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Alle Rezensionen zu Borko
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Celebrating Life
(2008, Morr Music/Indigo mm 080)

»I'm very influenced by loads of great musicians in the music scene here in iceland«, schreibt Borko, der normalerweise als Film- und Theatermusiker sowie Musiklehrer an einer isländischen Grundschule tätig ist. Und bestätigt damit, was man schon vermutet hat: Auch Borko alias Björn Kristiansson vermischt wie viele seiner Landsleute holprige Beats mit Störgeräuschen, kombiniert blecherne Bläser mitklingelndem Glockenspiel oder Piano mit Trompetenfanfaren und liebt es, zwischendurch hymnische Gesänge darauf zu schichten. Das erinnert an Múm oder Sigur Rós, aber nicht als Kopie, sondern lediglich als isländischer Lokalkolorit, als eine Art, Dinge zu sehen und anzugehen.

Isländische Musik im Allgemeinen und Borkos Debüt im besonderen ist einerseits sperrig, andererseits aber auch zauberhaft eingängig durch die vollmundigen Melodien – auf angenehme Weise versponnen und immer für Überraschungen gut. Oder wer sonst brächte es fertig, mit »Spoonstabber« einen Song zu schreiben, der von einem Schlag in die Magengrube handelt, verabreicht im Schatten einer kleinen Kirche im Osten Islands? (peb)

 Borko: Celebrating Life

Offizielle Website

Die CD »Celebrating Life« war »CD des Monats« im Monat 3 / 2008.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Wenn Akademiker Popmusik machen, dann klingt das oft verkopft. Borko macht da keine Ausnahme und erhebt das gemächliche Schönklang-Nebenbei zur wichtigsten Sache der Welt. Die wirklich treffsichereren Songs (»Spoonstabber« und »Hondo + Borko«) schreibt er scheinbar nur nach deftigen Prügeleien. Wer finanziert mit mir den nächsten Schlägertrupp?
Markus Wiludda

Sigur Rós? Da wäre ich nicht drauf gekommen! Für mich ist Borko einer jener Künstler, der zum Pop und damit zum Pathos eine wohltuende kritische Distanz einhält, schon weil er mit Genuss keine Konventionen einspielt, gegen die er dann anmusizieren muss. Sigur Rós sind 19. Jahrhundert (was für sich in Ordnung geht). Borko aber ist in der Jetzt-Zeit verankert.
Frank Keil

Da hat mal wieder ein neugieriges, isländisches Musik-Spielkind mit beiden Händen tief im Innenleben von Synthies und Computern rumgewühlt - und doch kommt immer wieder echte Musik dabei heraus. Anrührend, aufwühlend, lustig, lächerlich, verschroben und schön. Irgendwie ein Wunder.
Sebastian Pantel

wie lieblich doch die melodien säuseln
mit gags und gimmicks, sträußeln
gleich auf apfelkuchen - klar, ein wunder!
zumindest irgendwie, aus island gar
und tief verankert hier im jetzt.
drum genießet, ach, die platte heute,
sie ist schon morgen des vergessens beute.
Tim Jonathan Kleinecke

Offizielle Website      www.myspace.com/borkoborko



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