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Alle Rezensionen zu Drifter (ehem. Alexi Tuomarila Quartet)
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Flow
(2015, Edition Records/Harmonia Mundi EDN 1059)

Einige Jahre sind ins Land gezogen, seit Alexi Tuomarilas Quartett mit Alben und Tourneen abräumte. Dann löste Warner sein Jazzlabel auf. Die Jungs standen ohne Vertrag da, gingen in verschiedene Richtungen weiter. Fürs erste. Tuomarila fand zuerst als Pianist in Tomasz Stankos Band eine neue Heimat, dann bei Edition Records mit einem eigenen Trio mit Mats Eilertsen und Olavi Louhivuori und dem formidablen Debüt »Seven Hills«. So wird nun, auf Anregung von Edition, das Quartett nach Jahren der Pause wieder ins Leben zurück gerufen. Auch wenn zwischenzeitlich der Bassist ausgewechselt wurde, betont Tuomarila, dass der Verlust des Plattenvertrags die Band zusammengeschweißt habe und man nach gemeinsamen 15 Jahren zugleich die jugendliche Energie der ursprünglichen Formation bewahren wolle.

So entschied man sich, nicht mehr mit dem Namen des Pianisten hausieren zu gehen, sondern von nun an explizit als Band namens Drifter aufzutreten. Der an Popmusik erinnernde Name ist so irreführend nicht, denn bei aller akustischen Jazzstilistik und Improvisationsenergie wirken Saxofonist Nicolas Kummert und Bassist Axel Gilain nun auch als Sänger bei mehreren Liedern mit, was zu einem oftmals eigenwilligen Genremix führt. Außer dem belgischen Schlagzeuger Teun Verbruggen steuern die Mitglieder gleichrangig die Kompositionen bei. Ein warmherziges Cover von Stings »King of Pain« gibt's obendrein. »FLOW« ist eine genuin paneuropäische und multistilistische Scheibe zwischen lyrischem Jazz, swingendem Pop und bluesigem Rock. (ijb)



Siehe auch:
Alexi Tuomarila Trio
Teun Verbruggen & Arve Henriksen

 Drifter (ehem. Alexi Tuomarila Quartet): Flow

Offizielle Website

Offizielle Website      www.editionrecords.com

   

02
(2006, Finlandia/Warner 0927-49148-2)

Nicht nur der amerikanische Starpianist Brad Mehldau äußert sich in den Liner Notes begeistert über den finnischen Kollegen; auch die Juroren einiger Festivals und Competitions wählten Tuomarila mehrmals zum besten Solisten und das Quartett zur besten Band. Tuomarilas Klavierstil ist geprägt durch klassische Ausbildung: Man hört mehr Sibelius als Blues, und auch Bill Evans und Keith Jarrett sind nicht allzu fern. Doch Tuomarila hat auch viel Drive und schreibt zudem gute Stücke.

Alexi Tuomarila lebt in Brüssel, und während seines Studiums lernte er die belgischen Musiker seines seit 1999 bestehenden Quartetts kennen. Der quirlige Drummer Teun Verbruggen, der formidable Bassist Chris Devisscher und Nicolas Kummert mit klarem Tenorsax-Ton harmonieren prächtig mit dem Leader. Zusammen entfacht das Quartett eine intensive Energie, sowohl in nordisch-kühlen Stücken wie auch in freieren Passagen. Vier der neun Stücke sind von Tuomarila – je eines von Kummert und Devisscher, dazu »Solar« von Miles Davis, und zu guter Letzt gibt sich Samuli Edelmann die Ehre und singt seine schöne Ballade »Bone-Yard Jive«. (tjk)



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