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Alle Rezensionen zu Randi Tytingvåg
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Red
(2009, Ozella Music OZ 026 CD)

Nach mehreren kleinen Veröffentlichungen hat die 1978 geborene Randi Tytingvåg ein Label gefunden, das ihr internationale Aufmerksamkeit ermöglicht. Diese hat die Sängerin aus Stavanger auch verdient. Auf ganz eigener Spur ist sie unterwegs, verbindet Jazz mit Folk, Tango, Klassik und Einflüssen aus Cabaret, Klezmer und Weltmusik, verwendet auch Elektronik. Außer einem reizvollen Cover von Cole Porters »My Heart Belongs To Daddy« stammen alle Kompositionen und Texte von ihr selbst. In »RED Or Dead« beschwört sie über sanften Grooves die Farbe Rot, »Queen And King« spielt mit Reggae-Rhythmen, »Song For Alice« ist wie die Mehrzahl ziemlich ruhig.

»Cohesion« hingegen betört mit einem unterschwelligen, fast hypnotischen Groove. Die Band hat bei »Big In China« mehr Raum. Randi Tytingvåg arrangiert ihre Songs sehr sorgfältig; zum Klang tragen neben Anders Aarum (p, key, perc, prog), Jens Fossum (b), Jan Martin Smordal (g), Håvard Fossum (sax, cl) und den Percussionisten Ivar Thormodsæter und Eirik-André Rydningen besonders Espen Leite (acc) und Svante Henryson (cello) bei. Eine feine CD, bei der sich offene Ohren und wacher Geist empfehlen. (tjk)



Siehe auch:
Tytingvåg Ensemble

Randi Tytingvåg: Red

Offizielle Website

Offizielle Website      www.tytingvaag.no

   

Three
(2015, Emotion ACT EMO 4002)

Herzallerliebst! Und nicht nur das, sondern richtig gut! Randi Tytingvåg ist eigentlich eher in Jazz-nahen Gefilden unterwegs, hier wandelt sie fast auf Country-Pfaden. Sie wagt etwas, sie zieht bekannte Songs aus, reduziert sie auf das Wesentliche und bastelt ein schönes einfaches Gewand um die Melodien und um ihre Stimme.

Diese Stimme hat nämlich weit mehr als den mädchenhaften Anteil, der natürlich auch hier aufscheint. Sie hat noch andere Facetten auf Lager und kann ihre Stimme und Phrasierung sehr variabel einsetzen. Aber der Reihe nach: Der Albumtitel bezieht sich auf die Anzahl der beteiligten Musiker: Außer ihr sind nur noch Dag S. Vagle an der Gitarre und als Sänger und Erlend Aasland mit von der Partie. Letzterer sorgt mit Banjo, Tenor-Gitarre, Cavaquinho und Background-Gesang für viel klangliche Abwechslung.

Für diese Besetzung hat sie die passenden Songs ausgewählt: Cole Porters »Don’t Fence Me In« oder Tom Waits‘ »You Can Never Hold Back Spring« sind sehr gut, ebenso Gillian Welchs »Hard Times«. Tytingvåg hat sechs eigene Songs in ihren kleinen feinen neuen Kosmos eingebaut, die keineswegs abfallen: »Keep Walking« mit sehr schönem Satzgesang gehört sogar zu den Highlights. Und sie schafft es tatsächlich, so völlig totgeträllerte Songs wie »Que Sera Sera« oder »What A Wonderful World« nicht albern, sondern einfach schön klingen zu lassen. Unbedingt hörenswert auch ihre Version von Joni Mitchells »Both Sides Now«.
(tjk)

   

Grounding
(2011, Ozella Music OZ 040)

Wo ist sie hin, die musikalische Individualität von Randi Tytingvåg? Ihre Fähigkeit, verschiedene Einflüsse zu einem ganz eigenen Kosmos zu verschmelzen? Zumindest das erste Hören enttäuscht. Aber langsam, lieber noch ein paar Mal unvoreingenommen hören.

Auf »GROUNDING« versteht sich die Norwegerin als Singer-Songwriterin – Suzanne Vega kommt hier und da in den Sinn, auch Sophie Dunér. Sie singt über ihre Ungeduld (»Impatience«), gerät ins Philosophieren, beschäftigt sich mit sich und auch mit »Paper Tiger«. Über öfters hypnotischen Rhythmen von Pål Hausken (dr, perc) und Jo Berger Myhre (b) entfaltet Ivar Grydeland herrlich verzweigte Landschaften aus verschiedenen Gitarren-, Lap Steel- und Banjo-Sounds. Mehr Instrumente gibt’s nicht, braucht’s auch nicht, denn Randi Tytingvåg hat sich hier sauber geerdet. Schadet auch mal nicht. (tjk)

   

Let Go
(2010, Ozella Music/Galileo OZ 031 CD)

»LET GO« entpuppt sich als keine »neue« CD von Randi Tytingvåg, sondern bereits 2006 erschienen, wird aufgrund des Erfolges von »RED« aber nun international herausgebracht.

Ihr ausgesprochen eigenständiger Stil ist auch hier schon zu hören, am Instrumentarium mit Violine (Ola Kvernberg), Akkordeon (Espen Leite) und Klarinette (Morten Michelsen), aber ohne Drums. Aber dieser ungewöhnliche Klang passt zu ihren Songs, die gekonnt zwischen Chanson, Klezmer, Jazz und Pop balancieren und dabei nie abzustürzen drohen. Ihre Stimme und Gesangsstil ist ohnehin unverwechselbar. Sehr gut gelungen ist ihr der Tango »Between Us«, aber ebenso »Beautiful«. (tjk)



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