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Alle Rezensionen zu Korpiklaani
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Manala
(2012, Nuclear Blast NB 2867)

Erneut galoppieren Korpiklaani im Schunkelrhythmus 49 Minuten durch Sauf- und Partylieder – genauer: durchs Totenreich. »MANALA« ist die Unterwelt in der finnischen Mythologie; dieser Ort stammt aus dem finnischen National-Epos Kalevala. Während der Opener »Kunnia« und »Tuonelan Tuvilla« ruckzuck vorbei (und vergessen) sind, geht der dritte Song »Rauta« (»Eisen«) mit sattem Groove und Mitsingrefrain ins Ohr. Die Stufe der Bandklassiker »Vodka«, »Beer Beer« und »Tequila« erreicht er allerdings nicht.

Ungewohnt brachial beginnt »Petoeläimen Kuola«, passend zur Übersetzung: »des Raubtiers Geifer«. Bis zum finalen (Bonus)Track »Soil Of The Corpse« bleibt dann alles wie gewohnt, mal wild (»Uni«), mal zahm (»Dolorous«). Ein Hinweis für alle nicht Finnisch-sprechenden Hörer: Korpiklaani veröffentlichen »MANALA« außerhalb ihrer Heimat in einer limitierten Digipak-Ausgabe mit einer englischen Version des gesamten Albums als Bonus-CD. Übrigens gibt es ein neues Bandmitglied, der neue Geiger Tuomas Rounakari ersetzt Jaakko Lemmetty – hört jemand einen Unterschied? (nat)

 Korpiklaani: Manala

Offizielle Website

Offizielle Website      korpiklaani.com

   

Noita
(2015, Nuclear Blast -)

Heißa hopsassa, die Schunkelkönige sind zurück. Gleich der Opener »Viinamäen Mies« (frei überstzt: »Schnaps-Landes Mann«) hat das Zeug ein Bandklassiker vom Kaliber »Vodka«, »Beer Beer« oder »Tequila« zu werden. Ob der neue Mann am Akkordeon, Sami Perttula, die Finnen so beflügelt? Egal, Korpiklaani gehen mit »NOITA« spielfreudig in die Vollen und weniger düster zu Werk als auf »MANALA«.

Das Düsterste auf dem Album ist die raue Stimme von Jonne Järvelä, der alle zehn Lieder komplett in seiner Muttersprache eingesungen hat. Musikalisch beackert das Sextett ein Feld schwermütig (»Minä Näin Vedessä Neidon«) bis zu stampfenden Hochgeschwindigkeits-Krachern à la Finntrolls »Trollhammaren«-meets-Turisas wie »Sahti« - das die besoffenen Oktoberfest-Schunkler an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringen würde. 45 Minuten großer Spaß – inklusive des Billy Idol-Covers »Mona Mona« hier »Jouni Jouni« genannt. (nat)



Siehe auch:
Finntroll
Turisas

   

Korven Kuningas
(2008, Nuclear Blast NB20622)

Neues Jahr, neues Korpiklaani-Album: Die Folk Metal-Version Eläkeläisets galoppiert bereits ein halbes Jahr nach »TERVASKANTO« mit einem brandneuen 74-Minüter durch die Lande. Getreu dem bewährtem Rezept ranken sich auch hier Humppa-Rhythmen und folkige Riffs um Akkordeon, Geige und Flöte. Jonne Järveläs markiger Gesang passt mustergültig zur dargebotenen Schunkelbasis – allerdings manchmal im Headbang-Tempo. »Kantaiso« erinnert mich partiell an Rednex' »Cotton Eye Joe« auf Speed.

Platz zum Ausruhen lässt einzig die Akustikgitarren-Ballade »Gods On Fire«, eines der raren englischsprachigen Lieder auf »KORVEN KUNINGAS«. Der »KÖNIG DER WILDNIS« ist ein manierliches Werk, doch Kenner der Band könnten Korpiklaani einen gewissen Stillstand vorwerfen. Wenn die Finnen unter Weiterentwicklung allerdings Spielereien wie im Titeltrack und gleichzeitig Abschluss des Silberlings verstehen, ...dann ist Stagnation die bessere Wahl – oder sehnt sich jemand nach erneutem 12minütigem meditativen Pauken-Gekloppe? (nat)



Siehe auch:
Eläkeläiset
Rednex
Falchion



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