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Alle Rezensionen zu Johanna Iivanainen
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Mustarastas Laulaa
(2013, Texicalli Records TEXCD 127)

Qualität zeigt sich in der Reduktion: Johanna Iivanainen braucht nicht viel Trara und Brimborium, um eine herausragende CD zu machen. Sie bettet die Texte von Sinikka Svärd in feine Melodien, lässt sich bei den Arrangements von Laura Airola (auch Violine, Bouzouki und Chorgesang) helfen und hat kompetente Musiker dabei: Mikko Iivanainen gehört zu den besten Gitarristen Finnlands, Juho Kivivuori und Kepa Kettunen begleiten sehr geschmackvoll an Bass und Schlagzeug.

Natürlich hat sie immer noch – Moment mal: bei der Aufnahme ist sie gerade 36! – eine sehr klare, reine Stimme, sie kann ohne großes Vibrato viel ausdrücken. Öfters, wie bei »Talo«, kommt das Jousikaiku-Streichquartett von Laura Airola dazu – der Song ist ein Highlight. Zwischendrin das herzallerliebste »Pieni Hiljainen Onni«, das kleine stille Glück: sie besingt den frühen Morgen mit Kaffee und Beerenküchlein, mit Eichhörnchen im Baum und friedlicher Stille hinterm Haus – kein Wunder, dass die CD auf Deutsch »Die Amsel singt« heißt! Sehr schöne, sehr gute CD, und ganz sicher ist Johanna Iivanainen eine der besten und kreativsten Amseln Sängerinnen und Songschreiberinnen Nordeuropas. (tjk)



Siehe auch:
Johanna Iivanainen & Eero Koivistoisen Yhtye
Johanna Iivanainen & 1 N

Johanna Iivanainen: Mustarastas Laulaa

Offizielle Website

Offizielle Website      www.johannaiivanainen.com

   

Loisto – The Collection
(2008, Backstage Alliance/Nordic Notes BSACD013)

Kurz vor ihrem (hoffentlich!) internationalen Durchbruch erfreut uns eine der besten Stimmen im finnischen Jazz, Johanna Iivanainen, mit einem Sampler aus Aufnahmen des letzten Jahrzehnts. Selbstverständlich hat sie ihren Schwerpunkt auf eigene Stücke gelegt. Auch hier herausragend die Songs aus ihrem selbstbetitelten Album von 2004, wo sie traumwandlerisch zwischen Jazz und Pop wandelt: »Forces Of Nature« hat hymnische Qualität.

»Lennosta Kii!« vom gleichnamigen Album mit Eero Koivistoinen macht sehr neugierig auf selbiges, aber auch die älteren Songs überzeugen: »Loisto« und die beiden mit 1N aufgenonmmenen »Taulu« und »Hiljainen Poika« bezaubern mit feinen Melodien und einer richtig guten Stimme. Neben je einem Song von Jimi Hendrix und Kalle Kalima sowie Duos mit ihrem Ehemann Mikko traut sie sich auch, unveröffentlichte Songs aus dem Keller zu hieven: Bei »Still Loving You« von den Scorpions kann man vor allem ihre Selbstironie loben. Egal: ein schöner Querschnitt durch das abwechslungsreiche Schaffen der vielseitig talentierten Sängerin. (tjk)



Siehe auch:
Kalle Kalima
Korpi Ensemble
Luomo

   

Johanna Iivanainen
(2004, Silence Records/Bonnier SLC 024)

An jazzigen Sängerinnen gibt es immer Bedarf. Dabei nascht Johanna Iivanainen einmal lange nicht so intensiv an aktuellen britischen oder amerikanischen Vorbildern und Mustern wie manch schwedische Kollegin, auch wenn sie durchweg auf Englisch singt. Vielmehr ist auf ihrem namenlosen Debüt-Album eine Tendenz zur Eigenständigkeit zu spüren, die mehr als neugierig macht. Sie hält gekonnt die Töne, schrägt sie umsichtig an, hat es dabei nie eilig, in einen eingängigen Refrain zu gleiten und vertraut überhaupt darauf, dass es ihr in aller Ruhe gelingt, Spannung aufzubauen – und zu halten.

Nicht uninteressant, weil dazu passend ist das Spiel des Gitarristen Mikko Iivanainen, der sich auf langgezogene und leicht verzerrte Töne versteht und so der Produktion einerseits etwas 70er-Jahre-mäßiges, aber auch entschieden Elegisches gibt. Überhaupt wird man beim Hören der elf, allesamt von Johanna Iivanainen geschriebenen und komponierten Songs von Minute zu Minute immer ruhiger, gut gelaunter und samtweicher gestimmt. Selbst ein überraschend hippeliger Song wie »Slightly Fool«, bei dem die Drums tänzeln und gelegentliches Gitarrengefrickel ertönt, kann die sich ausbreitende Wohlgemütlichkeit nicht brechen. Sehr schön und sehr gekonnt das alles. (frk)



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