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Alle Rezensionen zu Viktoria Tolstoy
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Shining On You
(2004, ACT/Contraire 9701-2)

Manche Produktionen versöhnen mit der Welt. Man sieht wieder klar, ohne dass man wirklich erfahren hat, warum man nicht weiter wusste. »SHINING ON YOU« von Viktoria Tolstoy ist solche Musik, die einem eine Atempause verschafft.

Elf aufeinander aufbauende Songs, komponiert von Esbjörn Svensson, hat ein knappes Dutzend Musiker in nur zwei Tagen eingespielt. Da ist das Stück »Upside Out«, das so rau wie eingängig daherkommt; da ist das stille und kantige »Wonder Why«. Und da ist stets Viktoria Tolstoys einprägsamer Gesang. Wo Rebekka Bakken einen herben Ton anschlägt und wo Norah Jones etwas maniriert-distanziert wirkt, hält sie die Balance zwischen mädchenhafter Zurückhaltung und beginnendem Ernst. Und man weiß, man wird diese CD auch noch in zwanzig Jahren auflegen, denn sie wird alle Umzüge und alle Inventuren überfüllter CD-Regale unbeschadet überstehen. (frk)



Siehe auch:
Esbjörn Svensson Trio
Rebekka Bakken
Daniel Karlsson
Viktoria Tolstoy & Jacob Karlzon


Zum Artikel über Viktoria Tolstoy

Viktoria Tolstoy: Shining On You

Offizielle Website

Die CD »Shining On You« war »CD des Monats« im Monat 1 / 2004.
Und so urteilten unsere anderen Autoren darüber:

Das Niveau von »BLAME IT ON MY YOUTH« erreicht sie nicht ganz, aber auch so ist »SHINING ON YOU« immer noch ein herrliches Stück Popjazz. Die Kooperation mit Esbjörn Svensson klappt einmal mehr hervorragend, und die einschmeichelnde Sahnestimme von Leo Tolstoys Ururenkelin ist sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Harald Kepler

Na, ich weiß nicht. Das klingt zweifellos alles sehr fein, sinnlich und elegant. Doch bei der derzeitigen Flut der Jazzpop-Divas fehlt mir oft das letzte Quentchen Leidenschaft und vor allem wahrhafte Individualität. Da höre ich dann doch lieber Rebekka Bakken, Rigmor Gustafsson und Sara Isaksson ...
Peter Bickel

Was für ein Genuss! Sinnlich umspielt das Klavier Viktoria Tolstoys warme Gesangsstimme, und das tiefe Brummen der Bass-Seiten hinterlässt ein wohliges Schauern in der Magengegend. Musik für die leisen Momente des Lebens mit ein paar beschwingten Tupfern dazwischen.
Petra von Schenck

Ok, Peter, in punkto Individualität bin ich Deiner Meinung: Zur Sahnestimme fehlt auch für mich noch die Sahnehaube. Statt die ganze Zeit durch einen Berg voller Wattebäuschchen zu schlurfen wünscht man sich, dass das Mädel öfter mal die »mädchenhafte Zurückhaltung« ablegt.
Rainer Brela

Offizielle Website      www.viktoriatolstoy.com

   

Letters to Herbie
(2011, ACT/Edel ACT9519-2)

In Salzau war’s, da teilte anno 2004 die schwedische Sangesprinzessin die Bühne mit dem Piano-König Herbie Hancock, der gut ein halbes Jahrhundert Jazzgeschichte mitschrieb. Das Treffen hat sie so beeindruckt, dass sie diese CD mit fast ausschließlich Stücken des Helden veröffentlicht.

Prinzipiell ist das eine gute Idee, hat doch Hancock in seiner Schaffenszeit die Stile gewechselt wie ein »Chameleon« (Achtung, dieser Klassiker ist nicht verteten!), von Hard Bop über Jazz Rock bis Fusion und Funk, und wieder zurück. Bei Viktoria Tolstoy und ihren Mitstreitern Jacob Karlzon (p, key), Krister Jonsson (mit ein paar schönen Gitarrensoli), Mattias Svensson (b, el-b) und Rasmus Kihlberg (dr) klingt aber alles recht ähnlich, nämlich sanft funky, leicht weichgespült und somit schwer Hotelbar-gefährdet. Dazu trägt auch Nils Landgren (voc, tb und v.a. als Produzent) bei. Erst gegen Ende wird es besser, mit Coltranes »Naima« und »Come On, Come Over« von Jaco Pastorius. (tjk)

   

My Russian Soul
(2008, ACT/Contraire 9721-2)

Viktoria Tolstoys Ururgroßvater heißt Leo, somit hat sie russische Wurzeln und lange schon den Wunsch gehegt, diesen nachzuspüren: auf die Sprünge halfen ihr dabei der unvermeidliche Nils Landgren als Produzent und die cleveren Marketing-Strategen von ACT – Respekt!

