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Alle Rezensionen zu Soilwork
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

The Living Infinite
(2 CDs, 2013, Nuclear Blast NB 2995)

Selbst nach dem vierten Durchlauf weiß ich nicht, was ich von Soilworks Doppelalbum »THE LIVING INFINITE« halten soll. Die erste CD startet mit dem rasant-brachialen »Spectrum Of Eternity«, dabei springen die Melo Deather von Ami-Sound zu finnischen Keyboard-Einschüben à la COB. Nach einer kurzen Ruhepause kracht »This Momentary Bliss« aus den Boxen, eine kleine Zeitreise Richtung »A PREDATOR'S PORTRAIT«.

Die Schweden wechseln ständig zwischen harten und elegischen Liedern, am extremsten im nahezu zweigeteilten Titelstück. »Vesta« leiten sie sogar mit einer Akustikgitarren-Passage ein, wogegen Björn »Speed« Strid im finalen »Whispers And Lights« sein gesamtes Gesangsspektrum zeigt. Scheibe Nummer Zwei beginnt mit dem finsteren Instrumental »Entering Aeons«, das die Marschrichtung der restlichen zehn Songs vorgibt: Melodischer, weniger bissig (abgesehen von »Leech«) – und schwächer als die ersten zehn.

Fazit: Weniger als 84 Minuten Spielzeit, mit einem Dutzend der besten Stücke, hätten gereicht. (nat)



Siehe auch:
Children Of Bodom

 Soilwork: The Living Infinite

Offizielle Website

Offizielle Website      soilwork.net

   

The Ride Majestic
(2015, Nuclear Blast -)

Was ich mir beim Vorgänger »THE LIVING INFINITE« gewünscht habe – weniger Spielzeit, dafür ein Dutzend der besten Songs – haben Soilwork auf »THE RIDE MAJESTIC« erfüllt: Elf mächtige Stücke füllen den 50-Minüter der Melodic-Metalcore-Deather.

Die zehnte Studioscheibe knüpft an den Vorgänger an, setzt aber noch eine Schippe Extrem drauf; die heftigen Lieder sind noch heftiger (Titeltrack) die melodischen noch melodischer (»Enemies In Fidelity«). In ihren komplexen Songstrukturen punkten die Schweden mit Ideenreichtum und Variabilität, mit leicht bluesrockigen Strophen (»Death In General«), Blastbeats, Schwarzmetallsicher Atmosphäre (»The Phantom«) und immer wieder mit fetten Riffs und eingängigem Chorus. Weiter so! (nat)

   

Stabbing The Drama
(2005, Nuclear Blast NB 1377-2)

Von schwachen Songs keine Spur. Soilwork liefern mit »STABBING THE DRAMA« definitiv ein starkes Stück Todesmetall, ohne Qualität einzubüßen. Ihren harten Wurzeln huldigen die Schweden mit »Blind Eye Halo«, dem aggressivsten, wüstesten Track. Im Kontrast dazu steht »Weapon Of Vanity«, in dem Björn Strid klar und melodisch singt, oder der insgesamt sehr harmonische Titelsong.

Als Brüller vor dem Herrn offenbart sich Strid dagegen bei »Stalemate«: Er bearbeitet das Mikro in bester Phil Anselmo-Manier, während hinter seinem Rücken die Schießbude qualmt und Stakkato-Riffs durchpreschen. Elf mal Dauerfeuer für die Ohren, auf der Limited Edition folgt mit »Wherever Thorns May Grow« noch ein Song extra – und die Japaner bekommen mit »Killed By Ignition« sogar zwölf. (nat)

   

Figure Number Five
(2003, Nuclear Blast NB 1108-2)

»Unser neues Album enthält alles, was unseren Sound ausmacht: Intensität, Melodien, Atmosphäre und Härte. ... und glaubt mir: Darauf gibt es keine Füller - nur Killer«, behauptet Sänger Björn »Speed« Strid. Zugegeben, die Nordländer, aka Ex-Inferior Breed, verstehen ihr Handwerk: Sie sind hart, schnell und melodisch – nur das gewisse Etwas, der Aha-Effekt fehlt.

Dessen ungeachtet haben Strid, Bassist Ole Fink, Keyboarder Stefan Karlsson, Drummer Henry Ranta sowie die Gitarristen Peter Wichers und Ola Frenning mit »FIGURE NUMBER FIVE« ein solides Metal-Werk abgeliefert. Nicht nur beim Titelsong kommen Headbanger und Freunde der härteren Gangart ganz auf ihre Kosten – Metalguru Rob Halford inklusive: »Soilwork are a band to watch for in the new metal millenium. Go get it!« (nat)



Siehe auch:
5th Sonic Brigade

   

Natural Born Chaos
(2002, Nuclear Blast NB 0581)

Mit »NATURAL BORN CHAOS« stecken die Göteborger ihre Konkurrenten ganz lässig in den Sack. Beim Opener »Follow The Hollow« gehen sie von Anfang an in die Vollen: Energiegeladen fabriziert das Sextett beeindruckende Melodien, zu denen Strid jetzt häufig klar singt, insbesondere bei den Refrains.

Die Keyboards treten mehr in den Vordergrund; ohne aufdringlich zu wirken setzen sie das I-Tüpfelchen auf Stücke wie »No More Angels«. Fulminante Saitenorgien, ungemein starke Refrains und eine anspruchsvolle Produktion hieven die überwiegend im Midtempobereich angesiedelte Scheibe den Metal-Olymp. Stark! (nat)

   

A Predator's Portrait
(2001, Nuclear Blast NB 1108-2)

In das eiserne Death-Gerüst mit Trash-Tupfern schleichen sich heimlich Heavy Metal-Riffs, sogar einige scheue, atmosphärische Keyboardklänge tauchen auf. Strid entschlüpft gar unverhofft klarer Gesang, etwa in »Needlefeast« – während die Herren Wichers und Frenning an den Gitarren sich in eben jenem Song unter Einsatz sämtlicher Finger selber froh machen.

Neben schnellen Gitarren und donnernder Härte weist »Shadowchild« auch einen hohen harmonischen Anteil auf. Wer nun meint, die sechs Schweden seien inzwischen mit Perwoll gewaschen, der irrt: Alles andere als verschmust wälzt sich »A PREDATOR'S PORTRAIT« aus den Boxen. (nat)

   

The Chainheart Machine
(2000, Listenable/Rough Trade 727361671921)

Dieses Album soll der breiten Masse das böse Gesicht des Metal zeigen – obwohl »THE CHAINHEART MACHINE« nicht wirklich bösartig klingt. Ungestümer, ungezähmter Trash trifft als Beschreibung am ehesten. Möglicherweise liegt die Wurzel des veränderten Klanges, im Vergleich zum schwachen »Steelbath Suicide«, im wiederholten Besetzungswechsel. Neu dabei: Drummer Henry Ranta und ebenso der Gitarrist Ola Frenning, der sich auch als Songschreiber betätigt.

Ab und an wabert ein Keyboard um die Stücke herum, und Strid schreit Unverständliches – zum Glück. Oder ist tatsächlich jemand scharf auf den Text von »Machine Gun Majesty«? Na also. (nat)

   

Steelbath Suicide
(1998, Listenable/Rough Trade 4018996241334)

Death Metal mit Thrash-Einschüben fabrizieren sie schon auf ihrem Debüt und erinnern dabei an Dark Tranquillity oder In Flames. »Harte Ware« ist nicht nur der Titelsong; auch »Sadistic Lullabye« lässt gleich zweimal die Ohren klingeln: Als Studioaufnahme und Live-Bonus-Track.

Die anno 1995 gegründete Band änderte im Folgejahr ihren Namen von »Inferior Breed« in Soilwork. Grund: der nunmehr »melodischere« Sound. Doch noch bevor sie ihr Demo, geschweige denn ihren Erstling einspielen konnten, drehte sich das Line-Up-Karussell. Und trotzdem bleibt, sobald der letzte Takt verklungen ist, nichts hängen ... und das sollte es doch schon, irgendwie. (nat)



Siehe auch:
Dark Tranquillity
In Flames



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