Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Wimme
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Mun
(2010, Westpark/Indigo 87185)

Endlich! Nach sechs Jahren wieder ein Lebenszeichen von einerm der progressivsten Joiker. So virtuos, wie der finnische Wimme auf seinen bisherigen CDs Samples und Sequencer mit traditionellen Joiks verschmolz, so verwundert es doch, dass er den ganzen Technik-Kram jetzt links liegen lässt. Doch es passt zu seiner Art, stets das Unerwartete zu tun, immer wieder eingeschlagene Wegen zu überdenken und zu korrigieren.

Mit »Mein« – so der übersetzte Titel dieser CD – konzentriert sich der Sänger auf akustische Instrumente ... und die Erfahrung seiner phantastischen und renommierten Begleiter, wie etwa Sängerin Ulla Pirttijärvi, Bassist Pekka Lehti oder Tapani Rinne und Juuso Hannukainen von der NuJazz-Band RinneRadio. Auf gewissen Weise klingt »MUN« dadurch eingängiger als bisherige Werke, wobei das Album eingefahrene Pop-Hörer noch immer mit seiner Experimentierfreude und stilistischen Offenheit vor den Kopf stoßen wird. (peb)



Siehe auch:
Tapani Rinne
Ulla Pirttijärvi
Pekka Lehti

 Wimme: Mun

   

Gapmu
(2004, Westpark/Indigo ZENCD 2079)

Zurück zu den Wurzeln! Und das heißt für Wimme Saari joiken ohne Instrumentierung und erst recht ohne Unterstützung der Jazz-Elektriker wie Jari Kokkonen oder Tapani Rinne, die ihm sonst zur Seite stehen. So konzentriert sich der Joik ganz auf die Kraft seiner Stimme. Und die ist wieder wunderbar brummig und rau; kreiselnd und magisch auf- und abschwellend.

Sehr schön, weil wichtig: Ein ausführliches Booklet liegt bei, das den Text jedes Joiks auch auf Englisch wiedergibt. Etwa: »I'm gonna make a fire / after waking up to a phone call sometimes before noon. / It will soon be burning.« (frk)

   

Barrú
(2003, Westpark/Indigo 87095)

Auf seinem vierten Werk lässt der Elektro-Joiker den Instrumenten und Samples mehr Raum, was umgekehrt seiner Stimme mehr Geltung verschafft. Und so addiert sich sein mal brüchiger, mal drängender Gesang über das Wesen des Wasserfalls, des alternden Fuchses oder des aufwirbelnden Schnees ganz wunderbar zu den exakten Elektrobeats und den dazu kreisenden Loops.

Zuweilen hört man die Hedningarna-Sängerinnen Tellu Turkku und Liisa Matveinen, die ebenfalls bereits solo feine Aufnahmen zustande gebracht hat. (frk)



Siehe auch:
Hedningarna
Liisa Matveinen

   

Cugu
(2000, Westpark/Indigo 9595-2)

Der 1959 im nordwest-finnischen Kelottjärvi geborene Wimme zählt zu den modernen, wenn nicht sogar modernsten Joikern: Er kombiniert die archaische Form des samischen Solo-Gesangs mit modernen Einflüssen. Mal setzt er schwebende Keyboards und an Ambient erinnernde Drum-Loops ein, mal verwendet er an Natursounds erinnernde Samples, die nach knirschendem Eis, Tierstimmen und Motorboot-Geräuschen klingen.

Zusammen mit Tapani Rinne und Jari Kokkonen – zwei begnadeten Musikern der finnischen Techno-Jazz-Band RinneRadio – verließ Wimme auf »CUGU« den Boden der Joik-Traditon besonders weit. Heraus kam dabei ein tief berührendes, fast traumartig verwebtes Folklore-Statement zwischen Schamanentum und Dancefloor. (peb)

   

Gierran
(1997, Exil/Indigo ZENCD 2055)

Wimme wird – unterstützt wieder u.a. von Tapani Rinne und Jari Kokkonen – noch mutiger, rhythmischer, elektronischer und experimenteller, erreicht mit »GIERRAN« (Entrückung) aber noch nicht ganz den Zauber, den der Titel verspricht.

Ob er in »Arvedavgi« die Geschichte eines Rentiers von der Geburt bis zur Ohrmarke erzählt, in »Rievssat« einen traditionellen Solo-Joik über die Feinde des Schneehuhns hinlegt oder mit »Oainnahus« eine Reise von den Bergen bis in das Land hinter dem vom Nordlicht beleuchteten Himmel unternimmt – der junge Joiker setzt abermals Maßstäbe innerhalb seiner Musiktradition. (peb)

   

Wimme
(1995, Exil/Indigo ZENCD 2043)

Wime erntete durch seine Beiträge für Hetor Zazou, Hedningarna oder Rinneradio schon etliche Lorbeeren, als er 1995 endlich sein Solo-Debüt an den Start brachte. Unterstützt von Tapani Rinne und anderen verblüfft der samische Sänger darauf mit Joik-Tradition und behutsamer Elektronik.

»WIMME« bleibt ruhig, fast schon schon entrückt in seiner vorsichtigen Annäherung an die traditionelle Joiktechnik, der sich Wimme erst auf dem Umweg über Rundfunkbänder mit den Aufnahmen seines Onkels näherte. Wie ein weltoffener Schamane lässt er sich auch durch das Dröhnen eines Flugzeugpropellers inspirieren, vertont mit »Duoldi Ája« (Kochender Frühling) oder »Boaimmás« (Raubeiniger Bussard) aber doch immer die Natur-Sinfonie des Nordens. (peb)



Siehe auch:
Hector Zazou
Hedningarna
RinneRadio



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel