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Alle Rezensionen zu Jouhiorkesteri
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Nikodemus
(2008, Ääniä AANIA-5)

Wir fassen uns alle an den Händen und tanzen einen mittelalterlichen Reigen. Das Jouhiorkesteri, »Rosshaarorchester«, lässt ein Instrument wiederaufleben, welches fast so alt ist wie die Kantele: Jouhikko, die Bogen-Lyra. Dieses Tonwerkzeug war rund um die baltische See ebenso verbreitet wie die gezupft gespielte Lyra – und erlebt nun gerade ein Revival, dank Gruppen wie Värttinä oder eben jenem Jouhiorkesteri. Das finnische Quartett intoniert auf seinem Debüt »NIKODEMUS« unter anderem Lieder von Feodor Pratšu, Hans Renqvist und Nikodemus Hirvonen. Dabei beschränken sie sich nicht auf die Jouhikko, Marianne Maans und Pekko Käppi greifen auch zum Mikro, Rauno Nieminen bedient Maultrommel oder Kantele, Ilkka Heinonen geigt zudem auf Alt/Bass-Lyren.

Das Spektrum der zehn Stücke reicht von fröhlich beschwingter Tanzmusik bis zu deprimierten Weisen, teils rein instrumental, teils mit weiblichen, männlichen oder gemischten Gesängen. Wer mit dieser Art von stark gewöhnungsbedürftiger Musik nichts anfangen kann, der lasse besser die Finger davon. Wer allerdings eine gewisse Vorliebe für mittelalterliche Musik hegt, der begegnet hier Künstlern, die mit großer Leidenschaft und Können agieren: So beherrscht Pekko auch »Runo«-Gesänge, hat bereits 2001 sein Debüt veröffentlicht, von Marianne erschien 2004 ebenfalls ein Solowerk, Rauno ist nicht nur Musiker, sondern obendrein Instrumentenbauer und Ilkka spielt neben seinem Studium an der in Sibelius Akademie noch in weiteren Kapellen. (nat)



Siehe auch:
Värttinä
Ruuti
Ilkka Heinonen Trio
Pekko Käppi

 Jouhiorkesteri: Nikodemus

Offizielle Website

Offizielle Website      jouhiorkesteri.com/en/



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