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Alle Rezensionen zu Kerstin Blodig
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Nordisk Sjel
(2008, Westpark/Indigo 87160)

Die Ähnlichkeiten zwischen gälischer und skandinavischer Musik waren ihr schon immer geläufig, erzählte die Berlinerin im Interview. Als Halbnorwegerin versteht sie skandinavisch perfekt, aber auch gälisch singt sie fließend. Letzteres kommt bei ihren Gruppen Talking Water, Touchwood und Norland Wind zum Einsatz, die norwegischen Lieder jedoch eher auf den Solo-Alben. Mit »Nordisk Sjel« präsentiert sie nun eine Song-Zusammenstellung aller Projekte, aber auch sechs neue Songs, die zusammen mit dem Schotten Ian Melrose entstanden sind.

Man findet bei »Seagulls« stimmige Fernweh-Träumerein, mit »Liti Kersti og Elvekongjen« eine feine Neufassung dieser alten Troll-Ballade, und die balladesken Pop-Nummern von Talking Water bringen dank der Drums zwischendurch etwas Druck ins Repertoire: für alle Liebhaber entspannter Musik à la Kari Bremnes und Friedemann ein Muss. Und stets setzt der von Tonmeister Jörg Surrey klangtechnisch hervorragend eingefangene Acoustic-Sound noch das Sahnehäubchen auf. Sympathisch auch der Hinweis im Booklet: »Kerstin Blodig spielt eine Gibson L-60, eine Martin D-28 und singt mit der Stimme einer Nichtraucherin.« (peb)



Siehe auch:
Wolfgang Meyering & Malbrook
Kelpie


Zum Artikel über Kerstin Blodig

Kerstin Blodig: Nordisk Sjel

Offizielle Website

Offizielle Website      www.kerstinblodig.de

   

Out Of The Woods
(2015, Stockfisch Records)

Wenn sich die deutsch-norwegische Musikerin mitten in den Wald begibt, dann zwitschern schon mal die Vögel zu ihrer anmutig folkigen Tönen! Kerstin Blodig taucht auf »OUT OF THE WOODS« ab in tiefgrüne Wälderfluten: Die Aufnahmen entstanden auf einer sommerlichen Waldlichtung in einem der größten geschlossenen Waldgebiete Deutschlands, dem Solling. Die Sängerin und Gitarristin hat hier einige ihrer Lieblingslieder neu aufgenommen und ihre treuesten Mitstreiter auf in den frühlingsfrohen Forst gelockt, darunter Huldrelokk-Elfe Mia Gunberg Ådin an der Nykkelharpa, Liv Vester Larsen an der Fiddel, Ian Melrose von Kelpie an der Gitarre und Urs Fuchs am Bass. Dazu gesellten sich noch zwei Gastmusiker, Manni Leuchter am Akkordeon und Yogi Jockusch an der Percussion. Ganz schön was los im Wald!

Mal frühlingshaft beschwingt, mal temperamentvoll, mal sanft und nachdenklich: Kerstin Blodig und ihre bestens aufgelegten Mitmusiker schlagen hier einen weiten Bogen zwischen skandinavischen und Schottland. Das Spiel in freier Natur, nur umgeben von wenigen Tontechnikern, scheint sie beflügelt zu haben! Und am intensivsten wirkt dieses Album tatsächlich dann, wenn die Waldvögel in diesen Wohlklang einstimmen! (emv)



Siehe auch:
Huldrelokkk
Kelpie

   

Trollsang
(2005, Westpark/Indigo 87107)

Sie hat eine Schwäche für gute, perkussiv spielende Gitarrist(inn)en wie Michael Hedges oder Vicki Genfan, erzählte Kerstin Blodig im Interview. Das hörte man noch nie so deutlich wie auf »TROLLSANG«, wo die Berlinerin mit norwegischem Stammbaum virtuos tappt und slappt und das groovende Treiben mit schwebenden Flageoletten garniert. Doch auch ihr Gesang hat an Eindringlichkeit, an Faszination gewonnen. Oder liegt es nur daran, dass sich die bislang eher für ihre keltischen Lieder bekannte Sängerin diesmal ganz auf norwegische Mittelalterballaden (und im selben Stil selbst Komponiertes) konzentriert hat?

Gern gecoverte Songs wie die Hochzeitsballaden »Snåle Mi Jente« und »Vänner Och Fränder« meistert sie mühelos; die eher unbekannten, scheuen Beiträge wie die zauberhafte Sonnenschein-Hymne »Solbønn« oder der archaisch inszenierte Psalm »Mariavise« treffen aber noch wesentlich tiefer ins Herz. Der CD-Titel? Ein Trollgesang wirkt wie ein musikalischer Zauber, dem man sich nicht entziehen kann. Stimmt. (peb)

   

Valivann – Rhythmic Ballads From Both Sides Of The North Sea
(2002, Westpark/Indigo WP 87088)

Was hat eine mit dem Preis der deutschen (!) Schallplattenkritik ausgezeichnete CD auf unserer Site zu suchen? Schnell erklärt – die Berlinerin Kerstin Blodig studierte Musikwissenschaften und Nordistik in Berlin und Bergen, mit dem Schwerpunkt »skandinavische Musik«.

Ihr Projekt Valivann hat die Sängerin gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Partner Mick Franke ganz dem Wasser gewidmet, betrachtet aus Sicht der keltischen und skandinavischen Anrainerstaaten. Schnell wird deutlich, wie sehr sich die urwüchsigen Balladen der verschiedenen Länder doch ähneln. Kerstins sanfte, ja zärtliche Stimme lässt dabei die teilweise blutigen Texte in einem irisierenden Licht erglühen. Baumelt z.B. »Mystical Man« in einem Gefühl der Geborgenheit, so formiert sich »Kjetta« zur Synthese aus Dancebeats und norwegisch-irischem Melodienschatz. (rab)

   

Kelpie
(2002, Westpark/Indigo WP 87090)

Die Norwegen-verliebte Berlinerin und der schottische Gitarrist der Gruppe Clannad thematisieren die Sagen um das schottische Wasserwesen »Kelpie« und das norwegischen Pendant »Nøkk«.

Frenetisch applaudiert die Seele, wenn Kerstins seidenweiche Stimme durch die Fjorde Norwegens und Schottlands streift. Und Ian Melroses faszinierendes Gitarrenspiel umschmeichelt dazu Kerstins Bouzouki, als gelte es, die Wassertrolle zum Tanz zu bitten. Als faszinierend entpuppt sich auch ihre Fassung von Kirsten Bråten Bergs »Guten Og Mann«. Kurz: die derzeit wohl faszinierendste Verbindung aus keltischer und skandinavischer Folklore, die auch noch fast wie Clannad klingt. (rab)



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