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Alle Rezensionen zu Hafdís Huld
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Synchronised Swimmers
(2010, Strange Ways/Indigo Way 297)

Freilich klingt in Island alles anders – nämlich spezieller, origineller, ungewöhnlicher, eigenwilliger. Selbst wenn eine weißblonde und blauäugige Sängerin wie Hafdis Huld ein schmuckes Folk-Pop-Album aufnimmt und dabei lieb zu jedermann sein will, dann klingt das bei ihr auf sympathische Weise kantig, ungerade und eben individuell. Ihr zweite CD »SYNCHRONISED SWIMMERS« wirkt zunächst unspektakulär. Doch die Liebe wächst mit zunehmender Beschäftigung, auch kommen die wahren Highlights erst weiter hinten.

Wie oft bei isländischen Aufnahmen klingeln und rappeln und scheppern die Instrumente, als wenn ein Kobold-Orchster mit Küchenutensilien seinen Schabernack treibt. Hafdis Hulds Aufnahmen machen da keine Ausnahme, wenn auch entsprechende Kandidaten wie »Robot Robot« eher ein Einzelfall bleiben. Ihre oft etwas nach Kleinmädchen klingende Stimme erglüht vielmehr vor allem in den zurück genommenen Folknummern wie »Time Of My Life« oder »Winter Sun«, was dann – weniger stimmlich als vielmehr in der instrumentellen Begleitung – an eine frühe Joni Mitchell oder Rickie Lee Jones erinnert. Hafdis Huld, immerhin Gründungsmitglied der bekannten isländischen Band GusGus und beteiligt an Aufnahmen von FC Kahuna und Tricky, geht ihren eigenen Weg. Und beweist, dass blonde Schönheiten keineswegs zwangsläufig ein eher schlichtes Gemüt haben müssen ... (peb)



Siehe auch:
Gus Gus

Hafdís Huld: Synchronised Swimmers

Offizielle Website

Die CD »Synchronised Swimmers« war »CD des Monats« im Monat 7 / 2010.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Völlig d'accord, Peter! Schlichtes Gemüt? Bei Hafdís Huld sicher nicht, bei alldem, was sich hinterm Vordergrund versteckt. Noch weit raffinierter allerdings die gesamte Inszenierung mit selbstgehäkelter Homepage, diese komplett überdrehte Lolita-Spielerei - das hat schon was. Und Rickie Lee Jones' Pop Pop-Album kam mir auch in den Sinn.
Tim Jonathan Kleinecke

Es ist Sommer. Und wenn eh schon die Hitze drückt, dann will ich nicht auch noch schwere Musik hören müssen. Hafdís Huld passt da perfekt - lecker süß, schnell weggeschleckt. Bei aller (beabsichtigten?) Harmlosigkeit: Leichte, aber trotzdem konsumierbare Kost zu machen ist halt auch eine Kunst. Im Herbst sprechen wir dann wieder sehr bedeutungsschwer. Versprochen.
Sebastian Pantel

Vielleicht beträgt die Halbwertszeit von Hafdís Hulds neuer CD keine hundert Jahre, aber ist die Leichtigkeit, mit der sie schreibt und singt, nicht unwiderstehlich? Allein für "Kongulo" hat sie eine dickes Bussi verdient, das krieg ich sicher den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf.
Eva-Maria Vochazer

Harten Worten muss ich eine harte Antwort entgegenstellen: Sicher hat die Stimme weder extreme Eigenständigkeit noch glänzt sie durch Virtuosität. aber wenn jemand "einfach(e)" liebevolle Songs schreibt von entwaffnender Naivität, soll ihm/ihr mein Herz gehören.
Leif Haugjord

Offizielle Website      www.hafdishuld.com



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