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Alle Rezensionen zu Gunnel Mauritzson
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Silhuette – The Music By Lars Gullin
(2006, Laika/Laika Records Records 351 0220.2)

Gunnel Mauritzson bewegt sich durchaus erfolgreich zwischen Folk und Jazz, bei dieser CD schlägt das Pendel eher in die Richtung Jazz. Auf »SILHUETTE« widmet sie sich der Musik von Lars Gullin: Der Baritonsaxophonist war in den 50er und 60er Jahren einer der renommiertesten Jazzmusiker Schwedens und auch in Amerika bekannt, er spielte mit Stan Getz, Chet Baker, Archie Shepp und vielen anderen mehr. Gullin, übrigens ebenso wie Mauritzson aus Gotland stammend, hat viele Stücke komponiert, er starb 1976 – sein 30. Todestag ist auch Anlass für diese Aufnahmen.

Mauritzson kombiniert die Musik Gullins mit Texten von gotländischen Lyrikern. Sie selbst singt mit klarem und manchmal weichem Sopran, die Stimme ist gut eingebettet in ein Klangbild, wie es für nordeuropäischen Folk-Jazz ein paar Jahre zuvor charakteristisch war – aber immer noch faszinieren kann. Bei der Klasse der Musiker verwundert das nicht: Anders Hagberg spielt ein hier weinendes, dort zupackendes Saxophon und gelegentlich Flöte, Ola Bäckström sorgt mit seiner Violine für die folkigeren Klänge. Roger Tallroth spielt Gitarre und Bouzouki, Groupa-Mitglied Rickard Åström bedient diverse Tasten und für den Rhythmus sorgen Hans Eriksson und Johan Lövcrantz. Sie changieren zwischen Folk und Jazz. Das lange »I Natten« orchestriert zunächst eine ruhige Nacht am See, das Stück erwacht aber bald – nicht nur dank Hagbergs Sopransax. Mit »Fågel, Fisk Och Mittemellan« gelingt ihnen sogar ein ganz zauberhaftes Kleinod! (tjk)



Siehe auch:
Gunnfjauns Kapell
Roger Tallroth
Groupa
Ola Bäckström, Johan Hedin, Jonas Knutsson

Gunnel Mauritzson: Silhuette – The Music By Lars Gullin

Offizielle Website

Offizielle Website      gunnel.nu

   

Whatever Happens
(2008, Laika/Rough Trade 3510244.2)

Alle Achtung – die gotländische Sängerin hat sich enorm weiter entwickelt, was aber auch an der komplett ausgewechselten Begleitband liegen dürfte: Jonas Knutsson spielt sein typisch jubilierendes Saxophon; auch Drummer Christian Jormin fällt mit sehr phantasievollem und klangfarbenreichem Spiel auf. Bassist Stefan Wingefors steuert außerdem stimmungsvolle Akkordeon-Soli bei, so etwa bei der stillen Ballade »Om dagen vid mitt arbeite«.

Die Ausrichtung des gesamten Albums rutscht so weg vom früheren »Hardcore-Folk« und hin zum nordischen Folk-Jazz. Das steht Gunnel Mauritzson ausgezeichnet, und auch die Klangqualität erreicht nun im Vergleich zu den Vorgänger-Alben höchstes Niveau. Unumstrittenes Highlight bleibt jedoch das eröffnende »Sjöanemoner«: Hier heißt es eintauchen, träumen, abheben. »Das ist aber schöne Elfenmusik«, sagte meine sechsjährige Tochter beim zufälligen Hören dieses Lieds. Recht hat sie. (peb)



Siehe auch:
Bäsk
Väsen

   

Outward Passage - Raisa Äut
(2003, Laika/Zomba 3510178.2)

Die auf Geige und Oboe klassisch ausgebildete Gunnel Mauritzson ist Gotländerin, von Geburt und im Herzen, auch wenn sie nun in den Stockholmer Schären lebt. Nach zwei wegweisenden Alben mit Gunnfjauns Kapell gräbt sie nur noch solo nach den folkloristischen Schätzen ihres Landes und speziell ihrer Insel, zusammen mit einigen der fähigsten Begleiter: Der Bäsk-Geiger Hans Kennemark, der sonst bei Groupa tätige Pianist Rickard Åström und seine graue Saiten-Eminenz Roger Tallroth, sonst u.a. bei Väsen und Annbjørg Lien aktiv, zimmern ein handwerklich exquisites Fundament.

Das besteht neben zwei eigenen Beiträgen und einem südafrikanischen Ausflug überwiegend aus Mischkompositionen, wo Gunnel Mauritzson einem traditionellen Text eine eigene Melodie zufügt oder umgekehrt. Sie brilliert dazu mit weichem, bei weitem nicht so harschem Gesang wie etwa Lena Willemark oder Emma Härdelin. (peb)

   

Åter
(2001, Laika/Zomba 351.0158.2)

Eine schöne Band hat sich die schwedische Folksängerin Gunnel Mauritzson da zusammen gestellt: handwerklich beschlagen, mit nur wenig Rückgriffen ins Elektrische. Es ist ihre hell-voluminöse Stimme, die sich zuerst einprägt und die ihre Bearbeitungen gotländischer Volkslieder wie ihre Eigenkompositionen entschieden trägt.

So ist »ÅTER« eine wunderbare Kombination aus vorantreibenden, vor Lebenslust überquellenden Traditionals und verhaltenen, wenn auch selbstbewussten Eigenkompositionen. Diese überzeugende Produktion wirkt temporeich und zielsicher, geduldig und ausgefeilt zugleich. (frk)



Siehe auch:
Ulf Meyer, Martin Wind & Jan-Peter Klöpfel



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