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Alle Rezensionen zu Nicole Willis & The Soul Investigators
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Tortured Soul
(2013, Timmion Records TRCD 007)

Die Göttin erscheint, Teil 2: Nach der grandiosen »KEEP REACHIN‘ UP« ist ein Nachfolger ein schweres Unterfangen. Aber Nicole Willis, aus Chicago stammende – ja was denn nun? Diva, Retro-Königin, Frischfleisch in der ausgetrockneten Soul-Wüste, heiße Heldin in dunklem Norden? All das stimmt irgendwie, ist aber auch genauso ungenau.

Nicole Willis ist eine Soul-Göttin, nicht mehr und nicht weniger. Endlich kann man wieder eine Sängerin anhimmeln, endlich wieder verknüpft eine die hellen und die dunklen Seiten des Lebens, endlich überzeugt wieder eine mit Charisma, mit wunderbarer Alt-Stimme, mit Konzept. Und mit einer grandiosen Band: Die personell unveränderten Soul Investigators grooven unglaublich staubtrocken (wer hätte die schärfste Northern Soul Band in Finnland vermutet?), spielen keine Note zuviel, solieren unendlich relaxed mit unverschämtem Understatement und zeigen gerade in der Zurückhaltung wahre Größe: Sie erinnern an Curtis Mayfield, an 70er Disco, an ausufernde Jams im schweißtreibenden »You Got Me Moonwalking«. Dazu feine Bläser (Jimi Tenor ist selbstverständlich auch dabei) und himmlische Streicher (arrangiert von Pekka Kuusisto). Nicole Willis und die Soul Investigators sind irgendwie 40 oder 50 Jahre hintendran, aber in Wirklichkeit, wie der Opener sagt, »Light Years Ahead«! (tjk)



Siehe auch:
Cola & Jimmu
Nicole Willis
Jimi Tenor
Pekka Kuusisto

Nicole Willis: Tortured Soul

Offizielle Website

Die CD »Tortured Soul« war »CD des Monats« im Monat 9 / 2013.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Eigentlich ja nicht so mein Musikstil. Was aber auch daran liegen könnte, dass in diesem Genre viel Mittelmaß herrscht. Exquisite Kost, staubtrocken serviert wie hier, lasse ich mir aber doch dann und wann gefallen.
Sebastian Pantel

Dass Du auf solche Lobeshymnen verfällst, Tim, ist ungewöhnlich - aber vollkommen berechtigt. Geht mit Stil unter die Haut, diese Seelenschau, die keinesfalls gequält ausfällt, sondern ungemein kraftvoll!
Eva-Maria Vochazer

Da wurde ja schon alles gesagt, werte Kolleginnen. Eine beeindruckende Präsenz, diese Dame. Nicht gerade, was man typischer Weise aus Finnland erwartet.
Ingo J. Biermann

Ganz anders als bei Sebastian ist das genau mein Musikstil. Und im Gegensatz zu Mädels wie Joss Stone hat Nicole Willis das Zeug, die Lücke etwas auszufüllen, die nach Aretha Franklin irgendwann entstehen wird.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.nicolewillis.com

   

Happiness In Every Style
(2015, Timmion Records TRCD 12001)

Die Göttin erscheint, Teil 3: Dem Titel getreu ist sie insgesamt optimistischer unterwegs als auf dem Vorgänger. Die Harmonie mit den Soul Investigators, die auch ohne Nicole Willis gut beschäftigt sind, ist auch wieder fühlbar.

Northern Soul ist es immer noch, die Finnen grooven weiterhin staubtrocken und spielen keine Note zu viel. Jimi Tenor ist selbstverständlich wieder dabei, nicht nur am Tenorsax, auch am Vibraphon und als Arrangeur hier und da. Die Stücke hat Nicole Willis mit der Band erarbeitet, auf zweien hält sie sich sogar komplett raus und lässt es einfach grooven. Sie selbst klingt entspannt und abgeklärt, mit einer wunderbaren Phrasierung und einer unschlagbaren Mischung aus Coolness und Leidenschaft. »One In A Million«, »Let’s Communicate« (aus dem auch die titelgebende Textzeile stammt) und der schon bekannte Bonustrack »Hot Sauce« sind die Höhepunkte. Wer kann dieser Dame das Wasser widerstehen? (tjk)

   

Keep Reachin' Up
(2006, Timmion Records LP-002)

Niederknien, meine Herren, Sie hören eine Göttin! Nicole Willis, Amerikanerin und Ehefrau des finnischen EasyListeningElectroJazzPop-Derwisch Jimi Tenor, wandelt auf den Spuren des astreinen Northern Soul und liefert die beste CD dieses Genres seit Jahren ab.

Die Soul Investigators um Jukka Sarapää (dr), Didier Selin (g, b) und Antti Määttänen (p, org), bei denen natürlich auch Jimi Tenor (sax, fl, org) mitmischt, spielen mit Hingabe, Präzision und unwiderstehlichem Groove, und haben doch nur eine Aufgabe: den Background schaffen für Nicole Willis' herrlich dunkle Alt-Stimme, die mit atemberaubender Souveränität und Eleganz durch zehn Songs gleitet, die zwar von ihr und der Band geschrieben wurden, aber ebenso Klassiker aus den 60ern sein könnten: »Keep Reachin' Up« und »A Perfect Kind Of Love«, auch »If This Ain’t Love« sind unwiderstehliche Dancefloor-Bringer. Herrlich retro, herrlich frisch. (tjk)



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