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Alle Rezensionen zu Finntroll
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Nattfödd
(2004, Century Media/SPV 77477-2)

Das uneheliche Humppa-Metal-Kind Finntroll meldet sich mit »NATTFÖDD« aus den finsteren Wäldern Finnlands zurück – und wie! Bereits der Opener »Vindfärd I Människopesten« vereint auf wundersame Weise Metal, Melodie, Theatralik und Heldengesänge. Der Übergang zum zweiten Track erfolgt so mühelos-nahtlos, als wäre es einer – auch wenn sich dieser als Folk- und Humppa-lastiger mit russischem Touch entpuppt. Im wilden Mix vereint, reiht sich nun Stück an Stück (»Trollhammeren« schleicht sich im Mittelalter-Gewande in die Ohrmuscheln), bis man sich beim Ausklang »Rök« verwundert die Augen reibt und fragt: War's das etwa schon? Leider ja.

Respekt! Stiegen die Mannen doch wie Phönix aus der Asche, nachdem Sänger Katla wegen eines Stimmband-Tumors die Band verlassen musste und im März 2003 Gründungsmitglied Somnium starb. Wilska, der neue Troll am Mikro, zeigt sich als würdiger Nachfolger. (nat)



Siehe auch:
Windir
Timo Rautiainen
Moonsorrow
Verschiedene: Spikefarm Sampler Vol. 2 – 2003


Zum Artikel über Finntroll

 Finntroll: Nattfödd

Offizielle Website

Offizielle Website      www.finntroll.net

   

Blodsvept
(2013, Century Media ?)

Man kann die Uhr nach ihnen stellen: Exakt alle drei Jahre erweitern Finntroll ihre Diskografie. Das neuste Werk nennt sich »BLODSVEPT« … und selbst wer die Scheibe mit verbundenen Augen einlegte, könnte schon nach den ersten Takten des eröffnenden Titelsongs die Band benennen. Unverkennbar, dieser angeschwärzte Humppa Metal der finnischen Trolle.

Das anschließende »Ett Folk Förbannat« schunkelt eine ganze Ecke zackiger – und durchgeknallter – aus den Boxen. Apropos durchgeknallt: Im theatralischen »Rösets Kung« verstecken die Nordmänner New Orleans Dixie-Sound, in »Skogsdotter« gar Swing mit sich duellierenden Banjos. Ein toller Sechstling: Roh, kraftvoll, melodisch, überraschend.

PS: Den 43-Minüter gibt es auch als limitierte CD-Box (inklusive Magnet und Armband); das Cover entwarf Gitarrist Skrymer. (nat)

   

Nifelvind
(2010, Century Media 9979602)

Alle drei Jahre wieder toben die finnischen Trolle durch die Metal-Landschaft: 2004 mit »NATTFÖDD«, 2007 mit »UR JORDENS DJUP« und 2010 mit NIFELVIND«. Mit Schamanengesängen im eröffnenden »Blodmarsch« stimmt das Sextett den Hörer auf die kommende Dreiviertelstunde ein.

Doch wer nun denkt, hier wird elf Songs lang in fröhlicher Humppa-Manier geschunkelt, der irrt sich. Schon im nachfolgenden »Solsagan« steckt eine ordentliche Dosis Death Metal. Im weiteren Verlauf schütten Finntroll um Sänger Vreth überdies einen kräftigen Schuss Schwarzmetall in ihren Folk-Death-Trunk und garnieren ihn mit einem nordischen Häubchen nordischer Mythen. War der Vorgänger das unbändigste Werk in der Bandgeschichte, so ist dies das Durchdachteste. Alte und neue Trollfreunde, reingehört! (nat)

   

Ur Jordens Djup
(2007, Century Media/SPV 77619-2)

Aus der Tiefe der Erde, »UR JORDENS DJUP«, kehren die lang vermissten Trolle zurück. Drei Jahre nach »NATTFÖDD« poltern sie endlich erneut durchs Gehölz. Aber wie! Das vierte Album ist definitiv das unbändigste und unterhaltendste der Bandgeschichte. Als hätte er nie anderes getan, faucht der mittlerweile dritte Fronttroll Vreth grimmig voraus; die Instrumentalisten toben im Humppa-Rhythmus hinterher.

Das Sextett wirbelt starke 55 Minuten Metfässer rollend durch die (Finn)lande. Wer nicht rechtzeitig seine Türen verrammelt, den fangen die Trolle mit ihrem unzerreißbaren Folk Metal-Geflecht ein; willenlos ausgeliefert hüpft er sodann hinter ihnen her. Kauft den Silberling und folgt den Trollen! Anmerkung für Sammler: Es gibt ihn ferner als limitierte Ausgabe mit Bonus-DVD live vom Wacken Open Air 2006. (nat)

   

Visor Om Slutet
(LP, 2003, Spikefarm/Indigo 038272-2)

Wer Finntrolls erste beiden Alben kennen und lieben gelernt hat, wird der dritten CD sehnsüchtig entgegengefiebert haben. Metal-Fans dürften jedoch maßlos enttäuscht – oder zumindest sehr überrascht – sein angesichts dieser auf akustischen Instrumenten eingespielten Mini-CD.

Wie schon bisher sind die Jungs immer für eine Überraschung gut– diesmal durch einen Abstecher in die Folklore. Wuchtige Gitarrenriffs und Grunzgesang bleiben völlig aus. Dafür findet man sehr melodisch-gefühlvolle und »trollische« Titel, die trotz bisweilen experimenteller Ausrichtung zu gefallen wissen. (hog)

   

Jaktens Tid
(2001, Spikefarm/Century Media 77377-2)

Finntroll - das ist Abwechslung in Reinkultur! Selten zuvor hat man eine Band gehört, die auf derart schlüssige Weise Stile zu vermischen versteht wie die Mannen um Leadsänger Katla. Teilweise klingt das Ganze melodisch mit klassischem Touch, dann wieder rollen wieder knallharte Gitarrenriffs an, gefolgt von Folk-Klängen. Ja, richtig gelesen – Folk! Klingt verrückt und das ist es auch!

Vor dem Hören hätte ich nie erwartet, dass mir finnische Volksmusik vermischt mit Metal derart viel Freude bereiten würde wie das Meisterwerk dieser trolligen Finnen! Jeder der 13 Tracks bietet jedoch Besonderheiten und Überraschungen, weshalb »JAKTENS TID« in keiner gut sortierten Metal-Sammlung fehlen sollte. (hog)

   

Midnattens Wunder
(1999, Spikefarm/Indigo 9585-2)

Schon mit ihrem Debüt machten Finntroll durch ihren sehr eigenen Stil auf sich aufmerksam. Klassische Ansätze in Zusammenhang mit Metal waren nichts Neues, aber finnische Polkaklänge mit einfließen zu lassen – das gab es in der Form noch nie.

Kreischgesang, harte Gitarrenriffs in trauter Eintracht mit Umtatata-Klängen und akustischen Gitarren – eine geniale Mischung! Headbangen und mitschunkeln: All das ist bei Finntroll möglich. Eine Pflichtanschaffung für alle Metalfans, die auch nur halbwegs offen für neue Hörerlebnisse sind! (hog)



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