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Alle Rezensionen zu Arch Enemy
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Khaos Legions
(2011, Century Media 9980632)

Auf das Klischee-überladene Intro (mal wieder steigt Phönix aus der Asche) hätten Arch Enemy gerne verzichten dürfen, und sofort mit »Yesterday Is Dead And Gone« losbrettern können: Fieses Gegrunze aus dem Hause Gossow, melodische, vielfältige Gitarrenarbeit inklusive Sologefrickel der Amott-Brüder und sattes Getrümmer der Rhythmusabteilung.

Ja, die Schweden sind zurück – und glücklicherweise um Langen mächtiger als auf dem wir-covern-uns-selbst-Vorgänger »THE ROOT OF ALL EVIL«. Technisch über jeden Zweifel erhaben strotzen die elf Songs (plus drei Instrumentals) vor cleveren Arrangements, detailverliebter Saitenakrobatik und klarer, moderner Produktion. Mit »Cruelty Without Beauty« hat der Fünfer zudem einen überraschend brachialen Angreifer im Gepäck, mit Blastbeats und der bis dato grimmigsten Mikroleistung Angelas. PS: Nach nahezu einer Stunde sind mir persönlich die wiuu-wiiiiiiiiiiuuuuuuu- Gitarren etwas zuviel – Geschmackssache. (nat)


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 Arch Enemy: Khaos Legions

Offizielle Website

Offizielle Website      www.archenemy.net

   

War Eternal
(2014, Century Media -)

Nach 13 Jahren legt Angela Gossow ihr Amt als Frontröhre bei Arch Enemy nieder und räumt den Platz am Mikro für Alissa White-Gluz (Ex-The Agonist). Auf der zehnten Scheibe »WAR ETERNAL« feiert die nicht minder stimmgewaltige Kanadierin ihren Einstieg, während die Hintermannschaft mit der fast gewohnten Melo-Death-Keule hinter ihr steht.

Fast, weil der 48-Minüter eine Spur pompöser um die Ecke biegt als die Vorgänger. Den ersten Hinweis darauf liefert bereits das barock-chorale Intro »Tempore Nihil Sanat (Prelude in F minor)«. Vertrauter klingt dagegen das brutale »No More Regrets«, während sich die Amott-Brüder in der Technik-Nummer »Never Forgive, Never Forget« ordentlich die Finger an den Saiten wetzen. Fazit: Erneut eine perfekte Gratwanderung zwischen höchst melodisch und knüppelhart – und vollendet produziert obendrein. (nat)

   

The Root Of All Evil
(2009, Century Media 9978902)

»THE ROOT OF ALL EVIL« oder: Arch Enemy neu interpretiert. Angela Gossow, seit 2001 das Gesicht der Schwedendeather singt hier eine Auswahl früher Arch-Emey-Stücke ein. Die aktuelle Bandbesetzung hat Songs von »BLACK EARTH« (1996), »STIGMATA« (1998) und »BURNING BRIDGES« (1999) frisch aufgenommen, die ursprünglich mit Ex-Sänger Johan Liiva, Ex-Bassist Martin Bengtsson oder Ex-Schlagzeuger Peter Wildoer entstanden.

Bis auf das titelgebende Intro sind sie also alle alte Bekannte, mit Schwerpunkt auf »BURNING BRIDGES«, von dem sechs der insgesamt zwölf Neuauflagen stammen. Außer der Stimme unterscheiden sich die neuen Versionen vor allem durch die Produktion, die zwar zeitgemäß ist, aber manch altes Lied seines ruppigen Charmes beraubt. So klingt beispielsweise »Dark Insanity« zu steril. Somit stimmt die Scheibe in erster Linie auf künftige Live-Interpretationen der Bandklassiker ein. PS: Die limitierte Digipack-Auflage bietet zudem noch drei Bonus-Livetracks. (nat)

   

Rise Of The Tyrant
(2007, Century Media/SPV 9977002)

»Important Notice: This Promo Disc Contains Audio Beeps!«. Folglich fühlt sich der Rezensent wie ein Besatzungsmitglied in »Das Boot«. Das Gepiepe zu ignorieren ist fast unmöglich; trotzdem folgt nun ein Versuch der Rezension:

Mit ihrer neusten Veröffentlichung knallen die Schweden dem Hörer ein fettes Brett an den Kopf. Unglaublich bestialisch und melodiös erteilen Arch Enemy eine Lektion in (melodischem) Death Metal, dem begnadeten Bandkopf Michael Amott und seinem jüngeren, wieder zurückgekehrten Bruder Christoph, sei Dank. Verdammt geile Gitarren liefern sich ein Saitenduell nach dem andern. Angela wütet giftiger als jede ihrer Kolleginnen und pflügt sogar stellenweise das Schlagzeug in Grund und Boden. Zusammen mit dem Produzenten Fredrik Nordström (Dimmu Borgir, In Flames, At The Gates) vollendet das Quintett sein bis dato lebendigste, unverblümteste und technisch beste Studioalbum. Killer!

Nur eins noch: Liebe Century-Leute, schickt die Promos lieber später raus – dafür ohne U-Boot-Stimmung. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
In Flames
Spiritual Beggars
Witchery

   

Doomsday Machine
(2005, Century Media/SPV 77583-2)

Nach dem zweiminütigen Kuschelintro »Enter The Machine« erhebt Angela in »Taking Back My Soul« ihre ... nun ja, nennen wir es Stimme: So brachial und brutal wütete die Frontgrunzerin nie zuvor, unglaublich! Mit dem folgenden »Nemesis« erdröhnt der Killer des Albums. Melodie trifft Brutalität, Michael Amott spielt perfekt, die Songs sind ohrwurmtauglich: »DOOMSDAY MACHINE« folgt der bewährten Arch Enemy-Machart.

Vielleicht zu bewährt, denn das hohe Niveau kann nicht gehalten werden; abgesehen von der gesteigerten Aggressivität Angelas fehlen neue Impulse. Doch trotz einiger Schwächen bleibt eine gute Scheibe mit Nackenbrecher-Charakter, die zum Schluss mit »Slaves Of Yesterday« noch mal einen gehörigen Arschtritt verpasst. Der Titel thematisiert das Problem der Schweden: Nach solchen Hammer-Vorgängern liegt die Messlatte eben (zu) hoch. (nat)

   

Anthems Of Rebellion
(2003, Century Media 77483-2)

Die Schweden haben eine SÄNGERIN? Das weckt Erinnerungen an Sabina Classens (Holy Moses) »Too Drunk Too Fuck«-Zeiten – und klingt auch so: maskulin bis brutal. Angela Gossow ist Deutsche, sieht aus wie ein Engel – und »singt« wie der Teufel. Zusammen mit den Gitarren-Brüdern Michael und Christopher Amott, Basser Sharlee D'Angelo sowie Drummer Daniel Erlandsson zeigt sie, wo der Thrash/Death Metal-Hammer hängt.

Das abwechslungsreiche »ANTHEMS OF REBELLION« vereint Elemente klassischen, melodischen Metals mit modernen, schnellen, extremen Klängen. Oder wie es Michael Amott ausdrückt: »Es gibt harte Riffs im Überfluss, fette Melodien, messerscharfe Soli, knalliges Drumming und kranke Vocals – und zwar auf kompletter Albumlänge. Und es ist verdammt Metal!« (nat)



Siehe auch:
Decadence

   

Wages Of Sin
(2 CDs, 2002, Century Media/SPV 77383-2)

Auf »WAGES OF SIN« feiert Angela Nathalie Gossow (Ex-Asmodina, Mistress) ihren Einstand – und was für einen! Diskussionen darüber, ob sie nun besser oder schlechter als Vorgänger Johan Liiva kreischt, grunz oder grölt, sind völlig überflüssig: Angela ist einfach anders. Punkt. Die Truppe um die tonangebenden Amott-Brüder steuert jetzt wieder gen Death Metal. Massive Gitarrenmauern, interessante Melodien und Todesriffs lösen einander ab, gefördert durch Erlandssons punktgenaues Drumming.

