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Alle Rezensionen zu Josefine Cronholm
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Hotel Paradise
(2003, Stunt/Sunny Moon STUCD 03082)

Die tolle Stimme allein wäre eigentlich schon genug Argument für die verträumte junge Schwedin im Nachthemd. Doch das faszinierendste an »HOTEL PARADISE« sind die traumtrunkenen Songs und Zeitlupen-Arrangements. Mit der vierköpfigen Band IBIS breitet Josefine Cronholm ihre zartbitteren Jazzpop-Romanzen »Silent Moon«, »Memory Of A Lover« oder »Another Day In Paradise« wie edle Gewirke aus Samt und Seide vor uns aus – vorsichtig und mit melancholischer Färbung hingetupft, oft nur subtil von Piano oder Kontrabass begleitet.

Das introvertierte, fast autistische Grübeln erinnert oft an ihre Pop-Kollegin Stina Nordenstam, doch die derzeit in Dänemark lebende Cronholm ist noch weit mehr von dieser Welt: Sie liebt das Leben und die Liebe, aber sie träumt eben manchmal etwas viel in den Tag (und die Nacht) hinein. (peb)



Siehe auch:
Stina Nordenstam
Pierre Dørge
String Swing
Steen Rasmussen

Josefine Cronholm: Hotel Paradise

   

Songs Of The Falling Feather
(2010, ACT/Contraire 9495-2)

Josefine Cronholm braucht nicht viel, um Großes zu schaffen: eine Gitarre hier, ein Piano da, oder auch ein Streichquartett (»Paralysed«). Ihre Stimme hat seltene Souveränität und Präsenz, auch wenn sie sich eher zurücknimmt. Eine rare Ruhe strahlen die Songs aus, man hört jedes Detail wie die sprichwörtliche Feder.

Henrik Lindstrand ist diesmal ihr Partner (p, g, key, prog und Arrangements), dazu tupfen Gunnar Halle (tp), Gustaf Ljunggren (g), Thommy Andersson (b) und Per Ekdahl (dr) wenige und sachte Töne, über denen Josefine Cronholms Stimme schwebt, schwelgt und schweigt. Ein traumhafter Zauber liegt über Stücken wie »Angel«, »Sailor« oder dem abschließenden »Mystery«, auf ganz natürliche Weise entsteht hier aus Ruhe, Raum und Reduktion ein weiterer Fixstern in Josefine Cronholms faszinierendem Klangkosmos. (tjk)



Siehe auch:
Thommy Andersson, Peter Nilsson, Jacob Anderskov

   

Wild Garden
(2002, Stunt/Sundance STUCD 01232)

Thommy Andersson beginnt mit einer Bassfigur, die das ganze Stück durchläuft, dann diese Stimme: verträumt, zurückhaltend, zerbrechlich wirkend, aber mit unglaublichem Gefühl für Stimmungen. Lisbeth Diers steigt sachte ein mit Becken und Trommeln, Henrik Sundh verbindet alles am Piano, ein zarter Groove entwickelt sich, bis Flemming Agerskov ein luftig-verhalltes Flügelhorn darauf legt. Das Titelstück ist ein Wunder der hohen Kunst der Ballade.

Schon der Vorgänger ihrer hochgelobten »HOTEL PARADISE« besticht durch die selben Qualitäten: feine Texte, ruhige, fast hypnotisch langsame Songs, perfekt arrangiert und ebenso inszeniert von einer famosen Band. Darüber Josefine Cronholms Stimme – Klänge in Pastell erzeugen Momente großen musikalischen Glücks. (tjk)



Siehe auch:
The Best Of Stunt Records Vol. 12
Frans Bak
Maryiin Mazur, Josephine Cronholm, Krister Jonsson



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