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Alle Rezensionen zu The Brazz Brothers
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Aquarium
(2003, Laika/Zomba 3510179.2)

Vielen Hörern sprießen allein schon bei Nennung des Begriffs »Blasmusik« lästige Pusteln, weil sie damit Geschmacksverirrungen wie Carrrolin Rrreiberrrs »Volkstümliche Hitparade« oder Karl Moiks »Mutantenstadl« verbinden. Dass es auch anders geht, beweisen jetzt erneut die Brazz Brothers.

Auf ihrem CD-Streich »AQUARIUM«" schmettern sie an Trompete, Posaune, Waldhorn und Tuba südafrikanische Township-Klänge (»Pink Shrimp«), stoßen bei tanzbarer Housemusic kräftig ins Horn (»Salmon«) und bringen ihr Blech in fetzigem Bigbandjazz zum Glühen (»Mackerel«). Die Jungs sind mit allen Wassern gewaschen!

Apropos Wasser: Die Gruppe von der norwegischen Insel Sula nimmt uns diesmal auf einen Tauchgang vor den Küsten ihrer Heimat mit - jeder Titel ist einem anderen Meeresbewohner gewidmet (Lachs, Heilbutt, Makrele usw.). Frech-fröhliches Gebläse im Tierkreiszeichen der Pisces. (hake)



Siehe auch:
Henry Kaiser & David Lindley

The Brazz Brothers: Aquarium

Offizielle Website

Die CD »Aquarium« war »CD des Monats« im Monat 11 / 2003.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Gekauft, Harald! Was diese fünf norwegischen Pustefixe samt schwedischem Drummer seit ihrem 1987er-Debüt regelmäßig abliefern, zählt zum Feinsten im Brass-Sektor. Tauglich übrigens auch als Argument gegen Ignoranten, die bei Jazzbläsern erstmal an James Last und Hugo Strasser denken.
Peter Bickel

Während Frau Reiber und Herr Moik noch immer im Trüben fischen, haben die Blasmusiker aus Norwegen schon die Netze voll. Wer also noch genug Energie in den Gräten hat, um im Rhythmus der Townships zu swingen, kommt am »Aquarium« nicht vorbei. Leidenschaft bei Fischen, kaum zu glauben!
Rainer Brela

Egal welchen Fisch man sich aus diesem Aquarium angelt: Diese Nordmänner haben es drauf! Ihre Meeresbewohner sind derart lebendig, dass man sich fragt, warum sie nicht auch in unseren Musikgewässern öfter zu hören sind. Wo sonst will man auch mal zu Blasmusik abzutanzen???
Petra von Schenck

Zugegeben - die Brazz-Brüder blasen mit viel Witz und Raffinesse und lassen dadurch die aberwitzigsten Exoten-Fische vor unserem geistigen Auge vorbeischwimmen. Ihre früheren südafrikanischen Exkursionen hatten jedoch noch mehr Biss und waren weniger - Verzeihung - »verwässert«.
Frank Keil

Offizielle Website      www.brazzbrothers.com

   

Live In Cape Town
(2007, Laika/Rough Trade 3510221.2)

Schon immer brach – oder sagen wir besser: verbog – das Sextett (fünf Bläser plus ein Drummer) die Traditionen gehörig. Es flirtete mit Jazz und improvisierter Musik und beschäftige sich seit vielen Jahren intensiv mit der farbenfrohen afrikanischen Musik. Für »LIVE IN CAPE TOWN« taten sich die Norweger mit der achtköpfigen Frauenformation Women Unite zusammen, und das Ergebnis geriet schlichtweg genial.

Die prächtig groovenden und pointiert eingesetzten Blasinstrumente fügen sich bestens mit den vielstimmigen Township Jives der Kapstädter Frauen zusammen, so dass man bedauert, das nicht live miterlebt zu haben – umso mehr, als neben afrikanischen Traditionals u.a. zwei Songs von Abdullah Ibrahim und eine spritzige Fassung von Paul Desmonds »Take Five« auf der Setlist standen. (peb)

   

Ngoma
(2002, Laika/Zomba 3510156.2)

Afrikanische Musik hat sie schon immer fasziniert, wegen ihres farbenfrohen Fröhlichkeit und der jedermann mitreißenden Melodien. Auf »NGOME« zeigt sich das Sextett inspiriert von Hukwe Zawose aus Tansania und Abdullah Ibrahim aus Südafrika, von dem sie vier Songs covern.

Titel wie Ibrahims »African Marketplace« oder »Chisa«, die im Original von der repetativen Kraft rollender Pianocluster leben, swingen und grooven bei den Brazz Brothers, dass die Wände wackeln. Eine besondere Rolle kommt dabei besonders der Tuba zu, die mit pointierten Bass-Tupfern rhythmische Eckpunkte setzt. Township-Jive einmal anders. (peb)

   

Towards The Sea
(2001, Laika/Zomba 3510137.2)

In Norwegen findet man zahllose klassische Bläser-Ensembles - sie sind einfach Teil des dortigen Musiklebens. Die Gebrüder Jarle, Jan Magne und Helge Førde sowie Stein Erik und Runra Tafjord stehen ebenfalls in dieser Tradition, haben ihre Ohren jedoch stark in Richtung improvisierte Musik und Jazz geöffnet.

Auf diesem Live-Mitschnitt von 1997 präsentieren die Brazz Brothers besonders eindrücklich ihre Vielseitigkeit - von norwegischer Folklore führt die Reise über irische Einflüsse bis hin zu einem würzigen Mehr-Gänge-Menü aus Tansania und New Orleans. Und Frode Alnæs lässt dazu einmal seine Gitarre episch singen. (peb)



Siehe auch:
Frode Alnæs



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