Tschaikowsky nimmt breiten Raum ein, dazu einige Stücke, die auf Kompositionen von Rachmaninov oder des »russischen Dylan« Vladimir Vysotsky beruhen, und zwei Volkslieder: Viktoria Tolstoy hat mit Bedacht Kompositionen bzw. Teile davon ausgewählt und mit Landgren und ihrem langjährigen Pianisten Jakob Karlzon (als großartigem Arrangeur) so weit bearbeitet, dass daraus fast eigene Stücke wurden. Auch die Texte ließ sie sich eigens von Anna Alerstedt schreiben. Ein swingendes Feuerwerk darf man hier nicht erwarten, aber ein lebendiges, abwechslungsreiches Album mit russischer Melancholie, schwedischer Eleganz und dem spürbaren Willen, klassische Kompositionen in Jazz oder Jazz-ähnliches zu verwandeln. Gelungen, und darum noch einmal – Respekt! (tjk)

   

Pictures Of Me
(2006, ACT/Contraire 9712-2)

»PICTURES OF ME« erscheint merkwürdig unorganisch: Die Stücke von Lars Danielsson und Cæcilie Norby kommen über Mittelmaß nicht hinaus (warum sollten die beiden auch ihre besten Songs hier verbraten?); Pianist Jakob Karlzon macht's auch nicht viel besser: »Absentee« ertrinkt im Schwulst, und der Text, herrjeh! Zudem verlieren sich die Arrangements arg gefällig in der Belanglosigkeit des Mainstream-Popjazz.

Ihre Auswahl der Coverversionen verstehe wer will; die Umsetzung macht ratlos: Stevie Wonders »Can't Help It« völlig unnötig, Seals »Don't Make Me Wait« ausgesprochen nervig, und »Strollin’« von Prince gerät gar zur Lachnummer. Lichtblicke: Paul Simons groovendes »Have A Good Time« mit feinem Solo von Karlzon und das quicklebendige »Kiss That Frog« von Peter Gabriel; auch Van Morrisons »The Way Young Lovers Do« als nervös-wilder Parforce-Ritt ist gelungen. Insgesamt jedoch eine herbe Enttäuschung. (tjk)

   

My Swedish Heart
(2005, ACT/Contraire 9705-2)

Wunderbar entspannt wandelt Viktoria Tolstoy mit Begleitern wie Bassist Lars Danielsson, Gitarrist Ulf Wakenius, Mandola-Gast Ale Möller sowie der Bohuslän Bigband durch gut 40 Jahre schwedische Jazz-Geschichte. Dabei verströmen die nun zumeist mit englischem Text versehenen Stücke eine gelungene Mischung aus zeitloser Eleganz und moderner Frische. Zweimal beteiligt sich ihr langjähriger Begleiter Esbjörn Svensson auch mit Textbeiträgen; Produzent Nils Landgren schließlich hält mit Viktoria den einzigen »Dialogue« des Albums.

Inspiriert von amerikanischen Jazzgrößen, die Schweden speziell in den 60er Jahren einen Besuch abstatteten, entwickelte sich dort eine agile Jazz-Szene. Eine der damaligen Legenden, Bengt-Arne Wallin, bearbeitete sein »Den Första Gang« von 1962 für Viktoria neu. (pvs)

   

Blame It On My Youth
(2001, Kaza/EMI 7243 532620 2)

Mit »BLAME IT ON MY YOUTH« schaffte Viktoria Tolstoy auf Anhieb den internationalen Durchbruch. Dieser ist nicht nur ihrer Jugend zuzuschreiben und auch nicht ihrem Aussehen, denn Viktoria Tolstoy verfügt eindeutig über Talent, eine ausdrucksstarke Stimme und gutes Timing.

Großen Anteil an der Qualität der CD hat das Trio mit Rasmus Kihlberg (dr), Mattias Svensson (b) und dem formidablen Pianisten Jacob Karlzon, der die Sängerin des öfteren in den Schatten stellt und gelegentlich auch an Vibraphon, Marimba und Orgel zu hören ist. Als herausragende Stücke fallen »Laura«, Horace Silvers »Peace« und »Angel Eyes« auf – alles altbekannte Standards also. (tjk)



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