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Alle Rezensionen zu Niklas Sivelöv
(Genre »Klassik«, Land »Schweden«)

 

Vers La Flamme – Niklas Sivelöv Plays Skriabin
(2006, Caprice Records CAP 21742)

Diszipliniert sei Skriabin gewesen, ein »malender Komponist« von »kristalliner Musik«, bei der alles »Rhythmus und strahlende Klangfarben« sei – so der schwedische Pianist Sivelöv über den russischen Komponisten Skriabin. Der Liebe und Faszination, die in den Worten mitschwingt, hat Sivelöv nachgegeben und eine Skriabin-CD eingespielt – mit einem Verständnis, das über reines pianistisches Können weit hinausgeht.

Nicht romantisierend, aber teils gefühlsgeladen und wüst-romantisch spielt der Schwede die oft kurzen Etuden, Märsche, Mazurkas und Albumblätter. Mal knisternd und übermütig sprühend, mal verhangen und verdüstert; die Kontraste ballen sich auf engem Raum und bedingen sich in dieser Interpretation doch gegenseitig. Atemberaubend ist das titelgebende »Vers La Flamme«, voll innerer Spannung, die ungelöst flackert und nervös pocht. Gleichzeitig ist Sivelövs Spiel hundertprozentig beherrscht, kalkuliert und technisch einwandfrei – so sehr, dass man an die halsbrecherischen spielerischen Herausforderungen der Werke gar nicht denkt. Es ist eine Wohltat, Skriabin so ehrlich, so packend, ja so skandinavisch zu hören – in diesem Sinne durchaus eine Referenzaufnahme. (sep)



Siehe auch:
Niklas Sivelöv

Niklas Sivelöv: Vers La Flamme – Niklas Sivelöv Plays Skriabin

 

Improvisational One: Piano improvisations Inspired By Carl Michael Bellman
(2007, Caprice Records CAP 21776)

Niklas Sivelöv muss sich und seinem Publikum nicht mehr beweisen, dass er ein hervorragender Konzertpianist ist – spätestens seit seiner bestechenden Skriabin-Aufnahme ist das klar. Hier jedoch wagt er sich auf ein Terrain, das kaum einer der klassischen Star-Pianisten betritt: die Improvisation. Als Grundlage nimmt Sivelöv Lieder des schwedischen Vorzeige-Volkskomponisten und Liedermachers Carl Michael Bellman – und schickt sie durch die Sivelövsche Klang-Mangel.

Das Ergebnis klingt mal wie wüsteste Klassik, nach spätromantischen Spieltechnik-Irrwitzigkeiten, Rachmaninow zum Quadrat. Dann wieder nach reinstem, aufs Minimum reduzierten Volkston. Dann wieder nach Jazz, rumpelnder Boogie auf der einen, feinster Blues auf der anderen. All diese Stile schwingen und fließen ineinander, und irgendwann trennt man sie auch beim Hören nicht mehr: ist halt Klaviermusik, ungeheuer gute, ganz egal, wie man sie nun nennt. Mal wieder ein Ohrenöffner von Niklas Sivelöv – wenn auch ein ziemlich unerwarteter. (sep)

Niklas Sivelöv: Improvisational One: Piano improvisations Inspired By Carl Michael Bellman



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