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Alle Rezensionen zu Stupidity
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Illegal U-Turn
(2009, Golden Core GoFast 120)

Wie viele Akkorde beherrschen die Blues Brothers? Müßige Frage, wo es hier doch nur um Gefühl und Härte geht! Um den größtmögliche Körpereinsatz beim Bedienen der Instrumente. Um schweißtreibende Coolness. Genauer gesagt: Um das Grundgerüst. Nicht mehr und nicht weniger. Und genau das ist es, was das Quartett aus Stockholm auf seinem zweiten Album »ILLEGAL U-TURN« liefert: Den gradlinigen, ehrlichen, schmutzigen Rock. Den aus der Garage im Gewerbegebiet, wo sich sonst nach Einbruch der Dunkelheit keiner mehr hintraut. Schnörkel, Verspieltheit, Tändeleien? Bitte drei Türen weiter. Das sorglose Herumtollen mit der Musik überlassen wir den Poppern. Uns ist es ernst. Todernst.

Dass bei Variationsbreite und Themenvielfalt bei den vier Schweden große Leerstellen klaffen, dürfte nur die Feingeister stören. Und die machen sich ohnehin nicht auf den Weg in die abgebuffte Vorstadtkneipe, wo sich Kapellen wie Stupidity austoben. Wo die Umgangsformen rüpelhaft sind und ein Ellbogeneinsatz unweigerlich mit Gleichem vergolten wird. Viel interessanter dürfte die Beantwortung der Frage sein, wer in dieser Band das größte Rock'n'Roll Animal ist. Die Fans dürften wohl die megacoole Basserin Miss Anna favorisieren, die stoisch im Minirock ein wüstentrockenes Fundament für die Berserkerein ihrer Mitstreiter zementiert. John Belushi und Dan Aykroyd wären hingerissen. Und wir vielleicht auch. Für einen betrunkenen Abend in der Unterstadt. (emv)

 Stupidity: Illegal U-Turn

Offizielle Website

Offizielle Website      www.stupidity.se

   

10 Years Of Stupidity
(2017, Go Fast Records GoFastC110)

Durhaltevermögen haben sie unbedingt, diese rauhbeinigen Schweden: Mit »10 YEARS OF STUPIDITY« feiern die Garagenrockster Stupidity zehn Jahre Bandgeschichte mit einer Compilation von Songs aus einer Dekade. Da Trommeln zum Geschäft gehört, verweist man zum Jubiläum stolz auf 30.000 Fans auf Facebook und viele lobende Worte von Little Steven. Der Altmeister hat einige Stupidity-Songs sogar für den Soundtrack seiner Serie »LILLYHAMMER« ausgesucht, was zu diesem norwegischen Mafia-Epos mit Little Steven als Mobster im Exil bestens passt.

Dass Stupidity vor allem mit Spielfreude, Straßenköter-Credibility und jeder Menge Coolness überzeugen, aber weniger durch Originalität oder Innovationsfreude - geschenkt! Die Schweden betreiben ihr »Hobby« mit einer Leidenschaft, bei der sich manch andere Band etwas abgucken könnte. Lieb und brav werden die Musiker auch im fortgeschrittenen Alter nicht: Hier wird unverdrossen alles niedergewalzt, was sich unvorsichtigerweise in den Weg stellt. Quentin Tarantino müsste eigentlich bekennender Fan dieser Band sein! (emv)

Video-Link



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