Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu The New Spring
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Secret Armor
(2013, Tambourhinoceros/Broken Silence)

Krause und kluge kleine Geschichten erzählen. Hört sich simpel an. Ist es aber nicht. Bastian Kallesøe alias The New Spring fordert auf seinem zweiten Solo- Album »SECRET ARMOR« unsere gesamte Aufmerksamkeit. Was will uns der junge Sänger hier eigentlich sagen? Die Antwort fällt keinesfalls eindeutig aus, und das ist gut so! Denn Herr Kallesø dehnt das folkige Singer-Songwriter-Genre so lange, bis die Grenzen sachte fallen und man sich in einem Land wiederfindet, in dem Kunstlied, Pop-Chanson und Country-Kammerstück schimmernde Fixsterne am Horizont sind. Ein Piano tagträumt. Eine Windharfe säuselt scheinschaurig. Eine nachdenkliche Stimme stromert scheinbar ziellos. »Wen liebst du?«, fragt der Barde scheinbar beiläufig in einem der kleinvertrackten Höhepunkten des Albums. Ja, wenn das so einfach wäre!

Anspruchsvoll sein und trotzdem zugänglich. Das Vertrackte in die einfachen Strukturen einschmuggeln. Sich an die Kindheit erinnern, die nie wirklich vergangen ist. Der Geist der Revolution (auch so ein Track, der sich durch die Hintertür mitten ins Herz scheicht!) ist in der Auslegung von The New Spring sanft und nachdenklich. Bastian Kallesø lässt in souveräner Großzügigkeit Freiräume offen. »SECRET ARMOR« ist ein Raritätenkabinett. Weil man hier bei jedem Hören neue Preziosen entdeckt. (emv)

 The New Spring: Secret Armor

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/thenewspring

   

Wholly Wholly
(2018, Tambourhinoceros/Indigo)

Hier steht jedes Wort an der richtigen Stelle. Obwohl die Songs auf »WHOLLY WHOLLY« impressionistischen Momentaufnahmen gleichen, so besitzen sie gleichwohl eine große Tiefe. Mit dem Durchschnitts-Singer-Songwriter, der ebenso trübselig wie langweilig in seine Klampfe heult, hat Bastian Kallesøe nichts gemein. Denn der Musiker aus Kopenhagen ist ein echter Poet, obwohl er dieses Faktum bescheiden unterschlägt. Auf dem angeblich so schwierigen zweite Album erschafft Kallesøe Sounds von ruhiger Schönheit, in denen die hektische Welt langsam zum Stillstand kommt. Kann schon sein, dass kluge Nachdenklichkeit das neue Cool ist!

Mitunter erinnert der Däne stimmlich an den großen Kurt Wagner von Lambchop, was unbedingt als Kompliment zu verstehen ist. Ins Schwärmen geraten kann man hier übrigens auch über die fein zurückhaltenden Arrangements, die mit Klassikelementen und leisen Elektroniksounds spielen. Mathilde Bagger-Larsen an den Streichinstrumenten ist eine wahre Freude! Und mit Songtiteln wie »Gershwin’s Invisible Year« sammelt der Däne noch Extrapunkte in der B-Note für künstlerischen Ausdruck ein! Merke: Um maximal ans Herz zu gehen, reicht manchmal die kleinste Gitarre. Wenn nur der richtige Mann sie spielt! (emv)

Video-Link



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2018, Design & Programmierung: Polarpixel