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Alle Rezensionen zu Johnny La Marama
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Il Purgatorio
(2014, Traumton 4600)

Da ist sie gleich wieder, die rattenscharf verzerrte Gitarre von Kalle Kalima! »Step Up The Tower« kommt mit Gesang wie eine bösartige Reinkarnation der Slickaphonics oder anderer Funk-Jazz-Heroen aus alten Zeiten daher. Vokalisen gibt es auch gleich im Blues »Cyber Crusade«. Anfangs noch eher verhalten, steigert sich auch diese Kreuzfahrt auf ein hohes Energielevel, das JLM die ganze CD durchhalten. Aber Kalima, Chris Dahlgren und Eric Schaefer haben ja eine Mission, sie beschreiben die Reise des Johnny La Marama durch diverse Vorstufen der Hölle und ähnlich anheimelnder Gegenden. Die Liebe wird auch thematisiert, als fatale Dreieckbeziehung freilich – für jeden ein Stück!

Das Trio legt mit »IL PURGATORIO« eine sehr heiße Scheibe vor, das Fegefeuer im Titel kommt nicht von ungefähr. Sie verdichten alles, was sie bisher schon ausgezeichnet hat: sehr intensives Zusammenspiel hier und freie Passagen dort, auf skurrile Momente folgen kleine Romantizismen. »Happy Song« ist auch so eine Wundertüte aus allen möglichen und unmöglichen Klängen – plötzlich wieder gebrochen durch Kalimas Gitarre, die sich mit Schaefers Drums duelliert. Ziemlich frei wird es im elfminütigen »Intermezzo«. Eric Schaefer ist ein unglaublich kreativer Drummer, er spielt um die Grooves, mit den Grooves, ist extrem aufmerksam und reaktionsschnell. Chris Dahlgren am Bass darf den ruhenden Pol geben zwischen Schlagzeug und Gitarre, er holt aber auch aus Kontra- und Beatles-Bass Klänge, die man so noch nicht gehört hat. Kalle Kalima schließlich spielt sich spätestens mit dieser CD in die Elite-Liga der europäischen Gitarristen – rockig, rotzig, rumpelig, und virtuos, variabel, viril. (tjk)



Siehe auch:
Kalle Kalima

 Johnny La Marama: Il Purgatorio

Audio-Link Offizielle Website

Die CD »Il Purgatorio« war »CD des Monats« im Monat 4 / 2014.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Ganz richtig, Tim: Von wegen Fegefeuer! Wundertüte! Gefällt!
Eva-Maria Vochazer

Gitarren-Muckertum ist doch super! Zumindest, wenn's so schön unkonventionell daherkommt. Kann man sicher nicht täglich hören - aber trotzdem: Alle Daumen hoch.
Sebastian Pantel

Da hat ja mal ne richtig schräge Platte das Rennen gemacht. Mir ist das entschieden zu viel Gitarren-Muckertum und wildes Gegniedel. Aber ich kann durchaus verstehen, dass manch einer daran große Freude hat. Insofern: Viel Spaß!
Ingo J. Biermann

Hell, yeah! Vielleicht bin ich befangen durch meine Vergangenheit als (Hobby-)Gitarrist. Aber ich liebe Kalimas Sound und natürlich erst recht einen solistischen Einfallsreichtum.
Peter Bickel

Offizielle Website      www.kallekalima.com/johnny-la-marama

   

Bicycle Revolution
(2009, Traumton 4523)

Dieses Trio gehört zu den verrücktesten Projekten unter der (nicht nur Berliner) Sonne, dabei sind sie jedoch auch ein ungemein spannendes und ambitioniertes. Kalle Kalima, Chris Dahlgren und Eric Schaefer frönen hier ihrer Lust an abgedrehtem, teilweise recht freiem Krach-Jazz, mit vielen Rock-Einflüssen und allen mögliche skurrilen Ideen.

Die Fixpunkte, um die sich JLM dreht, sind in den Titeln erkennbar: »Andy Summers« und »Columbine And Mingus« lassen tief blicken, das Booklet im Stil alter Blue Note- und Riverside-LPs (die Liner Notes von Dr. Feonard Leather) wartet mit Namen wie Bach, Zappa, Ayler, Gene Krupa(!) und Led Zeppelin auf. Und so klingt’s ja dann auch. Verrückt, und ebenso spannend wie gut. (tjk)



Siehe auch:
Kalle Kalima

   

Johnny La Marama
(2003, meta records meta015)

Etwas unausgegoren kommt der Erstling von Johnny La Marama noch daher. Der Name versinnbildlicht einen Gangster; ebenso wie dieser scheren sich Kalle Kalima (g), der New Yorker Bassist Chris Dahlgren und der Berliner Drummer Eric Schaefer nicht um (musikalische) Konventionen.

Von sphärischen Flächen über rockige Riffs bis zu freien Strukturen reicht die Palette des Trios, man merkt Einflüsse zeitgenössischer ernster Musik ebenso wie Zappa und Beefheart. Das lange »Baba« kreist über einem Bassriff, bleibt aber über 9 Minuten spannend. »A Shocking Question« spielt mit dynamischen Überraschungen, im Titelstück brüllt Kalima in ein Megaphon, seine Gitarre beißt über die ganze CD hinreißend. Noch kein Meisterwerk, trotzdem hörenswert. (tjk)



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