Mit »Enemy Within« oder »Heart Of Darkness« von der ersten CD setzen sie Maßstäbe für ähnlich gelagerte Bands wie In Flames oder Dark Tranquillity. Als Entschädigung für die späte Veröffentlichung in Europa – in Japan längst verfügbar – bekommt der Käufer dazu Coverversionen von Judas Priest, Europe sowie Iron Maidens »Aces High« und anderes seltenes, bis dato unveröffentlichtes Material mit Liiva auf dem zweiten Silberling, plus ein Video zu »The Immortal« zusätzlich zum »Ravenous«-Clip. (nat)

   

Burning Bridges
(1999, Century Media/SPV TFCK-87184)

Um den Einstand des Mercyful Fate-Bassisten Sharlee D'Angelo - der Martin Bengtsson ablöste - gebührend zu feiern, veröffentlichten die Schweden ihr bisher härtestes und vernichtendstes Album: Nebst dem gewohnt brutalen Gesang dröhnt die erbarmungslose Rhythmusabteilung, heulen aggressive Gitarren – auch Per Wibergs Klavierklänge und Fredrik Nordstroms Keyboard mildern die Härte der Amott/Nordström-Produktion nicht.

Die Folge: Ausgedehnte Tourneen in Nordamerika, Europa, drei Japan-Touren sowie Auftritte auf dem holländischen Dynamo, in Santiago (Chile) mit Hammerfall und London mit Cradle Of Filth. (nat)

   

Burning Japan (Live)
(1999, Century Media/SPV TFCK-87217)

Das Live-Album bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das bisherige Schaffen der Schweden-Metaller.

Die größten Hits ihrer Alben, gepaart mit Johan Liivas dämonischen Ansagen und dem Toben des begeisterten Publikums, vermitteln dem Hörer eine Ahnung, was er von Michael Amott und seinen Nordmannen live erwarten kann: »The Immortal«, »Pilgrim« von »BURNING BRIDGES«, »Dark Insanity« und »Transmigration Macabre« von »BLACK EARTH« sowie »Beast Of Man«, »Bridge Of Destiny« von »STIGMATA«. (nat)



Siehe auch:
Hearse

   

Stigmata
(1998, Century Media/SPV 7912-2)

Auch auf ihrem zweiten Album versuchen Arch Enemy-Schöpfer und Ex-Carcass-Gitarrist Michael Amott den Spagat zwischen Melodie und Aggression - wobei die Aggression überwiegt. Nicht umsonst nennen sich die Nordmänner »Erzfeind«.

Die Schweden bieten harten, schnellen, herausfordernden und gelegentlich wohlklingenden Death Metal vom ersten (»Beast Of Man«) bis zum letzten (»Bridge Of Destiny«) Stück. Auf Stigmata brüllt übrigens Gründungsmitglied Johan Liiva (die Live CD »BURNING JAPAN« ausgenommen) zum letzten Mal ins Mikro. (nat)

   

Black Earth
(1996, Century Media/SPV TECK-88792)

Es gibt Schlimmeres als das Debüt-Werk der Skandinavier - aber auch Besseres. Die rebellischen Musiker Michael und Christopher Amott (Gitarre), Johan Liiva (Gesang) sowie Daniel Erlandsson (Schlagzeug), deren Motto »nur nicht anpassen« lautet, proben auf »BLACK EARTH« den Aufstand der Death Metaller.

Zuweilen entfleuchen ihnen jedoch sehr zarte, ohrenschmeichlerische und melodiöse Gitarrenparts (»Time Capsule«, »Cosmic Retribution«), die nicht so recht zum bösen Rest (beispielsweise »Fields Of Desolation«) passen wollen. (nat)



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