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Alle Rezensionen zu Tobias Hellkvist
(Genre »Avantgarde«, Land »Schweden«)

 

Everything is Connected
(2012, Honest Abe Records HOMEN042)

Nach dem harmonisch abwechslungsreichen Pop-Ambient von »Evolutions« und dem autobiografischen EP-Zwischenstopp »Kaskelot« sticht hier erst einmal die fast monolithische Homogenität ins Auge bzw. ins Ohr. Weggewischt sind die warmen, atmenden Stimmungsbilder, als wären sie überwältigt worden von der mitreißenden, wahlweise auch beengenden Dichte, die Tobias Hellkvists »EVERYTHING IS CONNECTED« ausstrahlt. Doch keine Sorge: Trübselig oder bewegungslos sind die sieben Stücke nicht geworden, aber die Grenze zwischen düsterer Introspektion und meditativem Wohlklang verläuft doch sehr fließend und ungreifbar.

Hellkvist dampfte seine an sich recht melodische Klangwelt zu einem bis zum Minimalismus entschleunigten, in weiten Bögen schwebenden Drone-Traum ein. Scheinbar endlos tragen einen die vermutlich aus exzessiv gefilterten Überresten von Gitarrensamples und digitalen Sounds verschmolzenen Abstraktionen dahin. In der Tat scheint auf dieser CD alles miteinander verbunden. Und wenn sich in »Christmas Rat« dann doch plötzlich ein dumpfer Rhythmus einschleicht, erinnert Hellkvist noch mehr an GAS als auf »Evolutions«. Man sollte Zeit mitbringen, wenn man Tobias Hellkvists Musik hört. Und dass Zeit ein kostbares Gut ist, davon erzählt dann auch dieses Album. (ijb)

Tobias Hellkvist: Everything is Connected

Audio-Link Offizielle Website

Offizielle Website      www.tobiashellkvist.com

   

Evolutions
(2010, Home Normal homen015)

Zu Beginn meint man noch, auf der CD wäre nichts drauf. Dabei beginnt »Fresh Start« nur so leise, sich aus dem Nichts herausschälend, damit Hellkvist uns zum bewussten Hören herausfordern kann. Sechseinhalb Minuten später verebbt die filigrane Ambientkomposition wieder in der Stille. Hellkvists drittes Album hüllt uns in warme, organische Texturen, wandert von schwebenden Zeitlupenmelodien zu sanft vibrierenden Fast-Rhythmen zu flirrenden Elektroniksounds, stets einfach, aber niemals banal.

»EVOLUTIONS« entwickelt unauffällig einen großen erzählerischen Bogen, in dem die sieben Stücke, ach nein: Songs, fast zu intimen (autobiografischen?) Kapiteln des Erzählers, des in Malmö lebenden Tobias Hellkvist werden. Oberflächlich zwar ein Ambientalbum, tut man Hellkvist jedoch Unrecht, wenn man dieses extrem feine und sensible Songwriting als reine Stimmungsmusik abheftet. Die reiche Charakteristik von »EVOLUTIONS« erinnert vielmehr an die Pop-Ambient-Haltung von Wolfgang Voigt alias Gas. (ijb)

Audio-Link



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