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Alle Rezensionen zu The Baboon Show
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

The World Is Bigger Than You
(2016, Kidnap Music/Cargo Kidnap062)

Kopfüber in die Nacht mit The Baboon Show! Die schwedischen Punkrock-Veteranen legen auf ihrem siebten Album »THE WORLD IS BIGGER THAN YOU« so ungestüm los, als würden sie eine dicke Bonuszahlung dafür bekommen, dass sie möglichst schnell fertigwerden. Das Quartett um Kieks-Rauhbein-Sängerin Cecilia Boström setzt unverdrossen auf Bewährtes: Gute Laune-Pogo, Refrains, die man binnen fünf Sekunden mitsingen kann und rotzige Kapitalismuskritik. Wer sich Freitagabend beim Abtanzen so richtig verausgaben will, sollte zu einem Baboon-Show-Konzert gehen!

Den Geist der jugendlichen Rebellion halten die Vier unverdrossen hoch, die atemlose Lebensfreue ebenso. Pffft, das mit dem Establihment und uns wird unter Garantie in diesem Leben nichts mehr! Schade nur, dass diese pralle und grundsolide Platte so gut wie überraschungsfrei ausgefallen ist. Die Baboons dann doch als konservative Traditionshüter? Wollen wir mal nicht hyperkritisch sein, aber erstaunlicherweise stammt der einzige Song, der mit seiner ungestümen Leidenschadt wirklich hängenbleibt, aus der Feder von Björn Dixgård. Der Mando-Diao-Sänger hat den Track »Lost You In A Second« speziell für seine Freunde von The Baboon Show geschrieben. Dixgårds Duett mit Cecilia Boström reißt unwiderstehlich mit wie die Eisschmelze im Frühjahr! (emv)



Siehe auch:
Mando Diao

The Baboon Show: The World Is Bigger Than You

Offizielle Website

Offizielle Website      www.thebaboonshow.de

   

Radio Rebelde
(2018, Kidnap Music/Cargo)

Eines muss man The Baboon Show lassen: Sie bleiben sich seit vielen Jahren treu! Auch auf ihrem achten Studioalbum »RADIO REBELDE« spielen die Schweden mit viel Schmackes klassischen, politisch engagierten Punkrock, der sich nicht um aktuelle Moden kümmert und unverdrossen an die Notwendigkeit einer Revolution glaubt. Dass die Arbeiterschaft in den westlichen Industrienationen heute wahrscheinlich mehrheitlich AfD wählt, ist ein unbequemer Gedaanke, der einem zwischenzeitlich durch den Kopf geht. The Baboon Show waren hierzulande bereits mit den Toten Hosen auf Tour. Ganz klar, ehrliche Rauhbeine mit Herz! Produziert hat übrigens der schwedische Szene-Veteran Pelle Gunnerfelfelt, der vo allem durch seine Zusammenarbeit mit den Hives bekannt ist.

Die schlechte Nachricht: Stilistisch sind auch auf Album Nummer Acht keine grundlegenden Änderungen zu vermelden. Aber die gute Nachricht ist, dass The Baboon Show wie im Titelstück ein echtes Händchen für eingängig-rotzige Refrains haben. Und bei allem revolutionären Pathos: Diese Jungs-Mädels-Truppe hat unvermindert Spaß am atemlosen, energiegeladenen Punkrock. Und verfügt über so viel Street Credibility, dass sie weiterhin in autonomen Jugendclubs und besetzten Häusern spielen können. (emv)



Siehe auch:
The Hives

Video-Link

   

Damnation
(2014, Kidnap Music/Cargo 047)

Die Paviane melden sich nach einer kurzen Babypause der Frontröhre Cecilia Boström mit einem neuen kurzweiligen Kracher zurück: »DAMNATION« heißt das gute Stück der Punkrocker von The Baboon Show aus Stockholm. Die Sängerin mit der markant krächzenden, bisweilen leicht quäkigen Stimme, ihre Bassisten sowie Gitarren- und Schlagzeug-Jungs brettern binnen 28 Minuten durch zehn Songs.

