Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Marius Neset
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Birds
(2011, Edition Records EDN 1040)

Man höre das Titelstück, gleich zu Anfang: über elf Minuten sich steigernde Struktur und (nur gefühltes) Chaos, mit tragenden Klangelementen von Flöte, Tuba und Akkordeon. Darüber, darunter und zwischendrin Marius Nesets Tenorsaxophon – großes Kino! Neset kann nicht nur grandios spielen (er erinnert etwas an Chris Potter), sondern er hat ein sehr sicheres Händchen bezüglich der Ausrichtung seiner Musik.

Neben Jim Hart (vib) und dem kompletten und sehr lebendig agierenden Trio Phronesis, also Ivo Neame – p, Jesper Høiby – b und Anton Eger – dr, hat er bei einigen Stücken beträchtliche Klangfarben eingewoben: Seine Schwester Ingrid (fl), Bjarke Mogensen (acc) und Daniel Herskedal (tu), dazu weitere Trompeten und Posaune. Entsprechend ist viel auf »BIRDS« durchkomponiert, Neset schichtet sogar gelegentlich mehrere Spuren seines Saxophons über- und durcheinander. Meisterlich arbeitet Neset mit Dynamik, verschiedenen Metren und seinem kraftvollen Ton. Es gibt jedoch auch kleinere Besetzungen: »Spring Dance« ist toll, ebenso die Ballade »Portuguese Windmill«. Schon vor dieser CD wurde Marius Neset als bester norwegischer Saxophonist seit dem frühen Garbarek gefeiert, diese CD bestätigt sämtliche Lobeshymnen. (tjk)



Siehe auch:
Marius Neset & Trondheim Jazz Orchestra
Herskedal & Neset
Daniel Herskedal
Phronesis

Marius Neset: Birds

Offizielle Website

Offizielle Website      www.mariusneset.info

   

Pinball
(2015, ACT/Edel ACT 9032-2)

Es beginnt überraschend mit Klatschen, dann steigt Marius Neset mit seinem Tenorsax ein, bis sich nach und nach die ganze Band in die Boxen schleicht. In acht Minuten entfaltet der norwegische Jungstar einen sich hochschraubenden »World Song Part 1« mit ebenso eingängigen Melodien wie vertrackten Rhythmen und einem hochenergetischen Tenorsax-Solo als Kulminationspunkt. Über Brücken von Andreas Brantelid (cello) und Drummer Anton Eger gleitet das Stück in »World Song Part 2» hinüber – hier schart er um eine repetierte Piano-Figur die anderen Instrumente, es löst sich auf, es findet sich wieder. Ganz klar - dieser Mann hat eine Vision!

Diese verwirklicht Marius Neset mit fast unveränderter Besetzung (Petter Eldh ist neu am Bass), besonders der Dreiklang aus Piano, Vibraphon und Cello ist grandios. Sehr gut auch die Duo-Stücke für Saxophon und Cello bzw. Schlagzeug (Anton Eger hat auch an mehreren Kompositionen mitgewirkt). Insgesamt ist »PINBALL« für Marius Neset ein weiterer Schritt zum Jazz-Olymp. (tjk)



Siehe auch:
Danielsson Neset Lund



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2017, Design & Programmierung: Polarpixel