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Alle Rezensionen zu Helene Blum
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Dråber Af Tid
(2017, Pile House Records/Westpark PHR 1117 / WP 87331)

Was für eine Stimme, was für Songs! Helene Blum ist auf dem musikalischen Olymp angekommen, so gut war sie noch nie. Ihre unendlich klare Sopran-Stimme fliegt wie ein Vogel über wunderbare Songs, deren Musik fast komplett von ihr selbst stammt. Irgendwo zwischen Folk und Pop und Chanson könnte man das musikalisch verorten, aber es ist zeitlose moderne akustische Musik.
Im Grunde muss man jeden Song loben und lieben: Aus zwei dunklen Pianotönen erwächst »En Lille Dråbe Blood«, schon hier feiert der frühere »dänische Folk-Engel« eine ergreifende Melodie. Das romantische Liebeslied »Friheden Station« hat eine so unfassbar schöne Melodie, dass nicht mal Textzeilen wie »Da du tog min hånd på Friheden Station / Tiden gik i stå / Da du tog min hånd på Friheden Station«, dt: »Dann nahmst du meine Hand an der Freiheitsstation / Die Zeit stand still / Als du meine Hand nahmst an der Freiheitsstation« kitschig klingen – dieser Stimme nimmt man alles ab.

In »Tusind Tanker« begleiten sie nebst Piano nur Flügelhorn, Posaune und French Horn. Bezaubernd auch »Som Stjernerne På Himlens Blå«, bei dem sie mit zwei weiteren Sängerinnen herrlichen Satzgesang bietet und ein feines Mandolinen-Solo von Rasmus Zeeberg. Den Abschluss leiht sie sich von Dänemarks Nationalkomponisten Carl Nielsen: Bei »Solen Er Så Rød Mor« lässt sie sich nur vom Piano begleiten und singt fast ohne Vibrato ausgesprochen klar.

Das Klangbild der CD ist ausgesprochen luftig, hier ist nichts überflüssig oder überproduziert. Geholfen haben ihr die üblichen Verdächtigen, ihr Gatte Harald Haugaard (Violine), Mikkel Grue (Gitarre), Kristine Elise Pedersen (Cello), Tapani Varis (Kontrabass), Christoffer Møller (Piano) und Sune Rahbek (Percussion), sogar Palle Mikkelborg schaut mit seiner Trompete vorbei. »DRÅBER AF TID« ist schon jetzt ein ganz heißer Tipp auf die CD des Jahres. (tjk)



Siehe auch:
Harald Haugaard
Palle Mikkelborg


Zu den aktuellen Tourterminen von Helene Blum

Helene Blum: Dråber Af Tid

Offizielle Website

Die CD »Dråber Af Tid« war »CD des Monats« im Monat 1 / 2017.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Mensch Tim, nun habe ich deine Rezensionen der Platten von Helene Blum stets mit Interesse gelesen und habe trotz Neugierde nie eine Scheibe von ihr erworben. Diesmal muss es anders werden: Die CD kauf ich mir auch!
Ingo J. Biermann

Hach, da geht mir das Herz auf! Ein ganz heißer Tipp in dieser eisigen Jahreszeit, fürwahr!
Leif Haugjord

Tim, bei Helene Blum kommst Du ja richtig ins Schwärmen! Und völlig zu Recht! Denn die dänische Musikerin mit der wunderbaren Stimmme schafft es, sich ihre ganz eigene Nische weit jenseits der Folk-Ecke zu erschaffen!
Eva-Maria Vochazer

Schon lange beobachte und schätze ich sie. Und – man mag es sich einbilden, aber in der Tat meint man im schmeichelnden Necken und dem gegenseitigen Erhaschen von Stimme und Geigenmelodie die Liebe des Ehepaares Blum und Haugaard zu spüren ... letzterer übrigens einer der besten Geiger seines Landes.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.heleneblum.dk

   

Men Med Åbne Øjne
(2012, Pile House Records/Westpark PHR 0612 / WP 87241)

Helene Blum nähert sich auf ihrem vierten Soloalbum der Popmusik an: die dänische Folklore weht noch zur offenen Tür herein, aber im Studio sind neben ein paar Fiedeln und Piano auch E-Gitarren und Schlagzeug.

Sie schreibt nach wie vor feine Melodien, die aber nicht alle auf Anhieb treffen. Viele melancholische Momente herrschen auf dieser CD vor, Helene Blum bevorzugt sanftere Klänge und ein langsames Tempo. »Hjertet Ved« mit einem Text von Hans Christian Andersen und der Violine von Gatte Harald Haugaard ist ergreifend schön, das Abschiedslied »Når Først Vi Har Sagt Farvel« mit Martin Simpson schrammt hart an der Kitschgrenze. (tjk)



Siehe auch:
Harald Haugaard & Anders Mogensen
Haugaard & Høirup

   

Liden Sol
(2010, Pile House Records/Westpark PHR 0410)

Genau auf ihrem Weg geht Helene Blum weiter: sie schreibt gute Songs, die auf dänischer Folklore basieren, aber genauso von der Singer-/Songwriter-Kunst beeinflusst sind. Die »Kleine Sonne«, so der Albumtitel, verweist auf den Winter als die bestimmende Jahreszeit für diese Aufnahmen.

Selbstverständlich war Ehemann Harald Haugaard wieder mit Violine und als Produzent dabei, dazu die bewährte Band des auch als Duo agierenden Paares. Frappierend die sehr emotionale Stimme von Helene Blum, ganz toll ist »Decembernat«. »LIDEN SOL« ist ein sehr schönes Kleinod von kaum 32 Minuten, bei ihr klingt nicht einmal das a capella gesungene Weihnachtslied »Fryd Dig, Du Kristi Brud« kitschig. (tjk)

   

En Gang Og Altid
(2009, Pile House Records/Westpark PHR0209)

Ganz entzückend. Das zweite Album dieses dänischen »Folk-Engels« zeigt all das, wofür man Helene Blum so liebt: ihre kristallklare und wohltönende Stimme, eine routiniert agierende Begleitband und ergreifende Kompositionen, die zwar noch Erdung im dänischen Folk-Erbe erkennen lassen, ansonsten aber dem modernen Singer/Songwriter-Gewerbe zuzuordnen sind. Unter den zwölf Songs – eine ausgewogene Mischung aus Traditionals, Eigen- sowie Fremdkompositionen – gibt es keinen einzigen Aussetzer, so dass diese CD das Debüt sogar noch übertrifft, und dafür erhielt Helene Blum auch schon den „Danish Music Award“.

Übrigens: Die meisten Songs produziert und mit seinem Geigenspiel veredelt hat Helenes Ehemann Harald Haugaard, der mit Gitarrist Morten Høirup noch bis vor kurzem in einem der besten dänischen Folk-Duos spielte. Welch glückliche Verbindung von Talenten, denn im Team sind die beiden Liebenden am besten! (peb)



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