Stillsitzen fällt bei Stücken wie dem Opener »The Shame«, mit leichtem Hellacopters-Touch, oder dem folgenden »Wake Up« mit seinem eingängigen Mitgröl-Refrain schon verdammt schwer. Auch das lässig groovende »High Five With The Guys« garantiert aufgrund eines leichten Rockabilly-Einschlags einen erhöhten Zappelfaktor. Nach einer Verschnaufpause in der Albummitte schüttelt das gemischte Doppel mit »Jesus« unerwartet einen stampfenden Hardrocker, der mich an AC/DC erinnert, aus dem Ärmel. Kurz vor Ende schenken die Schweden ihren Hörern noch eine veritable Hymne (»Straight From The Heart«) – die für mich der perfekte Schlusspunkt gewesen wäre. Straighter, rotziger Mitmach-Punkrock. (nat)



Siehe auch:
Hellacopters

   

People's Republic Of The Baboon Show Formerly Known As Sweden
(2013, Kidnap Music/Cargo KidnapMusic034)

Eine schwarze CD in Vinyl-Optik, die Oberseite sogar mit Rillen – geile Scheiße! Ebenso abgefahren: Die echte Vinyl-Version von »PEOPLE'S REPUBLIC OF THE BABOON SHOW FORMERLY KNOWN AS SWEDEN« ist grün. Nicht ganz so abgedreht ist die Musik der schwedischen The Baboon Show – aber fast: 31 Minuten prallt Endsiebziger Punkrock auf Garage sowie Powerpop, ab und an mit Hardrock oder Discobeats (»Dancehall Killers«) garniert. Darüber thront die markante Stimme der Fronröhre Cecilia Boström, die man freilich mögen muss.

Cecilia und ihre Mitrocker Håkan Sörle (Gitarre), Lisa Bünger (Bass) plus Niclas Svensson (Schlagzeug) servieren hier zehn coole, groovende Songs. Die wunderbar eingängigen Refrains, wie im Opener (»Queen Of The Dagger«) animieren zum mitsingen: »You Call Me Queen Of The Dagger, I Call You Nothing At All«. Live soll die 2003 gegründete Kapelle furios sein, was ich bei Stücken wie »It Wasn't Me« oder »Eiffel Tower« unbesehen glaube. Fans von kurzen Garage-Punk-Kracher / Dance-Punk-Killern, holt euch den bissig produzierten Fünftling! (nat)

   

Punkrock Harbour
(2011, Kidnap Music/Cargo 50745)

Ein Problem mit Autoritäten zu haben gehört zum Punk wie die wie die mit Antifa-Stickern dekorierte Jeansjacke. Revolutionen löst man damit nicht mehr aus, aber darum geht es The Baboon Show auf ihrem vierten Album »PUNKROCK HARBOUR« auch nicht. Die vierköpfige Jungs-Mädels-Truppe will vor allem Spaß haben, das Gaspedal durchdrücken und eine möglichst dicke Lippe riskieren. Nichts dagegen einzuwenden. Abzüge in der B-Note gibt es hier höchstens dafür, dass die Baboons etwas zu stylish ausstaffiert daherkommen. Schweden eben.

Es geht hier um unbedingt notwendige Energieabfuhr in Form von Drei-Minuten-Songs. Es geht ums Provozieren und ums Auf-Die-Kacke-Hauen. Macht Lust, bringt Lust und hat die Halbwertszeit eines Quickie-Orgasmus. Man hat Probleme, man kotzt sich aus, und gut ist. Unter heftiger spätpubertierender Schweißabsonderung, was bei atemlosen Songs wie »You´Ve Got A Problem Without Knowing It« bestens funktioniert. Seit mindestens 35 Jahren nach der identischen Rezeptur. Kommt da noch irgendetwas Neues nach? Irgendwann? (emv)



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