soli. Das Repertoire könnte auch unter der Überschrift »Best of« stehen: »Pressure« druckvoll, »Imppu's Tango« ganz anders als im Original, »Benjamin« und »Albatross« ziemlich verträumt. Dazu »Risto« mit seinen vielen wunderbaren Themen: Herz des Pohjola-Fans, was begehrst Du mehr? Und das Ganze klingt noch dazu sehr gut. (tjk)



Siehe auch:
Wigwam
Jukka Gustavsson
Pekka Pylkkänen
Jukka Tolonen

Pekka Pohjola: Heavy Jazz

Offizielle Website

Offizielle Website      www.rockadillo.fi/pekkapohjola

   

Views
(2001, Pohjola Records PELPCD 12)

Wenn bei Pekka Pohjola gesungen wird, verheißt das nicht unbedingt Gutes. »The Red Porsche« wurde zwar mit Lyrics von Charles Bukowski versehen, entpuppt sich aber kompositorisch eher als ein Wartburg.

Obwohl ein gutes Dutzend Stars der finnischen Jazz- und Rock-Szene mitspielen, kann »VIEWS« nicht recht überzeugen. Für Pohjola-Verhältnisse gerieten die kürzeren Stücke eher belanglos, die längeren dagegen zu lang: Es fehlt schlicht an kompositorischen Ideen. Als einzige Ausnahme muss »Us« gelten, wobei besonders die Bläserarrangements gefallen. Klanglich ist »VIEWS« allerdings superb. (tjk)

   

Pewit
(1997, Pohjola Records PELPCD 8)

Pohjolas Fantasy-Platte. Mit dem gleichen Line-Up wie »HEAVY JAZZ« plus ein paar Gästen (Seppo Paakkunainen und Pepa Päivinen, sax, sowie Mongo Aaltonen, perc) lässt es Pohjola diesmal ziemlich ruhig angehen, abgesehen von dem fast 20-minütigen »Ordinary Music« mit nervigem Schlagzeug-Gedonner.

Kompositorisch gibt es nicht viel Neues; allenfalls breitet Pohjola seine Hymnen noch etwas breiter auf dem Klangteppich aus. Und weil es an zündenden Ideen etwas mangelt, kann man sich prima mit den Figuren in den Gemälden von Rita Hartwig, die das Cover zieren, in einen Märchenwald träumen. Auch schön. (tjk)

   

Flight Of The Angel
(1986, Pohjola Records PELPCD 4)

Zum unveränderten Quintett von »SPACE WALTZ« kommen hier noch ein Streichquartett, Liisa Pohjola (p auf »Il Carillon«) und auf »Beauty And The Beast« Pentti Lahti (as) und Simo Salminen (tp). Das bringt zwar neue Klangfarben, aber letztlich nicht mehr Qualität.

Gut die Hälfte der Stücke erreicht nämlich nur Pohjola-Durchschnitt. Als einziges Stück, das die typischen Pohjola-Qualitäten aufweist, rangiert »Pressure«, und das spielt Pekka Pohjola auch heute noch live. Keine Frage natürlich, dass Bassisten an dieser Platte trotzdem ihre Freude haben, wie könnte es auch anders sein ... (tjk)

   

Space Waltz
(1985, Pohjola Records PELPCD 3)

»SPACE WALTZ« muss klanglich und stilistisch als Nachfolger von »URBAN TANGO« gewertet werden, erreicht aber nicht ganz dessen Klasse. Obwohl erfreulicher Weise Seppo Tyni wieder dabei ist, der für einige gitarristische Highlights sorgt.

Die beiden Keyboarder Jussi Liski und Timo Vesajoki sind jedoch etwas zu präsent, und Keimo Hirvonen (dr) agiert im Gegensatz dazu zu brav, um einen Teil der CD vor dem Durchschnitt zu bewahren. Allerdings bleiben mit dem Titeltrack – und vor allem »Risto« – dann doch noch zwei medaillenverdächtige Stücke. (tjk)

   

Urban Tango
(1982, Pohjola Records PELPCD 1)

Vielleicht ist dies die klassische Pohjola-Platte, die alle Qualitäten des Meisters in sich vereint. Pohjolas eigene musikalische Sprache ist hier auf ihrem Gipfel: ein Konglomerat aus Prog Rock, Jazz, nationalromantischen Elementen, mit Folklore und Fantasy.

Die Band ist runderneuert: Peter Lerche (g, mand), T.T. Oksala (syn, g), Jussi Liski (key) und Leevi Leppänen (dr) unterstützen Pohjola (b, key). Dazu kommt bei »Urban Caravan« Kassu Halonen, der die schräg-hymnisch-traurig-aggressive Melodie kongenial singt. Auch die übrigen Stücke leuchten: »Imppu's Tango« und »New Impressionist« gehören zu den besten Stücken, die Pekka Pohjola je geschrieben hat. (tjk)



Siehe auch:
Peter Lerche

   

Kätkävaaran Lohikäärme
(1980, F Music 4509 96415-2)

Das Cover ist eines der schönsten in der gesamten Geschichte der LP, und die Musik hält, was die Verpackung verspricht. Wobei der erste Eindruck eher spartanisch wirkt: statt üppiger Bläsersätze nur ein Quartett aus Gitarre, Bass, Drums und Keyboard (Pekka Tyni). Die Stücke jedoch hat Pohjola gewohnt opulent ausgearbeitet.

Selten war er so stringent, so klar: Über Bass-Ostinati schachteln sich einzelne Melodien in- und übereinander, werden wiederholt, verändert, dynamisch bearbeitet, steigern sich immer weiter, ein Solo erhebt sich über alles – wie die beißende Gitarre von Seppo Tyni, wobei Ippe Kätkä (dr) toll mitgeht. Diese beiden bringen auch eine erfrischende Härte mit ins Spiel; so knackig klangen Pohjolas Gruppen sonst nicht. Der Meister spielt natürlich auch flinkfingrige Soli, und außer dem Titeltrack schafft es noch »Inke Ja Mä« in den Olymp des Pohjola-Lebenswerks. (tjk)

   

Visitation
(1979, Fazer 220222)

»Strange Awakening«: Der Opener besticht durch Pohjola-typische Melodik, überraschende Wendungen, harmonische Tricks und vier Saxophone, die ein feines Bett bereiten für ein fulminantes Bass-Solo des Meisters.

Leider fällt der Rest der Platte deutlich ab. Trotz sehr guter Musiker (Koivistoinen, zweimal Aaltonen, Pöyry, Tyni, Ahvenlahti etc.) gelingt es Pohjola nicht, die Spannung zu halten. Dafür sind die Stücke einfach zu fad (»Time To Remember« etwa mit unnötigen Streichern), oder sie gleiten ab in Funk-ähnliche Rhythmen (»Dancing In The Dark«), zünden aber nicht. (tjk)



Siehe auch:
Pekka Pöyry

   

Keesojen Lehto
(1977, Love Records LRCD 219)

Diese Aufnahme kursierte als LP auch unter dem Titel »MATHEMATICIAN'S AIR DISPLAY« oder sogar nur mit den prominenten Mitmusikern Mike & Sally Oldfield auf dem Cover. Neben diesen sind aber auch kompetente Musiker zugange: George Wadenius (g), der von Gong bekannte Pierre Moerlen (dr, perc), Wlodek Gulgowski (key) und Vesa Aaltonen (dr).

Ganz so schlecht wie ihr Ruf ist die Musik nicht; zumindest spielt Pekka Pohjola ein paar schöne Bass-Soli. Allerdings fallen sowohl Kompositionen wie Interpretationen gegenüber dem Pohjola-Durchschnitt ab – lediglich »Nykivä Keskustelu Tuntomattoman Kanssa« hat es ins Live-Repertoire geschafft. Und das Experiment mit den Geschwistern Oldfield ist nur als gescheitert zu betrachten, obwohl sie nicht allzu viel haben kaputtmachen können. (tjk)



Siehe auch:
Jojje Wadenius

   

Harakka Bialoipokku
(1975, Love Records LR 118)

»HARAKKA BIALOIPOKKU« (in Europa als »B THE MACPIE« veröffentlicht) ist ein frühes Meisterwerk des finnischen Ausnahme-Bassisten und -Komponisten: Schon hier erscheinen die typischen Pohjola-Stilmittel, Klangfarben und Strukturen. Pohjola erzählt die Geschichte der kleinen Elster Bialoipokku.

Wobei sich diese Scheibe von späteren sehr wohl unterscheidet: Mit so vielen Bläsern hat Pohjola danach (leider) kaum mehr gearbeitet. Eero Koivistoinen (ss, ts), Pekka Pöyry (as, ss) und Seppo »Paroni« Paakkunainen (bs, as) nebst Bertil Löfgren (tp) spielen sich sowohl im Satz als auch solistisch fein durch des Meisters vertrackt-knifflige Stücke. Auch Coste Apetrea gefällt gitarristisch. Und der Bassist Pohjola (auch p) ist wie immer über jeden Zweifel erhaben. (tjk)



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