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Death By Kite
(2007, Quartermain Records/Broken Silence QMRCD016)
Wütende junge Menschen. Ein unheilvoller Hang zu destruktiven Liebesgeschichten. Drogen, Pillen, Alkohol und andere Gegengifte, die gegen das Übel der Lebensansangst wirken sollen. Helfen nur nichts. Bleibt uns nur, unser Suchen und unsere Desorientierung und unsere Verzweiflung herauszuschreien. Diese Phänomen gehört zwar zum Grundgefühl der Rockmusik und ist nur bedingt originell. Aber oh!, diese absolute Dringlichkeit, diese unbedingte Ungeduld, die das Trio aus Kopenhagen auf seinem selbstbetitelten Debütallbum »DEATH BY KITE« vermittelt – die rühren an und reißen mit. Kein Widerstand gegen diese gewalttätige Form der Sehnsucht möglich.
Wütende Gitarren, ein eigensinniges Schlagzeug und ein verstörender Bass begehren lärmend auf. Die Vocals von Bjørn Alexander Lange mögen zwar an Brian Molko von Placebo erinnern, aber keine junge Band kann sich heute im zitatfreien Raum bewegen. Brüder und Schwestern im Geiste des Aufbegehrens sind die britischen Seachange, die eine ähnliche Intensität vermitteln. Sich wehren ist besser als dumpf leiden. Grund genug, dass hier das Herz schmerzhaft schneller schlägt. (emv)
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