Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Sinne Eeg
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Don't Be So Blue
(2011, Red Dot/EMI 6314942)

Sinne Eegs »DON'T BE SO BLUE« ist eine zweischneidige Angelegenheit: Die Mittel sind weniger als auf ihrem ersten internationalen Album, das heißt ihre Begleitband ist durchweg auf ein klassisches Piano-Bass-Schlagzeug-Trio reduziert (mit einer Ausnahme, einer Gast-Trompete), und nur Pianist Jacob Christoffersen und Produzent Chris Minh Doky sind von »REMEBERING YOU« geblieben. Die Musik hat eindeutig an Fokus gewonnen, und nach dem ausschließlich aus Fremdkompositionen zusammengestellten Vorgänger hat Sinne Eeg diesmal fast alle Lieder selbst geschrieben. Dazu interpretiert sie zwei Gassenhauer von Rodgers & Hammerstein, »The Sound of Music« und »My Favourite Things«, sowie das nicht weniger bekannte »Goodbye« von Gordon Jenkins, welches allerdings seltsam neben der (Gesangs-)Spur liegt und daher besser nicht mit auf Album gekommen wäre.

Nach dem eher extrovertierten »REMEMBERING YOU« ist »DON'T BE SO BLUE« das introvertierte Gegenstück. Und damit fehlt es leider auch an dessen Abwechslungsreichtum, wenigstens hinsichtlich Atmosphäre oder Tempo, und auch an mitreißender Dynamik. Größtenteils sauber gesungen, geschmackvoll produziert, und alles wird abgehandelt, wie es sich für eine auf Zeitlosigkeit angelegte Songjazz-Platte gehört. Es gibt keine Ausbrüche nach oben oder nach unten. Aufgabe sehr ordentlich erfüllt. Live kommt das alles vermutlich eine Ecke besser. Schönes Cover auch. Sieht gut aus im Regal, wenn Besuch kommt. (ijb)



Siehe auch:
Danish Radio Big Band
Sinne Eeg & Thomas Fonnesbæk

Sinne Eeg: Don

Offizielle Website

Offizielle Website      www.sinnemusic.com

   

Dreams
(2017, Stunt/New Arts International STULP/CD17112)

Der Pressetext zu Sinne Eegs neunter CD stellt gleich zu Beginn klar, dass die dänische Sängerin »DREAMS« mit dem Ziel konzipiert hat, den Durchbruch auf dem US-Markt zu schaffen. Der größte Teil des Texts redet dann viel von Amerika und Internationalität und den großen Namen des Jazz auf der anderen Seite des Atlantiks. Entsprechend hat Sinne Eeg, nachdem sie mit dem vorigen Album »EEG FONNESBÆK« erstmals einen US-Vertrieb hatte, für Ihre New Yorker Aufnahmesession im Januar 2017 eine Band mit amerikanischen Musikern zusammengestellt, darunter den großen, u.a. durch zahlreiche ECM-Projekte bekannten Schlagzeuger Joey Baron und den Bassisten Scott Colley, von dem sie bereits lange ein Fan war.

Das Ergebnis, unterstrichen von einer Reihe bewusst divenhafter, überstylter Porträtfotografien, sind dann auch zehn sehr amerikanische, sauber produzierte und glatt gesungene Lieder, teilsStandards des American Songbook aus der Feder von Cole Porter oder Rodgers & Hart. Daran ist nichts auszusetzen, und selbstredend macht die gerade erst 40 Jahre jung gewordene Dänin das professionell und gefühlvoll wie gewohnt. Wirklich aufregend ist das allerdings auch nicht. (ijb)



Siehe auch:
Joey Baron

   

Remembering You
(2010, Red Dot/Soulfood 6984362)

Will man diese CD mit zwei Worten schubladisieren, bedient man sich der Attribute »elegant« und »altmodisch« – allerdings ist »REMEMBERING YOU« so zeitlos schön und angenehm, dass sie nun schon zum zehnten Mal im Player rotiert. Die in Nordeuropa längst zur erweiterten Elite zählende Sinne Eeg startet ihre Europa-Eroberung mit der englischen Variante von »KUN EN DRØM«, die sie ein Jahr zuvor in dänischer Sprache veröffentlichte.

Ganz bewusst widmet sie sich nebst ein paar dänischen Film-Evergreens dem Great American Songbook, nein: Sie gibt sich diesem hin und badet gleichsam in Songs wie »My One And Only Love« oder »In A Sentimental Mood«; sie vermeidet bewusst jegliche Modernisierung dieser Klassiker. Chris Minh Doky (b) und Rasmus Kihlberg (dr) swingen höchst elegant, Pianist Jacob Christoffersen hört man den edlen schwarzen Nadelstreif direkt an, auch Jacob Fischer (g) und die Gäste Peter Fuglsang (as) und Randy Brecker (flh) spielen mit teuren Krawatten. Da wirkt Gastsänger Curtis Stigers in »Just You, Just Me« vergleichsweise sympathisch schludrig – gerade erst aufgestanden? Wunderschön jedenfalls ihre Version von »Spring Can Really Hang You Up The Most«, auch Jimi Hendrix’ »Up From The Skies« hat Charme. Und trotzdem ist »REMEMBERING YOU« bei aller altmodischen Eleganz arg defensiv, arg brav geraten. Sinne Eeg kann sicher noch mehr. (tjk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel