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Alle Rezensionen zu Samúel Jón Samúelsson Big Band
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Helvítis Fokking Fonk
(2012, Contemplate/Edel)

Yeah! Yeah! Yeah! That’s it, folks! Wer hier noch sitzen bleiben kann, dessen Rhythmusgefühl reicht höchstens zum Briefmarken sortieren. Die Big Band von Samúel Jón Samúelsson entfacht ein grandioses Feuerwerk, wohl gemerkt aus Island! Absolut treffend also der Titel »HELVÍTIS FOKKING FONK«: Diese Band groovt höllisch. Die knapp 20 Musiker, ansonsten auch in verschiedensten anderen Bands (und Stilen) zuhause, mischen einen unwiderstehlichen Afrofunkbigbandjazz, der an James Brown, Fred Wesley oder Fela Kuti erinnert, auch Sun Ras Ideen wehen kurz herein.

Der Geist der 70er weht frisch bis stürmisch durch Samúelssons Kompositionen. Trotzdem ist die SJSBB vom Epigonentum weit entfernt, so frisch knallt und knistert es an allen Ecken und Enden. Die Melodien erinnern an Blaxploitation-Film und Fernsehtiteltracks wie »Straßen von San Francisco« oder »Die Zwei«. Bass und Drums spielen extrem knackig, eine dreckige Funk-Gitarre und Orgelflächen sorgen für die entsprechende Klangästhetik. Darüber schmettern messerscharfe Bläsersätze wie bei Tower Of Power, setzen diverse Solisten Glanzlichter, auch Samúelsson als Posaunist. Ruhepausen gibt es wenige: »Phobos & Deimos« beginnt mit zarter Flöte, später wird die Melodie nur noch gepfiffen. Anhand von Songtiteln wie »International Monetary Fonk« oder »Guð Blessi Ísland« (Gott schütze Island) kann man in der Musik der SJSBB auch politische Statements erkennen. Fazit: unendliche Spielfreude, unendlicher Spaß! (tjk)

Samúel Jón Samúelsson: Helvítis Fokking Fonk

Offizielle Website

Die CD »Helvítis Fokking Fonk« war »CD des Monats« im Monat 9 / 2012.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Ich habe diese Groove-Maschine einmal live gehört - und war ihr sofort verfallen. Auf CD ist der Mitreiß-Faktor erstaunlich ebenbürtig. Absolut kein Soundtrack zum Origami-Falten. Eher einer zum Bäumeausreißen. Vielleicht gibt's deshalb so wenige davon auf Island...
Sebastian Pantel

Ich muss zwar gestehen, dass mir der Sinn derzeit nicht so recht nach dieser Platte steht, aber es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass hier ordentlich der Bär steppt. Vielleicht passt mir das besser in einer Phase, in der ich weniger ruhige Gemütlichkeit zu Hause ersehne. Rockt und jazzt!
Ingo J. Biermann

Es gibt nur knapp über 300.000 Isländer, deshalb treten die Insulaner wohl gerne in Großgruppen auf. Und entwickeln hier in Fußballmatch-Stärke eine unbändige Lust am unvorhersehbaren musikalisch Hakenschlagen, dass es sogar den Hasen schwindlig werden dürfte. Mit einem gehörigen ironischen Glitzern in den Augen! Iceland twelve points! Damit gewinnt ihr jeden Sangeswettstreit!
Eva-Maria Vochazer

Sind Posaunisten prädestiniert als Leader für Funk (Big) Bands? Wie auch immer: Samúel Samúelsson hat genau dieses Quentchen Frivolität, Rotzigkeit und Unvorhersehbarkeit, das dem schwedischen Kollegen Nils Landgren leider schon vor vielen Jahren abhanden kam. Wann dürfen wir endlich mal "Helvítis Fokking Funk" auf der Jazzbaltica erleben?
Peter Bickel

Offizielle Website      www.myspace.com/samminammi



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