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Alle Rezensionen zu Kristin Asbjørnsen
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Traces of you
(2018, Øra Fonogram/Rough Trade Global Sonics 001/18)

Wenige Künstler bleiben sich so treu und entwickeln sich dennoch weiter so wie Kristin Asbjørnsen. Fünf Jahre hat sie sich für »TRACES OF YOU« Zeit gelassen, wobei sie dieses Konzept schon länger im Kopf hatte und die Klangästhetik ändern wollte – zu ihrer Melange aus Gospel, Jazz und Soul Folk kommen nun starke Einflüsse aus Westafrika.

Sehr reduziert ist das Instrumentarium: Olav Torget spielt Gitarre, gelegentlich ein wenig Bass, als Gäste sind Anders Engen (Percussion, Stimme und Dobro) und die Sängerin Monica Ifejilika zu hören. Das neben Torgets Gitarre bestimmende Instrument ist allerdings die Kora von Suntou Susso – der Griot aus Gambia gibt den Songs eine ganz andere Farbe. E-Gitarre und Kora bilden eine sehr reizvolle Kombination, keiner macht zu viel, alles ist wohldosiert und songdienlich gespielt.
Geblieben ist die Klarheit und die im positiven Sinne Einfachheit der Songs. Vor allem natürlich die grandiose Stimme von Kristin Asbjørnsen – wobei sie hier nicht ganz so rau klingt wie bisher. Sehr gut passen auch die beiden weiblichen Stimmen zusammen, die sich mal umspielen, mal überlagern. Die Songs sind unendlich beseelt und ergreifend - »TRACES OF YOU« ist über weite Teile wunderschön. (tjk)



Siehe auch:
Olav Torget

Kristin Asbjørnsen: Traces of you

Offizielle Website

Die CD »Traces of you« war »CD des Monats« im Monat 3 / 2018.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Ja, Tim, ich hatte schon eine Rezension zu diesem Album verfasst, doch war mein Urteil etwas weniger überschwänglich ausgefallen, so schön ich die Songs jedoch ebenfalls finde. Danke dir für dieses neuerliche Plädoyer für die tolle Liedkunst dieser Norwegerin.
Ingo J. Biermann

Eigentlich erstaunlich, dass es Kristin Asbjørnsen noch nie zur »CD des Monats« geschafft hat. Ist sie doch eine der ganz besonderen Unikate der norwegischen Musikwelt, immer mit Blick in die weite Welt hinaus.
Peter Bickel


Eva-Maria Vochazer

Ich muss gestehen, dass ich dieses rückhaltlose Lob des Platte nicht vollkommen teile, hätte einen anderen Favoriten für diesen Monat gehabt. Aber ich freue mich trotzdem mit euch. Es ist in der Tat eine schöne CD.
Leif Haugjord

Offizielle Website      www.kristinsong.com

   

I’ll Meet You In The Morning
(2013, Universal 602537456208)

Die Rückbesinnung auf die sehr Gospel-orientierte »Wayfaring Stranger«-CD hat Kristin Asbjørnsen hier angestrebt. Alle Songs basieren auf afro-amerikanischen Spirituals, lediglich kleine Änderungen und die Arrangements stammen von ihr und ihren Musikern. Neben Torget und Aalefjær sind Gjermund Silset am Bass und Anders Engen (p, key) dabei, letzterer zeichnet auch für die Produktion verantwortlich.

Sie hat natürlich noch die gleiche eindringliche Stimme, hier öfters unterstützt durch Background-Gesang. Viele der Songs sind bekannt: »I’m Gonna Cross The River Of Jordan«, »Balm In Gilead« oder »I Made My Vow To The Lord« klingen in etwa so, wie man sich das nach den Vorläufern vorstellen konnte. Hier ein wenig Balafon oder Vibraphon, insgesamt aber behutsam und geschmackvoll. Ganz am Ende dann doch noch eine Eigenkomposition: »Spring Is Coming« ist sogar einer der stärksten Songs. Insgesamt keine große Weiterentwicklung, aber Kristin Asbjørnsen kann mit diesem Konzept auch nichts falsch machen. (tjk)

   

The Night Shines Like The Day
(2009, Emarcy/Universal 602517899049)

Kristin Asbjørnsen bleibt sich treu, geht aber nach »Wayfaring Stranger« einen großen Schritt weiter: Sie ist weiterhin auf einem kaum beschrittenen Weg zwischen Blues, Folk, Jazz und vor allem Gospel unterwegs, schreibt aber inzwischen alles Songs selbst. Sehr beseelt sind ihre Stücke, sehr beseelt ist vor allem ihre Stimme. Sie kann alles mit ihrer wandelbaren Stimme: hell und fröhlich wie dunkel und melancholisch, sanft und mit rauer Heiserkeit.

Was gelingen ihr für unendlich schöne, herzzerreißend hymnische Melodien: Der »Carry Me Over«-Refrain in »If This Is The Ending« oder der im direkt folgenden »Snowflake« sind Linien für die Ewigkeit. Sehr ruhig sind die Kompositionen, sehr bedächtig arrangiert und behutsam gespielt von Tord Gustavsen (p), Olav Torget (g), Svante Henryson (b und Cello) und Knut Aalefjær (dr, perc) nebst wenigen Gästen. »Walk Around Me« groovt herrlich relaxed, Torget spielt hier bestechend. Alles in allem ein Meisterwerk. (tjk)



Siehe auch:
Tord Gustavsen
Knut Aalefjær
Svante Henryson

   

Wayfaring Stranger: A Spiritual Songbook
(2007, Emarcy/Universal 602517050617)

Holla! So eine Stimme würde man nicht unbedingt in Oslo beheimatet vermuten: Kristin Asbjørnsen (ehemals zusammen mit Solveig Slettahjell, Eldbjørg Raknes und Tone Åse beim beim Gesangsquartett Kvitretten, jetzt bei u.a. bei Dadafon) singt rau, und kraftvoll, heiser und mit einer Blues- und Gospel-Intensität, die man sonst eigentlich nur aus Louisiana vernimmt. Eine derart charakterstarke Stimme wirkt nicht in jedem Kontext; bestes Beispiel: die klare, transparente Musik von Ketil Bjørnstads Album »SEAFARER’S SONG«. Zu den wenig bekannten Spirituals aber, die sich die 1971 geborene Sängerin auf ihrem ersten Solo-Album vornimmt, kann man sich keine bessere Interpretin vorstellen.

»Trying To Get Home« startet mit hypnotischer Percussion (beigesteuert von Anders Engen, einst Mitglied bei Bugge Wesseltoft) und bluesig-kraftvollen Ruf-und-Antwort-Vocals. Aber auch schleppende Gospel-Gangart findet man ebenso wie traumverlorene Balladen. Das auch schon von Johnny Cash, Pete Seeger oder Emmylou Harris interpretierte Titelstück etwa beeindruckt tief, wird aber noch übertroffen vom beseelten »Oh Glory«. Wenn Gott das hört, müsste er Kristin Asbjørnsen die Himmelspforte öffnen. (peb)



Siehe auch:
Dadafon
Solveig Slettahjell
Eldbjørg Raknes
Ketil Bjørnstad



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