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Alle Rezensionen zu Ketsurat
(Genre »Folk«, Land »Finnland«)

 

Ilokielet Ennällähän
(2011, Laika 3510277.2)

Sechs Frauenstimmen, sonst nichts – aber Ketsurat faszinieren vom ersten bis zum letzten Ton: mal süß schmeichelnd, mal haarscharf dissonant, hier alle einstimmig, da eine Vorsängerin und antwortender Chor. Sehr variabel gestalten die Finninnen ihre Lieder, agieren polyrhythmisch und harmonisch vielschichtig.

Neben Salla Peltola, Tiina Savola, Kaarina Valovirta-Lahti und Annariitta Virta ist noch die von Suden Aika bekannte Nora Vaura mit von der Parite. Karoliina Kantelinen ist kreativer Kopf des Sextetts, sie zeichnet für die eigenen Kompositionen und alle Arrangements. Ketsurat begnügen sich nicht mit alten einheimischen Liedern, sondern strecken ihre Fühler auf die iberische Halbinsel, nach Bulgarien und Georgien. Das portugiesische »Linda Rosa« begeistert mit spitzen, kehligen Schreien, in »Vamos Dancar« werden sie von Kantele, Trommeln und Flöte unterstützt. Bei »Mäkätys« geht es um Tratsch, entsprechend klingen sie fast wie Gänse, erinnern aber auch an die vokale Präzision von Värttinä. (tjk)



Siehe auch:
Suden Aika

 Ketsurat: Ilokielet Ennällähän

Offizielle Website

Offizielle Website      www.ketsurat.di

   

Pari Šanua
(2005, Eigenverlag KETCD-001)

Ketsurat hatten sich im Winter 2002 zusammengefunden und schon bald diverse Vokalwettbewerbe gewonnen. Unter anderem holten sie 2004 in Tallinn beim Runensängerwettbewerb die Kalevala-Weltmeisterschaft – was es nicht alles gibt. Dies ist ihre erste Aufnahme, noch in Eigenregie veröffentlicht und ziemlich kurz: Die acht Stücke dauern gerade mal 22 Minuten. Der finnische Damen-Achter war schon damals stimmgewaltig und mit nicht allzu viel Instrumentarium zur Unterstützung unterwegs: hier eine Kantele, dort ein wenig Trommeln, das genügt.

Der Bandname »Ketsurat« ist der Plural von »ketsura«, einer karelischen Metapher für eine Frau in verschiedenen Lebensabschnitten. Das trifft im übertragenen Sinn auch gut die Musik, sie singen sowohl traditionelle finnische (bzw. karelische) wie bulgarische Lieder, eines sogar aus Mali. Neben ein paar Eigenkompositionen singen sie sogar einen Song von Robbie Robertson (The Band) von dessen Native American-Album. Karoliina Kantelinen ist neben Nora Vaura die treibende Kraft, das sieht man nicht nur im Cover bei den Credits. Das Repertoire mag ein wenig zusammengewürfelt scheinen, gesanglich sind die Damen von Ketsurat schon sehr gut. (tjk)



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