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Alle Rezensionen zu Sabaton
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Art Of War
(2008, Black Lodge BLOD055-CD)

Der Titel ist Programm: Die Texte welche Joakim Brodén seit dem – ersten veröffentlichten – Debüt »PRIMO VICTORIA« rauchig, tief ins Mikro schmettert, handeln überwiegend von Kriege(r)n, Schlachten und Kriegsschauplätze von anno dazumal bis zum zweiten Weltkrieg. Simple Songstrukturen, gewaltige Chöre und stampfende Rhythmen kennzeichnen das Schlachtenepos »THE ART OF WAR« der schwedischen Power Metaler. Eine Fülle extrem eingängiger Lieder à la »40:1«, »Ghost Division« oder »The Price Of A Mile« verleitet den Genrefan zum mitgrölen / Matte schwingen.

Melancholischer, in stark gedrosseltem Tempo, thematisieren Sabaton die Schlacht des ersten Weltkrieges auf der türkischen Halbinsel Gallipoli; melodische Gitarren und Pianos beherrschen »The Cliffs of Gallipoli«. Danach tritt der schwedische Sechser wieder aufs Gaspedal, brettert durch die stark produzierte vierte Scheibe, immer wieder unterbrochen durch gesprochene Zitate. Wer nach großen Neuerungen sucht, mag sich nach der Hälfte der 13 Songs abwenden; wer schnörkellosen, keyboardlastigen, teils Klischees streifenden Metalsound mag, kann sich an den ambitionierten, professionellen 50 Minuten erfreuen. (nat)



Siehe auch:
Civil War

 Sabaton: Art Of War

Offizielle Website

Offizielle Website      www.sabaton.net

   

Heroes
(2014, Nuclear Blast NB3224)

Gerade mal 37 Minuten währt das Album »HEROES« der »neuen« Sabaton, bzw. der übrig geblieben zwei von sechs Mitgliedern plus Neuzugängen – und das reicht auch völlig.

Zum einen bietet Scheibe Numero Sieben musikalisch absolut nichts Neues (außer weniger Keyboards als gewohnt), zum andern liefern die zu kriegsverherrlichenden Texte Anlass zur Kritik. Passagen wie »Sometimes war is killing, sometimes it's saving lives« sind nicht gerade klug gewählt, zudem sind sie Teil einer schaurigen Halbballade (»The Ballad Of Bull«), die mir die Zehennägel aufrollt. Und mit dem »Ausschwitz«-Refrain von »Inmate 4859« hat sich die Truppe um Joakim Brodén der Länge nach ins nächste Fettnäpfchen gelegt. Fazit: Überflüssig. (nat)

   

Swedish Empire Live
(2013, Nuclear Blast NB 3610)

»SWEDISH EMPIRE LIVE« ist quasi der Audiopart gleichnamiger (Doppel)-DVD von Sabaton – einer Band um die man derzeit nicht herumkommt: Sei es weil sie seit einigen Jahren unzählige Sommerfestivals in Europa spielt, ihr eigenes Festival »Rockstad Falun« ins Leben gerufen hat oder unermüdlich durch Hallen und Clubs tourt. Eine riesige Fanbase haben die Schweden in Polen, wo sie sogar zu Ehrenbürgern ernannt wurden. Logischerweise zeigt die DVD einen Live-Mitschnitt ihres Headliner-Auftritts auf dem polnischen Woodstock Festival 2012; dazu kommen Shows in Göteborg, London und Oberhausen.

Die CD lässt den Hörer am 78-minütigen Polen-Gig vor enthusiastischen Fans teilhaben, die sich (im Gegensatz zu Live-Mitschnitten anderer Bands) lautstark bemerkbar machen. Das dankbare Set tut sein Übriges, mitsingtauglichen Bandhymnen wie »The Price Of A Mile«, »The Art Of War« oder »Uprising« sei Dank, ergänzt durch einige Songs des aktuellen Album »CAROLUS REX«. Gute Songqualität, ein Joakim Brodén, der hörbar Spaß hat und die Fans großartig animiert – eine ähnliche Rampensau wie Mikael Stanne (Dark Tranquillity). Wenn die DVD genauso gut ist, wie die Audio-Scheibe: Kaufen. (nat)



Siehe auch:
Dark Tranquillity

   

Carolus Rex (English)
(2012, Nuclear Blast NB 2827)

Die Power Metaller aus Falun sind zurück: »CAROLUS REX« heißt Sabatons neue Schlachten-Hymnen-Scheibe – deren Texte sich zur Abwechslung nicht mit dem Zweiten Weltkrieg befassen; stattdessen besinnt sich die Truppe um Joakim Brodén auf ihre heimischen Wurzeln. Das Konzeptalbum behandelt die Zeit des schwedischen Königreichs (1561-1721), den korrekten geschichtlichen Hintergrund garantiert die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Historiker Bengt Liljegren.

Vertont hat das Sextett das Ganze gewohnt episch-bombastisch, unterstützt durch Produzent und Gastsänger Peter Tägtgren (Pain, Hypocrisy). Der geneigte Sabaton-Fan bekommt von dem Dreiviertelstünder genau das was er erwartet: Zehn keyboardlastige, eingängige Lieder mit stampfenden Rhythmen und mächtigen Chören zum Mitgrölen, Fäuste recken, Matte kreisen lassen.

PS: Das Album ist auch mit schwedischen Texten erhältlich. (nat)



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