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Alle Rezensionen zu Loosegoats
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Her, The City Et Al
(2001, Startracks STAR-8252-2)

Auf den Pressefotos posiert man zwar zwischen roten Holzhäusern und vor Waldkulisse, aber eben vor winterlichem Wald, gewandet in schlecht sitzende Jeans und Second-Hand-Jacken, die Pudelmützen über die fettigen Langhaare geschoben. Klar, dass hier keine schwedische Romantik angestrebt, sondern melancholischer Americana à la Wilco, Ryan Adams, Cowboy Junkies und Neil Young dargeboten wird, und ein bisschen Byrds-Seligkeit ist auch dabei. Und klar auch, dass eine überzeugende Stimme die feinnervigen Songs mit Leben erfüllt, wenn Christian Kjellvander mit im Spiel ist.

Dass das mittlerweile aufgelöste Quartett damals verdammt überzeugenden Wüstenrock lieferte, kann man am besten auf »HER, THE CITY ET AL« nachhören: Ruppiger Country trifft auf liebestrunkenes Roadmovie-Flair, und präzise austariertes Songwriting erblüht dank Kjellvanders markanter Knödelstimme zu voller Pracht. Eine Platte zwischen akustischer Lagerfeuer-Romantik und heiß flirrenden Gitarren-Ausbrüchen, zum Immer-wieder-Hören. (peb)



Siehe auch:
Christian Kjellvander

 Loosegoats: Her, The City Et Al

Offizielle Website

Offizielle Website      come.to/loosegoats

   

Ideas For To Travel Down Death´s Memory Road
(2012, Startracks)

Dass bei einem Albumtitel wie »IDEAS FOR TO TRAVEL DOWN DEATH`S ROAD« keine Trällermusik zu erwarten ist, erweist sich als korrekte Annahme. Aber keine Angst: Christian Kjellvander, der Kopf von Loosegoats, gehört nicht zu den Musikern, die weinerlich den Mond anheulen. Nach einer zehnjährigen Pause von seinem Initialprojekt, in der er seine Solokarriere vorantrieb, kehrt der Schwede hier zu seinen Ursprüngen zurück: Klassischer Americana-Rock in der Tradition der Lemonheads. Erstaunlich rockig und bisweilen fast schon ruppig ist die Scheibe ausgefallen, auf der Kjellvander und seine Mitstreiter einen unsentimentalen Blick zurück werfen. Dass mit »Failure« ein lakonischer Track über das Scheitern dabei ist, gehört wohl zu den Erfahrungen jedes Erwachsenen.

Dem Prärie- und Wüstenrock wird hier keine neue Facette hinzugefügt, aber hey! Mit diesen vier Schweden kann man sich bestens am Lagerfeuer wärmen, wenn das Schicksal uns mal wieder einen Nackenschlag verpasst hat. Abgeklärt, ehrlich und authentisch klingen: Dass muss man erst mal so überzeugend hinkriegen wie die Schweden! (emv)

   

Plains, Plateaus And Mountains
(1999, Startracks)

Der weite Westen muss gleich hinter Stockholm liegen: Auf diese Idee könnte man fast kommen, wenn man »PLAINS, PLATEAUS AND MOUNTAINS« lauscht, dem zweiten Album der schwedischen Loosegoats. Townes Van Zandt, Johnny Cash, Neil Young und Calexico: All diese Heroen haben den Americana-Rock der Band um Ober-Schmerzensmann Christian Kjellvander beeinflusst, der sich hier seine ersten Sporen als Songwriter verdient. Erdiger Folkrock, warme Americana-Sounds und ein Hauch von Wüsteneinsamkeit: Diese Einflüsse prägen die Welt der Schweden zwischen Gebirge und Ebene. Das ist definitiv Musik für Erwachsene, die schon ihren Teil an Tiefschlägen verkraften mussten.

Eindeutig rockig geht es hier mitunter zu, und von gemütlicher Lagerfeuerromantik kann keine Rede sein. Was nicht wirklich verwundert, hat hier doch Brian Paulson als Produzent mitgewirkt, der nicht nur Alternative-Country-Größen wie Wilco den letzten Schliff verliehen hat, sondern auch den lärmenden Herren von Dinosaur Jr. Da mag die Slide-Gitarre noch so schluchzen: Die ernsthaft gebrochenen Herzen der Antihelden Loosegoats wird sie nicht heilen könnnen. (emv)



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