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Alle Rezensionen zu Frigg
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Economy Class
(2009, Eigenverlag 00004)

Eine Maultrommel eröffnet »Jalla Jalla«, aber steht da nicht bei den Namen öfters »Järvelä«? Das bedeutet Violine, und sofort ertönt nicht eine, sonder vier! Dieser Anfangswalzer verblüfft noch mit verrücktem Gesang, genau so lebhaft geht die CD weiter. »Polka International De Louisiane« hat US-Südstaaten-Einfluß, »When The Time Comes I’ll Be Ready« ist eine schöne Ballade. Ganz toll das fröhliche »Viinalaulu«, ein Trinklied mit den vier singenden Kardemimmit-Mädels – hoch die Tassen, im nächsten »Kind Of Polka« kann man sich auf der Tanzfläche wieder austoben.

Vier Violinen, Gitarre (sogar Slide, Topi Korhonen), Mandoline, Kontrabass, ab und zu auch Bläser oder Piano, und Alina, Antti und Esko heißen Järvelä: Das liest sich verdächtig nach JPP, klingt aber deutlich moderner und stilistisch offener. Ähnlich virtuos freilich spielen Frigg, sie haben allerdings Verstärkung aus Norwegen (Gjermund Larsen ist auch bei Majorstuen), was sich auch in den Stücken, in den Arrangements spiegelt. Frigg pfeifen auf Traditionsverwaltung, machen geradeaus frische akustische Musik, die sie selber schreiben und mit tonnenweise Power spielen. »ECONOMY CLASS«? Nicht mehr lange, dann winken ihnen Ehrenplätze im Doppeldecker. Schade nur, dass der Rundflug schon nach 36 Minuten vorbei ist. (tjk)



Siehe auch:
JPP
Majorstuen
Ruuti

 Frigg: Economy Class

Offizielle Website

Offizielle Website      www.frigg.fi

   

Frost On Fiddles
(2017, Westpark/Indigo)

Alle Kraft geht von Saiten aus! Bei Frigg zumindest, sie bezeichnen ihre Musik als »Nordgrass«, man könnte es auch »Nordic-Americana-Powerfolk« nennen: Das Septett aus Helsinki, inzwischen ausschließlich aus finnischen Musikern bestehend, verströmt auf »FROST ON FIDDLES« ungeheure Energie und Spielfreude. Vier Violinen, ein Kontrabass, dazu Gitarre und Mandoline oder Cittern lassen jeden Gedanken an andere Instrumente sofort verebben. Und komme bloß keiner auf die Idee, dass so viel Fiddle-Power nerven könnte: Frigg spielen sehr variabel und abwechslungsreich, stehen in der Spielmann-Tradition ihrer ostbottnischen Heimat, holen sich aber Inspiration in Nashville, Transsilvanien und aus vielen weiteren Regionen und Genres.

Alle Frigg-Mitglieder gehören zu den gefragtesten Folk-Musikern ihres Landes und spielen noch in verschiedenen anderen Formationen. Die Kompositionen teilen sich Esko Järvelä, Tero Hyväluoma, Tuomas Logrén und Petri Prauda, sie schreiben herrliche Melodiebögen und packen diese in packende Arrangements. Die Violinen harmonieren prächtig und fliegen über dem kraftvollen Unterbau von Kontrabass, Gitarre und Mandoline. Hier stellen sich sieben hochvirtuose Musiker in den Dienst des großen Ganzen, und schaffen eine herausragende Folk-CD. (tjk)



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