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Alle Rezensionen zu The Preacher & The Bear
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

The Storm Has Come
(2013, Black Star Foundation/Cargo BSF051)

Nein, eine tragende Rolle spielen das Banjo oder die Mundharmonika nicht gerade in einer Rockband. Dabei tragen gerade sie wesentlich zum Charme bei dieses zweiten Preacher And Bear-Albums bei. Schon vor zwei Jahren ließen Fredrik Petterson und Sängerin Elin Piel mit ihrem Debüt »SUBURBAN ISLAND« aufhorchen. Man fühlte sich an eie elektrifizierte Fassung von Nick Drake oder Simon & Garfunkel erinnert, wenn sie ihren mit viel Folk-Tragik, Tramp-Romantik und Americana-Melancholie aufgewerteter Rock vor uns ausbreiteten. Auch der einst als Sänger von Crime & The City Solution bekannte Simon Bonney (kennt den heute eigentlich noch jemand?) oder Springsteens »NEBRASKA«-Album kam einem in den Sinn, wenn Elin Piel in Schwermut versinkt, begleitet von Harmonium oder einer leicht angezerrten Gitarre.

Während der Erstling mit akustischen Gitarren noch ganz im Folk schwelgte, siedeln sich die Schweden nun dank Drummerin Kajsa Poidnak und Pettersons E-Gitarre eher in der Ecke von P.J. Harvey und Tiger Lou an. Bemerkenswerterweise eifern Preacher And Bear keinem Idol nach, sondern finden trotz der oben aufgeführten Vergleiche einen eigenen Stil, der Glaubwürdigkeit und Leidenschaft erspüren lässt. Das hatte wohl auch Ebbot Lundberg erkannt, Chef der legendären Gruppe The Soundtrack Of Our Lives und in Schweden einer der wichtigsten Förderer von vielversprechenden Bands. Er als Leitfigur schwedischer Rockmusik hat das Album produziert und Piel/Petterson vermutlich auch den Weg gewiesen, rockiger, kraftvoller und weniger schüchtern und doch gleichzeitig auch »tragischer« ans Werk zu gehen. Dieses Duo hat Potenzial, und es wird sicher dazu beitragen in den nächsten Jahren, dass die ohnehin sehr lebendigen skandinavische Americana-Szene noch mehr an Profil gewinnt. (peb)

The Preacher: The Storm Has Come

Die CD »The Storm Has Come« war »CD des Monats« im Monat 2 / 2013.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Ja, Peter - ich finde es auch sehr wohltuend, dass neben all dem kalten Studio-Pop und all dem kalkulierten "Früher war alles besser"-Folk auch immer wieder solche Bands wie diese gibt: Ironifrei, echt gefühlig, ehrlich - und dabei auch noch handwerklich Spitze.
Sebastian Pantel

Mir gefällt das auch sehr gut, und zur Begründung kann ich mich Euch nur anschließen. Schöne Songs mit viel Herz, aber ohne Kitsch. Und ein prominentes Banjo hat doch auch nicht jeder.
Tim Jonathan Kleinecke

Schön gesagt, Peter! Heraus aus der schüchternen Ecke, ihr stillen American-Träumer! Laute Töne sind kein Teufelszeug! Vor allem, wenn wie bei Preacher And Bear die Grundwärme unterwegs nicht verloren geht und man sich beim Hören immer noch auf hohem Niveau dem Weltschmerz hingeben kann. Gefällt!
Eva-Maria Vochazer

Ja, toll, richtig toll, was die beiden so machen. Eine echte Entdeckung zum Hände und Herzen wärmen im durchweg dunkelgrauen, kalten Berliner Winter.
Ingo J. Biermann

   

Suburban Island
(2010, Black Star Foundation BSF 041)

Ebbot Lundberg ist so etwas wie der Talent-Scout Schwedens, seine legendäre Gruppe The Sountrack Of Our Lives quasi die »Übermutter der schwedischen Rockmusik«, auf die sich viele Bands selbst heute noch beziehen. Wenn also Ebbot Lundberg ein Duo wie The Preacher & The Bear entdeckt und produziert und sogar im Radio spielt, dann ist auf dieses Urteil Verlass. Elin Piel und Erik Petterson ordnet Mr. Lundberg als eine Mischung aus Nick Drake und Simon & Garfunkel ein – und in der Tat dringt viel Folk, Fernweh und Tramp-Romantik aus der Musik.

Wer eine Vorliebe für akustische Gitarren und Bajo-Geplucker hegt, wird somit auch Elins oft etwas tragischen Gesang und die wie Bruce Springsteens Album »Nebraska« traurig trötende Mundharmonika mögen. Achtung: Das Album ist nur über einen kleinen Vertrieb erhältlich, aber die Mühe, den Plattenladen seines Vertrauens mit einer Bestellung zu »quälen«, lohnt sich. Denn der mit großer Sicherheit unkundige Verkäufer lernt dabei auch gleich noch, dass die amerikanische Steppe direkt hinter Göteborg beginnt. (peb)



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