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Alle Rezensionen zu Cakewalk
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Transfixed
(2013, Hubro/Grappa HUBROCD2526)

Ein Jahr nach dem bereits sehr starken Debüt »Wired« setzen Cakewalk einen drauf und bekräftigen ihren Status als eine der kraftvollsten und, ja, besten Bands im Bereich (Free-)Jazz-meets-(Kraut-)Rock beim mittlerweile hochverdienten norwegischen Label Hubro. Alle lobenden Worte, welche der Kollege über »Wired« ausschüttete, können direkt auf »TRANSFIXED« übertragen werden — nicht nur ist die Platte ein Drittel länger, sie ist auch mindestens ebenso viel besser.

Stephan Meidell (The Sweetest Thrill, Vanilla Riot) spielt Bass, Gitarre, »boxes« und Bandmaschinen, Øystein Skar (Highasakite, Sacred Harp) Synthesizers und Ivar Loe Bjørnstad (Ingebjørgs Bruder und auch noch im Hedvig Mollestad Trio aktiv) das Schlagzeug. Obwohl Cakewalk kommentieren, dass man sie sicherlich mit anderen Musikern vergleichen wolle, sie, so schmeichelhaft die Vergleiche auch seien, jene Bands jedoch höchstwahrscheinlich nie gehört hätten, lässt sich eine bestimmte Verwandtschaft nicht von der Hand weisen: der zu den Altstars Can.

Mehr noch als die deutschen Krautrockpaten fusionieren Cakewalk aus Bergen ihren muskulösen, in stunden- oder tagelangen Jam-Sessions entwickelten psychedelischen Jazz-Rock mit schrankenlosen Noise-Anflügen und großen Stimmungsbildern zwischen düsteren Dissonanzen, stolpernden (Schlagzeug-)Beats, Bass-Loops und überwältigenden Synth-Figuren. Wer schon (zu) lange auf ein neues Werk von Puma wartet, wird mit Cakewalk mehr als glücklich. (ijb)



Siehe auch:
Hedvig Mollestad Trio
Phonophani
Highasakite
Puma

 Cakewalk: Transfixed

Video-Link Offizielle Website

Offizielle Website      cakewalknorway.tumblr.com

   

Ishihara
(2017, Hubro/Grappa HUBROCD2575)

Es hat eine Weile gedauert, aber schließlich ist sie endlich da, die dritte Cakewalk-LP, mit der sie sich endgültig als würdige Nachfolger des Trios Puma empfehlen. Nach den hervorragenden CDs »WIRED« und »TRANSFIXED«, die man rauf und runter hören musste, so sog- und rauschhaft war ihr energetischer Post-Jazz-Hardrock, waren die Erwartungen natürlich hoch. Aufgenommen hatten die drei die Musik bereits im Sommer 2015, doch da andere Projekte und Bands Energien in Anspruch nahmen, auch weil sie z.T. mehr Aufmerksamkeit bekamen (Highasakite, Mollestad Trio, Apneseth Trio), blieben die Aufnahmen länger liegen als geplant.

Nach wie vor beeindruckend: Cakewalk spielen kraftvolle progressive Rockmusik, ohne je kraftmeierisch auf die 12 zu hauen oder sich in verschwurbelten Spielereien zu ergehen. Dabei fasziniert, wie fantasievoll und frei die drei Norweger mit dem Genre »Rock« umgehen, wie sie scheinbar disparate Ideen in eine schlüssigen Form zusammenführen, wie sie das alte Schiff mit neuer Energie volltanken und schon in ihren vielschichtigen Studioaufnahmen eine Live-Power entwickeln, die manch andere Rockband nicht einmal auf der Bühne hinlegt. Es wäre Cakewalk sehr zu wünschen, dass ihnen endlich die verdiente Aufmerksamkeit zuteil wird, ganz besonders auf internationaler Ebene, denn dieses Trio ist zu groß für die kleine nordische Szene. (ijb)



Siehe auch:
Erlend Apneseth Trio
Stephan Meidell

   

Wired
(2012, Hubro/Grappa HUBROCD2514)

Keine gute Idee, diese CD beim Autofahren zu hören. Erstens weil man sie so laut stellen wird, dass die Außenwelt verschwindet. Zweitens weil die drei Jungs ganz schön in die Vollen hauen, das könnte aggressiv machen. Und drittens, weil die Musik einen trotzdem so hypnotisch ist, dass eigentlich ein Warnhinweis auf die Hülle gehört.

Parallelen ließen sich da viele ziehen: Zum guten alten Krautrock, zu den Anfängen des Industrial, zu diversen Krach-Richtungen. Im Klartext heißt das: knackige Riffs, endlos wiederholt. Flächige Synthies. Drums wie für eine Treibjagd. Daraus entsteht eine Mischung, die immer kurz vor dem Explodieren steht, aber gleichzeitig sediert. Was ja schon ein Kunststück ist - und stellenweise sogar ein tanzbares, wenn man auf eher aggressives Tanzen steht. Ein Album, das unter die Haut geht und dort nervös juckt. Und das als Debütalbum seine Lorbeeren verdient. (sep)



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