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Alle Rezensionen zu Taken By Trees
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

East Of Eden
(2009, Rough Trade 883870050319)

Es hätte auch ein esoterisches Scheitern bedeuten können: Victoria Bergsmann reiste mit Toningenieuren nach Pakistan, um dort mit einheimischen Musikern ganz im Geiste der Sufi-Musik ihr neues Album aufzunehmen. Aber die Melange aus westlicher Pop-Prägung und leichtgängigem Oriental-Sound feiert Triumphe – weil die Schwedin ihre Klangvorstellungen konsequent umsetzte und die mystische Dekoration nie erdrückend wirkt.

Fast aufgeräumt wird musiziert, auch wenn der pakistanische Schleier Akzente in die gemächliche Gleichförmigkeit setzt, die auch schon das Debüt von Taken By Trees befallen hat und sich hier wie ein roter Faden fortspinnt. Der Mangel an Aufregung generiert aber keinerlei Langeweile – nur Lufträume, die die feingeistigen Kompositionen notwendigerweise zum Atmen brauchen. Das zurückgenommene Songwriting besitzt gar eine innere Ausgeglichenheit, wie sie Madonna auch nach zehntausend Kabbala-Sitzungen nie erreichen wird. Eine spirituelle Qualität wird gewahr – und eine gewitzte Anbindung ans aktuelle Popgeschehen, wie das Animal Collective-Cover »My Boys« beweist. (maw)



Siehe auch:
Peter Bjorn & John
The Concretes

 Taken By Trees: East Of Eden

Offizielle Website

Die CD »East Of Eden« war »CD des Monats« im Monat 9 / 2009.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Repektvoll. Behutsam. Mit offenem Herzen. So entwickelt Victoria aus der Begegnung mit der pakistanischen Kultur eine selbstbewusste Bescheidenheit, eine große Liebe zur ziselierten Miniatur. Und bleibt gleichzeitig fest in der Tradition des westlichen (Folk)Pop verwurzelt: dem Wissen, dass die intensivsten Songs immer eine leise Traurigkeit enthalten.
Eva-Maria Vochazer

Durchaus nett. Doch im Vergleich zu den kulturellen Granzgängereien des Labels Kirkelig Kulturverksted im allgemeinen und pakistanischen Kollaborationen im besonderen – z.B. von Sondre Bratland oder Deepika Thaathaal – kommt diese Produktion nicht über das Mittelfeld hinaus. Dennoch: durchaus nett und sommerlich leicht.
Peter Bickel

Brückenschlag gelungen! Ein feiner Flow weht durch diese Aufnahme; die westlichen Elemente gehen Hand in Hand mit den pakistanischen. Mich erinnert das an das Afro-Celt Sound System, auch wenn das eine zugegebenermaßen ganz andere Baustelle ist. Schön!
Tim Jonathan Kleinecke

Ein Weltmusik-Thema hat bei mir stets einen Stein im Brett. Doch auch unabhängig davon: Die Kombination aus Victoria Bersgmanns federleicht-naivem Stimmchen und den eher erdigen Folk-Elementen hat einen sehr speziellen Reiz, dem an sich wegen seiner Unbeschwertheit kaum entziehen kann.
Leif Haugjord

Offizielle Website      www.takenbytrees.com

   

Open Field
(2007, Rough Trade RTRADCD403)

Ihre Stimme dürfte spätestens seit dem Peter Bjorn & John-Hit »Young Folks«, zu dem sie den naïve-süßlichen Frauenpart beisteuerte, unbewusst vielen Leuten der Indiepop-Szene bekannt sein. Victoria Bergsman, die ehemalige Sängerin der Concretes ist jetzt musikalisch solo.

Ganz intim und mit viel Hall aufgenommen besteht ihr Debüt fast ausschließlich aus ihrer eingängigen, immer latent gebrochenen Stimme. Kammerpop mit gezupften Geigen bietet der im Gegensatz zu den vollends minimalistischen Folkpop-Songs geradezu opulente Singletrack »Lost And Found«. Und wenn sie erstmal anfängt, all ihre stimmlichen Karten auszuspielen, dann umweht dieses Album eine einvernehmende Leichtigkeit und Erhabenheit. Auch der instrumentale Titeltrack mit den patentierten Winnetou-Geigen überzeugt auf ganzer Strecke. Nur ganz selten scheint die Fragilität des Akustischen geheime Kraftquellen unschön zu verstecken. (maw)



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