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Alle Rezensionen zu Jakobínarína
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

The First Crusade
(2007, 12 Tonar 12TO42)

Die Revolution muss Spaß machen. Diese grundlegende Erkenntnis ist den sechs Jungspunden mit den blankgeschrubbten Gesichtern wie aus der Zwiebackreklame offenkundig leicht gefallen. Das Aufbegehren gegen die erstickende Vorhersehbarkeit des Vorstadtlebens in Hafnafjördúr findet am besten durch punkige Wutausbrüche statt. Aber für Jakobínarína ist dies viel zu wenig. Ihr Debüt »THE FIRST CRUSADE« ist eine atemlose halbstündige Beschwörung des subversiven Potenzials von Jungsein. Von Lebendigsein bis zum Anschlag, böse Konsumschelte gegen die durchgestylte Erwachsenenwelt und ihre Mittelmäßigkeit inklusive. Diese Jungs sind smart. Skaten durch die Vielfalt der Stile von Punk über 60ies-Garagenrock bis zum Powerpop. Selbst der Spaghetti-Western-Soundtrack wird lässig mitgenommen.

Diese Gitarren stechen wie Wespen, und Sänger Gunnar Bergmann klingt britischer als Morrissey. Die üblichen Referenzbands von Kaiser Chiefs bis zu Libertines kann man jetzt brav aufzählen und würde damit nicht völlig falsch liegen, aber den Punkt nicht treffen. Jakobínarína sind von einer ansteckenden rotzigen Fröhlichkeit und ziehen damit souverän an den ultracool-blasierten Egomanen von Razorlight vorbei. Die Isländer bringen zudem mal wieder das Deutsche in die Rockmusik: »Liebst Du mich«?, fragen sie dringlich-hysterisch im Song »I've Got A Date With My Television«. Was für eine Frage! Ja, ja, ja! (emv)

 Jakobínarína: The First Crusade

Offizielle Website

Die CD »The First Crusade« war »CD des Monats« im Monat 12 / 2007.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Man ist froh über jeden, den die Musik von der Straße holt. Die Jacob-Brüder sind alle noch blutjung, und man sollte es ihnen nicht verdenken, wenn sie erwartbar eingängige und ein bisschen aufdringliche Popmusik machen. Das Debüt beinhaltet durchweg gutlaunige Songs, die aber nie zu etwas Aufregendem, Wagemutigem oder Interessantem gedeihen. Sie dürfen sich gerne mit dem nächsten Album als erwachsen beweisen.
Markus Wiludda

Was sagen die Elfen zu so einer - äh - Musik? Sie bewerfen sich mit Erdnussflips und hüpfen auf der Stelle, den Kopf in den Nacken gelegt, um nach mehr Luft zu schnappen. Denn Jakobínarína sind sechs Elfen, die zu viel The Ramones gehört haben und trotzdem nicht von gestern sind. Der deutsche Islandtourist jedoch, der bis eben alte Sagas studiert hat, steht einsam neben der Tanzfläche und versteht die Welt nicht mehr.
Frank Keil

Was mir am meisten gefällt: Dass wir mit der Wahl dieser Rabauken alle hoffnungslosen Weihnachts-Romatiker ordentlich vor den Bauch treten. Aber auch unabhängig davon können die isländischen Rotzlöffel punkten: Wer sich diesem Überschwang, dieser Spiellaune, diesem Gute-Laune-Lärm entziehen kann, hat nichts vom Wesen der Rockmusik verstanden.
Leif Haugjord

Du übertreibst, Leif. Andererseits untereibt Kollege Markus. Der Erstling der Isländer erfindet das Rad nicht neu, schenkt uns aber immerhin einen prallen Haufen Party-Songs, die aufhorchen lassen. Und von wie vielen CDs kann man schon behaupten, dass der Fuß nach dem Genuss der vollen Länge wegen zwanghaftem Mitwippens Muskelkater-gefährdet ist?
Peter Bickel

Offizielle Website      www.jakobinarina.com



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