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Alle Rezensionen zu 1349
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Revelations of the Black Flame
(2009, Candlelight CANDLE261CD)

Zwiespältig ist sie, die neue Scheibe von 1349 um den Satyricon-Schlagzeuger Kjetil »Frost« Haraldstad. So zelebriert die 1997 in Alvheim gegründete Truppe auf »REVELATIONS OF THE BLACK FLAME« eine Art »Dauer-Intro«: Viel Ambientgeplätscher statt heftigen Schwarzmetall-Gewitters; wenig erinnert an frühere Zeiten – Stichwort: »HELLFIRE« (2005). Der Bandname bezieht sich übrigens auf das Jahr 1349, in dem die Pestepidemie Norwegen heimsuchte und die Bevölkerung stark dezimierte – apropos: Stark dezimiert wird hier auch der Black Metal-Anteil:

Während Fronter Ravn röchelt und faucht, schreddern Gitarrist Archaon und Basser Seidemann selten heftig über ihre Instrumente wie in »Maggot Fetus… Teeth Like Thorns« oder »At The Gate...«, meist dominieren düster-atmosphärische (Füll-)Passagen wie »Horns« oder »Solitude« den Dreiviertelstünder. Fazit: Fans der frühen Veröffentlichungen, werden sich mit den neuen 1349 schwer tun – vielleicht hätte sich Norwegens Ex-Knüppelbande passend zum radikalen Stil auch einen neuen Namen überstülpen sollen. (nat)



Siehe auch:
Satyricon

 1349: Revelations of the Black Flame

Offizielle Website

Offizielle Website      legion1349.com

   

Massive Cauldron Of Chaos
(2014, Indie Recordings/Soulfood -)

Endlich gibt es wieder ein Lebenszeichen von Frosts Zweitcombo 1349. »MASSIVE CAULDRON OF CHAOS« heißt das gute Stück, das ein brachiales Stück Schwarzmetall geworden ist. Statt zu Ambient-Anleihen wie auf dem Vorgänger »DEMONOIR« greifen die Norweger dieses Mal in die Thrash-Kiste, mal mehr (»Excorcism«), mal weniger tief (»Slaves«). Auch tauchen auf dem 39-Minüter immer wieder auf Heavy-Elemente auf.

Leicht punkige Ansätze verstecken sich dagegen im von Satyricon-Schlagwerker geschriebenen »Golem«, der auf dem Sechstlinge perfekt präzises Hochgeschwindigkeitsdrumming abliefert – aber nicht mehr. Wer sich von Frost die gleiche Variabilität (und eine adäquate Produktion) wie bei seiner Stammkapelle erhofft, kann hier nur enttäuscht werden. Aber wer einfach auf soliden, brutalen, nordischen Black Metal abfährt, kann bedenkenlos zum Hexenkessel (cauldron) greifen. (nat)

   

Demonoir
(2010, Indie Recordings/Soulfood ?)

»DEMONOIR« ist ein diabolisches Stück Black Metal, dessen lange Lieder durch Ambientpassagen (»Tunnel Of Set VI bis XVII«) unterbrochen werden. Ein Zwitter aus dem Vorgänger »REVELATIONS OF THE BLACK FLAME« und »HELLFIRE« also. Zahlreiche Tempowechsel und kleinere Varianten, von der entfesselten Leadgitarre in »Psalm 777« über dämonisch gesprochene Textzeilen in »Atomic Chapel«, durchziehen Album Numero Fünf.

Das Schöne: Der 49-Minüter steigert sich von Song zu Song. Vorläufiger Höhepunkt ist »The Devil Of The Desert«, das infernalische dahingewittert bis es nach einer ruhigen Klavierweise verstummt. Den finalen Schluss- und Höhepunkt setzt das Titelstück, das in punkto morbider Mystik diversen Ergüssen diverser Genrekollegen die rote, padon schwarze, Schlussleuchte zeigt. (nat)



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