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Alle Rezensionen zu Silje Nergaard
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Chain Of Day
(2015, Okeh/Sony 88875063162)

Wieder etwas mehr Background gönnt sich Silje Nergaard auf diesem Album. Neben den beiden Gitarristen Bratberg und Bendiksen von der letzten CD sind Audun Erlien (b), Anders Engen (dr) sowie als Gäste Bendik Hofseth, Arve Henriksen und David Wallumrød dabei. Und dennoch klingt »CHAIN OF DAY« ausgesprochen luftig.

Sie hat immer noch diese unendlich warme Stimme, so klar, so rein, so fein. Und bringt diese auch hervorragend zur Geltung mit komplett eigenen Kompositionen. Diese klingen großteils ziemlich amerikanisch: »Buckle Her Shoes« rumpelt freundlich zwischen Bluegrass und Country, auch der Rest ist näher an Pop und Folk als an Jazz. Im schönen »The Dance Floor« duettiert sie mit keinem geringeren als Kurt Elling. »Schön« ist auch die beste Beschreibung dieser CD: gepflegte Songs in halbem Tempo, mit schönen Melodien und sehr harmonisch. Manchmal übertreibt sie es auch mit dem Schönklang: »Those Rainy Days« ist schlichtweg fad, das folgende »Two For The Road« überzeugt hingegen wieder sehr laid back. Ein Cover schlich sich ein: »Hunting High And Low« von A-ha ist 30 Jahre nach deren gleichnamiger Debut-CD eine passende Hommage. Und nur mit Gitarre und Henriksens Trompete als Background klingt das sehr apart. (tjk)


Zur DVD-Rezension über Silje Nergaard


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Zu den aktuellen Tourterminen von Silje Nergaard

Silje Nergaard: Chain Of Day

Offizielle Website

Offizielle Website      www.siljenergaard.com

   

For You A Thousand Times
(2017, Okeh Sony 889854354527)

Silje Nergaard ist auf diesem Album endgültig im eleganten Erwachsenen-Pop angekommen. Das mag man bedauern, wenn man ihre früheren CDs kennt. Aber was auch immer sie macht, hat Hand und Fuß, hat Geschmack und natürlich Stimme. Sie hat alle Songs selbst komponiert, die Texte stammen von Mike McGurk - in beiden Kategorien ist ein wenig Luft nach oben.

Mit Andreas Ulvo (p, key), Audun Erlien (b) und Wetle Holte (dr, perc) hat sie kreative Musiker um sich, die ihre Stimme zwar nicht in Watte, aber doch in ein harmonisches Klangbild betten. Dazu kommen Mathias Eick (tp), Hallgrim Bratberg (g) und Håkon Aase (vi), gelegentlich Sidiki Camara, der im afrikanisch angehauchten Opener »It’s Gonna Rain« an der Ngoni brilliert. Alle Gäste benehmen sich äußerst angenehm und wohlerzogen, vor allem Eick tupft pastellfarbene Töne in die Zwischenräume. Der Sound ist absolut gediegen, ein schön fließendes Ganzes ohne große Ecken und Kanten. Mit ein paar richtig feinen Songs und ein paar durchaus verzichtbaren.

Das alles ist schön anzuhören, am besten bei einem 5-Gänge-Menu mit drei befreundeten Paaren zwischen 35 und 55. Das Essen ist richtig lecker, und an die Musik erinnert man sich hinterher nicht mehr so ganz. Aber wenn die Gäste weg sind, drücken wir nochmal auf Start. (tjk)



Siehe auch:
Mathias Eick

   

Unclouded
(2012, Silber Records/Sony Music 88691928342)

Vielleicht die wandelbarste der nordeuropäischen Jazz-Sängerinnen ist Silje Nergaard, die sich zwar immer treu bleibt, aber ihre Umgebung immer wieder komplett renoviert. Nach einem Big Band-Ausflug speckt sie nun komplett ab, bis auf zwei Gitarristen. Hallgrim Bratberg und Håvar Bendiksen variieren durch verschiedene Instrumente, spielen aber durchweg akustisch, durchdacht und gefühlvoll.

Sehr intim wirkt Silje Nergaard in diesem Umfeld, ihre Stimme klingt immer noch jung. Fast alle Songs sind von ihr komponiert, allerdings ragt der einzige Standard heraus: eine ähnlich berührende Version von »The Moon Is A Harsh Mistress« muss man lange suchen. Ein paar Gäste sind gelegentlich dabei, neben Knut Reiersrud (slide-g) auch Stargitarrist John Scofield und Trompeter Nils-Petter Molvær – die beiden letzten passen sich der Eleganz von Silje Nergaard an und klingen ganz anders als sonst. (tjk)



Siehe auch:
Nils Petter Molvær
Knut Reiersrud

   

Darkness Out Of Blue
(2006, Emarcy/Universal 06025 1720429)

Richtige Patzer leistet sie sich nicht. Sie schreibt einschmeichelnde Songs, die sie mit etwas naiver, aber gut hörbarer Stimme zu internationalem Erfolg führt. Sie hat eine feine Band – mit diesem Album beendete Silje Neergard ihre lange Zusammenarbeit mit dem Tord Gustavson Trio und arbeitet nun u.a. mit dem Pianisten Helge Lien (Beady Belle, Marilyn Mazur) oder dem Bassisten Finn Guttormsen (Trygve Seim).

