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Alle Rezensionen zu Katzenjammer
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Le Pop
(2009, Nettwerk Records/Soulfood 5 037703 0854288)

Man gestatte mir, einen Kollegen zu zitieren angesichts dieser schrägen Folk-Melange der vier Norwegerinnen: »Eine Mischung aus osteuropäischer Folklore, den B-52s, den Schwestern Kate & Anna McGarrigle, seekrankem Bluegrass, Country Blues und einem Karneval Orchester auf der Flucht«. Was Katzenjammer – wer hat ihnen nur diesen Namen eingeredet? – da auf Balalaika-Bass, Mandoline, Akkordeon, Banjo, Tuba, Klavier und vielen weiteren Instrumenten zustande bringen, klingt in der Tat herzerfrischend bunt und lebensfroh.

Solveig Heilo, Anne Marit Bergheim, Turid Jørgensen und Marianne Sveen wandeln im Prinzip auf den Spuren von Kaizers Orchestra, aber weit weniger polternd, rabiat und rockig – eben einfacher »femininer«. Songs wie »Hey Ho On The Devil's Back« oder »Play My Darling Play« reißen aber dennoch mit durch ihren feucht-fröhlichen Schunkel-Charakter und süßen Charme der jungen Damen. Kommt live gut, nicht nur optisch! Das heimische Publikum hat das schon kapiert, denn Katzenjammer haben trotz ihres Newcomer-Status zweimal das Osloer Rockefeller ausverkauft. (peb)



Siehe auch:
Dandylion

 Katzenjammer: Le Pop

Offizielle Website

Die CD »Le Pop« war »CD des Monats« im Monat 8 / 2009.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Jo, diese Mädels sollten tatsächlich mal mit den Kaizers kollaborieren! Ihr Album macht echt Spaß - die "Genre Grenzen? Quatsch!"-Haltung ist einfach nur erfrischend. Das muss man aber auch erstmal können, sich in so vielen Schubladen gleichzeitig zu bedienen. Bei Katzenjammer passt's technisch und ist dabei keine Spur crossover-krampfig. Eins, zwei, drei: Losschunkeln!
Sebastian Pantel

Teufel auch, macht diese CD Spaß! Diesen Norwegerinnen graust es vor nichts, mit Karacho und Können reißen sie stilistische Grenzmauern ein, aber sie wissen immer genau, was sie tun. Hinter der vordergründig enorm spaßigen Kirmesmusikattacke verbirgt sich Virtuosität und Liebe zum Detail. Schunkeln mit Hirn - wann hat's das schon mal gegeben?
Tim Jonathan Kleinecke

Halt, halt, halt! Wollen wir doch nicht vergessen, dass die Norwegerinnen zwar ausgesprochen gekonnten Lärm machen, aber auch ein ausgesprochenes Händchen für die ruhigen Töne haben. Mädchengeschichten eben, mit viel Gefühl und großäugiger Naivität. Und die sind auf diesem wunderbaren Gute-Laune-Album genauso gelungen wie die all die schon fast dusselig machenden Tanzkracher!
Eva-Maria Vochazer

Du brauchst unbedignt auch das »EPK«, teilte mir die Plattenfirma mit. Für diejenigen, die nicht wissen, das das ist: Ein »Electronic Press Kit« ist meist ein kleines Filmchen mit einigen Hintergrund-Infos für uns Schreiberlinge. Jedenfalls: Dort sieht man die vier rotzfrechen und trotzdem vor Charme strotzenden Mädels über die Bühne fegen, und das beeindruckt. Ich werde in der ersten Reihe stehen.
Leif Haugjord

Offizielle Website      www.katzenjammer.no

   

A Kiss Before You Go
(2011, Vertigo/Universal 06025 2773006)

31 Instrumente spielen die vier Norwegerinnen auf ihrem Zweitling, und aus ebenso vielen Schubladen der Musikgeschichte bedienen sie sich – kein Wunder, dass sie da ein paar Lampen brauchen, um den roten Faden zu finden.

Trotz allem Charme gelingt das nicht recht. Viele Songs für sich allein sind richtig stark: der Shanty »I Will Dance«, das keltisch angehauchte »Rock-Paper-Scissors« oder der Girlie-Pop-Kracher »Loathsome M«. Einen Skurrilitäts-Punkt gibt es für das Genesis-Cover »Land Of Confusion«, da kommen sie den finnischen Humppa-Berserkern Eläkeläiset gefährlich nahe. Aber es gibt auch einige schwächere Songs (»Soviet Trumpeter«), und alles zusammen ist doch eine ziemliche Rumpelkammer. (tjk)



Siehe auch:
Eläkeläiset



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