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Alle Rezensionen zu Jaga Jazzist
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

The Stix
(2003, Ninja Tune/Zomba ZENCD81)

Sehr seltsam und schwer in Worte zu fassen. Durch ihre instrumentelle Komplexität erinnern Jaga Jazzist an Frank Zappa, wobei ihre Wurzeln klar im Jazz liegen. Die Band aus der Nähe von Oslo wurde bereits verglichen mit John Coltrane, Don Cherry, Soft Machine, Stereolab, Aphex Twin und Tortoise ... halt! Das hilft uns nicht weiter.

Die zehn Musiker – alle auch bei Bugge Wesseltoft, Motorpsycho, Big Bang, Euroboys, Jazzkammer, Supersilent, Alog u.v.a. beteiligt – betreiben eine hochgradig vertrackte Mixtur aus Jazz, Electronica und Post-Rock, mit den Klangfarben von Trompete, Posaune, Gitarre, Bass, Tuba, zwei Bass-Klarinetten, Fender Rhodes, Vibraphon und elektronischen Hilfsmitteln. Uff! Das Ergebnis vereint die Entspannung von Acid Jazz und Easy Listening mit der pulsierenden Energie von Free Jazz und Drum'n'Bass. Nicht so abwechslungsreich wie das Debüt, aber dennoch grandios! (peb)



Siehe auch:
Motorpsycho
Motorpsycho & Jaga Jazzist Horns
Jaga
Alog

 Jaga Jazzist: The Stix

Offizielle Website

Offizielle Website      www.jagajazzist.com

   

Magazine
(2004, Smalltown Supersound/Rough Trade STS082CD)

Wie eine hymnische Ode an musikalische Grenzenlosigkeit klingt das bislang nur in Norwegen erhältliche und mit zwei Bonustracks ergänzte »MAGAZINE« der experimentierfreudigen Allstar-Truppe: Songtitel wie »Jaga ist zu Hause« oder »Swedish Take-Away«, Bläser-gestählte Breakbeats und Vibraphon-Jazz, Cover vom Label-Kollegen Kim Hiorthøy.

Die 1998 als Debüt erschienene und zum zehnjährigen Jubiläum neu ausgegrabene Rarität dieser Megaband, deren Mitglieder als Studiomusiker für zahlreiche norwegische VIPs werkeln, zeigt von Anfang an enorme Fusion-Kompetenz. Mit verstaubtem Jazzrock hat das nichts gemein, sondern erinnert eher an eine sinnstiftende Sythese aus Coltrane, Soft Machine und Tortoise. (peb)



Siehe auch:
Kim Hiorthøy

   

A Livingroom Hush
(2001, Ninja Tune/Zomba ZENCD76)

Ein Debüt wie Paukenschlag, das überdies zeigt, wie genreverbindend und innovativ Jazz sein kann. Im Vergleich zum Nachfolger »THE STIX« zeigten sich die 10 Norweger hier noch experimentierfreundiger; sie »suchten« noch mehr nach neuen Wegen und lieferten dem Hörer damit ein bunteres und abwechsunlgsreicheres Hörabenteuer.

Schade, dass die CD hierzulande nicht mit dem norwegischen Cover (dem hellen!) auf den Markt kam, das die facettenhafte und vielschichtig zusammengesetzte dieser Jazz-Bigband weit besser illustriert. (peb)



Siehe auch:
Shining



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