Außerdem leistet sich für Orchesterpassagen den Arrangeur Vince Mendoza, und die Klangqualität kann dank Rainbow Studio ebenfalls überwiegend punkten. Und doch fehlt etwas: Schmutz. Ecken und Kanten. Die berühmten kleinen Momente, in denen echte Emotion durchblitzt. Dies mehr denn je, seit Silje sich – wie ihre Labelkollegin Rebekka Bakken – immer mehr dem Pop annähert. (peb)



Siehe auch:
Beady Belle
Marilyn Mazur
Trygve Seim

   

Nightwatch
(2003, Emarcy/Universal 986.564.4)

Nightwatch - da assoziiert man glitzernde (Musik)-Sterne und einen sanft leuchtenden Mond in Form des geschmeidigen »Borrowing Moons«, um sich einer (be-)sinnlichen Stimmung hinzugeben. Wenn Silje Nergaard auf ihrem achten Album mit klarer, warmer und manchmal mädchenhaft anmutender Stimme ihren selbst komponierten Songs (Nacht-)Leben einhaucht, entstehen diese Bilder von ganz alleine. Die melancholische Interpretation von Pat Methenys und David Bowies »This Is Not Amerika« fügt sich dabei durchaus harmonisch in die insgesamt sparsam arrangierten Songs ein.

Für ein wenig Sonnenstimmung am teilweise sehr ruhigen Firmament sorgt dann das fröhliche »You Send Me Flowers«. Silje und ihr Begleittrio, das mittlerweile ein eigenes Album herausgebracht hat, verzaubert übrigens diesmal unter anderem mit der Unterstützung von Saxofonist Bendik Hofseth und Trompeter Peter Asplund. (pvs)



Siehe auch:
Tord Gustavsen
Peter Asplund
Heine Totland
Christina Bjordal

   

At First Light
(2001, Emarcy/Universal 014.748.2)

Viele gibt es nicht mehr, die sich wie einst Billie Holiday im Genre der singenden Jazz-Songwriter betätigen. Silje Nergaard hält diese Tradition jedoch aufrecht und präsentiert sich auf »AT FIRST LIGHT« reifer denn je.

Drei Coverversionen – darunter Stevie Wonders »Blame It On The Sun« und Hoagie Carmichaels »Two Sleepy People« – fügen sich nahtlos zwischen die neun eigenen Songs der Nergaard. Produzent Jojje Wadenius, ein alter Hase mit einer beängstigenden Referenz-Liste, sorgte für Aufnahmequalität auf internationalem Niveau. Die von Pat Metheny »entdeckte« Norwegerin beweist somit einmal mehr, dass sie zu den derzeit interessantesten Jazz-Vokalistinnen gehört. (peb)



Siehe auch:
Jojje Wadenius

   

Port Of Call
(2000, Emarcy/Universal 157.687-2)

Noch lange bevor Norah Jones mit überraschend großem Erfolg nach vorn stürmte, kombinierte eine kleine, junge Norwegerin schon längst frisches Pop-Appeal mit melodischem Jazz: eingängig, spritzig, verführerisch.

Mit mädchenhafter Romantik und klassisch swingenden Barbershop-Arrangements interpertiert Silje Nergaard auf ihrem sechsten Album »PORT OF CALL« u.a. Stings »If You Love Somebody« oder »Don't Explain« aus Billie Holidays Repertoire - aber auch drei eigene Beiträge, die sie als überraschend fähige Songwriterin ausweisen. (peb)

   

Hjemmefra
(1996, Kirkelig Kulturverksted FXCD 171)

Leise stimmt der Männerchor an und bildet einen filigranen Hintergrund für Siljes sanfte Stimme, die im verträumten Walzer »Vals Til Deg« tatsächlich ein Gefühl vermittelt, »HJEMMEFRA« – zu Hause – zu sein. Hie und da lassen E-Gitarre, Percussion oder ein Flügel mit dezentem Einsatz die Weite der Osloer Bakkehaugen-Kirche erahnen. Ein weiteres Highlight: das ruhig fließende »En Fremmet Jeg Har Mött«, das übrigens in jazzigerer Form als »Shame On You« auf »PORT OF CALL« zum Einsatz kam.

Silje hat sich von ihrer Großmutter inspirieren lassen, neben »BREVET« auch dieses Album auf Norwegisch aufzunehmen, mit Texten von von Ole Sverre Olsen, Tot Jonsson, Jan Eggum und Kristin A. Sandberg. (pvs)



Siehe auch:
Jan Eggum

   

Brevet
(1995, Kirkelig Kulturverksted FXCD 149)

Weich und licht singt Silje ihren norwegischen »BREVET« an einen verflossenen Liebsten. Manchmal klingen ihre Herzensangelegenheiten – wie auf den Leib getextet von Meistern wie Jan Eggum, Ole Paus oder den auch für Morten Harket tätigen Håvard Rem – melancholisch wie bei »Gå En Annen Vei«, ruhig begleitet von Bugge Wesseltoft am Klavier und Nils Einar Vinjor als Gitarrist.

Zumeist schmeichelt Siljes Norwegisch dem Ohr jedoch fröhlich und entspannt, wie etwa bei »Så Nær, Så Nær«, wo Bjørn Kjellemyrs Bass und Eivind Aarsets Gitarre regieren. Einige der Songs wurden übrigens gern nachgespielt: Ein Hong-Konger Musiker nahm den Titelsong »Brevet« für den asiatischen Raum neu auf, und die englische Version von »En Og En« fand Verwendung im koreanischen Film »Interview«. (pvs)



Siehe auch:
Jan Eggum
Ole Paus
Eivind Aarset
Morten Harket



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