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Verschiedene
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Sorgen Og Gleden
(2008, Kirkelig Kulturverksted FXCD 331-2)

Wenn die norwegische Prinzessin eine Sammlung von elf Kirchenliedern zusammen stellt, steht die Regenbogenpresse Kopf. In Norwegen stieg diese Compilation auf Anhieb auf Platz 4 der Charts, aber auch hierzulande – wo die CD eigentlich gar nicht erhältlich ist – ist das den Schund-Medien eine Meldung wert. Ob Mette-Marit damit die Kirche, die ihr wegen ihrer wilden Party-Vergangenheit und wegen des unehelichen Sohns kritisch gegenüber stand, versöhnen wollte oder nicht, spielt keine Rolle – so lange das Ergebnis so überzeugend ausfällt wie hier.

Solveig Slettahjells »Blå Salme« eröffnet entspannt und brillant begleitet; der Titeltrack begeistert durch Pål Angelskårs unprätentiöse und doch fast engelsgleiche Stimme. Auch bei Maria Solheim oder Lars Lillo-Stenberg – beide ansonsten gern rockig zugange – schwingt Weihe und Ehrfurcht vor dem Songmaterial durch. Höhepunkte setzen nicht nur der Norske Jentekor unter der Leitung von Anne Karin Sundal, sondern vor allem die wie immer brillante Kari Bremnes mit einem eigenen Song: »Lite Barn Som Kommer«. Großes Lob gebührt auch den Begleitern um Pianist Tord Gustavsen, die mit erstaunlicher Präzision und minimaler Eleganz die Charakterstimmen stützen. Übrigens: Den hier von Ingebjørg H. Bratland dargebotenen Psalm »Mitt Hjerte Alltid Vanker« sang Mari Boine bei Mette-Marits Hochzeit – was die Kirche wegen Boines »heidnisch«-samischer Herkunft irritierte ... (peb)

 Verschiedene: Sorgen Og Gleden

Die CD »Sorgen Og Gleden« war »CD des Monats« im Monat 5 / 2008.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Man muss ja nun Norwegen nicht gleich um Monarchie und Mette-Marit beneiden, aber diese Compilation ist aller Ehren wert. Sondre Bratland, Maria Solheim und Kari Bremnes sind meine Favoriten, aber Solveig Slettahjells Track ist an Schönheit nicht zu überbieten und allein schon die CD wert.
Tim Jonathan Kleinecke

Guter Geschmack, dass kann man nicht von allen Royals sagen. Mette-Marits geistlich angehauchter Sampler ist wirklich wunderschön - so schön, dass man ihn nicht zu oft hören sollte. Übrigens: Wenn sie auf dem letzten Track selbst liest, hört man mal wieder, was Norwegisch doch für eine tolle Sprache ist.
Sebastian Pantel

Richtig Eva! Mette-Marit hat hier feinsinnige Songs erkoren, die mit ihrem sakralen Leuchten sogar überzeugte Atheisten fesseln dürften. Hier geht es um nichts als den puren Wohlklang, der zwar gerne in bedeutungsschwerer Bedächtigkeit daherkommt, aber natürlich nichts mit gregorianischen Gesängen und kreuzzüglerischer Klosterfolklore zu tun hat. Jazz hingegen sollte man schon mögen und genug Zeit mitbringen.
Markus Wiludda

Wer sich bei den Themen Kirchenlieder und/oder Royals sonst entsetzt abwendet, sollte sein Mette-Marit-Bild korrigieren: Denn die Compilation der Kronprinzessin hat nichts mit eisgrau-strengem Liturgieballast zu tun, sondern bringt das traditionelle Liedgut eigenständig ins Hier und Jetzt. Meditativ, nachdenklich, leise, respektvoll und souverän. Und mir hat Maria Solheims Beitrag am besten gefallen, Tim.
Eva-Maria Vochazer



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