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Alle Rezensionen zu Solfrid Molland
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Katedral For Tapte Drømmer
(2011, Kirkelig Kulturverksted FXCD371)

Ach, du wilde Seele! Ach, du unbändige Lebenslust! Ach, du bittersüße Melancholie! Vom Kitsch befreit, sind diese Emotionen der tiefe Brunnen, aus dem klassische russische Volksweisen und Sinti- und Romamusik gleichermaßen schöpfen. Wie kann man dieses Lebensgefühl peinlichkeitsfrei in das zurückhaltende Norwegen bringen? Mit einfachen Mitteln: Mit mehr als nur ein wenig Hilfe von Freunden. Und mit einer offenen Annäherung an das Fremde. Die norwegische Pianistin, Akordeonistin und Sängerin Solfrid Molland hat sich dem Balkan und dem russischen Liedgut zunächst als Straßenmusikerin angenähert. Hat Freundschaften geschlossen, gut zugehört und sich zu eigenen Kompositionn inspirieren lassen. Mit »KATEDRAL FOR TAPTE DRØMMER« (Kathedrale der verlorenen Träume) legt Solfrid Molland ihr Debütalbum vor: Eine beseelte, bisweilen melodramatische, sehr poetische Reise in himmelweite Seelenwelten.

Unterstützt wird die Künstlerin von Könnern wie dem rumänischen Tarak De Haiduks-Ensemble mit dem Vokalisten Ionut Guluna und dem russisch-französischen Sänger Pascal de Loutchek. Aufgenommen in Kirchen in Rumänien und Südfrankreich, produziert von Kirkelig-Kulturverksted-Labelchef Erik Hillestad, ist »KATEDRAL FOR TAPTE DRØMMER« ein sanft schimmerndes Schatzkästlein fern aller Klischees geworden. Mit einer sorgsam ausgewählten Mischung aus traditionellen Songs und Eigenkompositionen schafft Molland einen musikalischen Mikrokosmos, in dem Tränen und Lachen ganz nah beieinander liegen und unerwartete Kapriolen und gefühlige Temperamentsausbrüche dafür sorgen, dass das Album an keiner Stelle in bloßer sepiafarbener Nostalgie verharrt. (emv)



Siehe auch:
Jo Skaansar / Tore Johansen
Hayden Powell

Solfrid Molland: Katedral For Tapte Drømmer

Offizielle Website

Offizielle Website      http://solfridmolland.com/

   

Forvandling
(2016, Kirkelig Kulturverksted)

Solfrid Molland hat die Kathedrale der verlorenen Träume hinter sich gelassen, in der die wilden Gypsymusik-Blüten wucherten. Auf ihrem dritten Album »FORVANDLING« präsentiert sich die Sängerin, Pianistin und Akkordeonistin bewusst zurückgenommen. Wagt eine ruhige, nachdenkliche Annäherung an die Themen Veränderung und Verwandlung. Und biegt behutsam in die nachtdunkle Straße des Kammerjazz ein, ohne ihre Liebe für osteuropäische Folklore zu vergessen. Die Musikerin aus Haugsund hat exzellente Jazzer wie den Trompeter Hayden Powell, den Bassisten Mats Eilertsen, den Gitarristen Torbjørn Økland und den Geiger Nils Økland um sich versammelt. Auf dem Titeltrack steuert Sänger Paal Flaata von Midnight Choir gefühlvoll rauhe Vocals im Duett mit der Chanteuse bei.

Reduziert und eindringlich: So kommen diese neun Songs und drei Instrumental-Tracks daher, die auf Texten norwegischer Lyriker und osteuropäischer Dichter der Wendezeit basieren. Molland erweist sich als souveräne und behutsame Wanderin zwischen den Welten, die lieber zu wenig denn zu viel sagt. »Kościoła sw.Jana/St. John Church« setzt der gotischen Kathedrale in Danzig ein luftig-melancholisches Denkmal. Solfrid Mollands Faszination für Kirchen ist also ungebrochen! Das beschwingtere »Brist« birgt die kleine Hoffnung, dass die aus dem Ruder gelaufenen Dinge noch ein gutes Ende nehmen können. »FORVANDLING« ist ein wunderbar nachtblauers Album geworden, das die Seele auf erwachsene Art streichelt! (emv)



Siehe auch:
Mats Eilertsen
Nils Økland
Midnight Choir



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