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Alle Rezensionen zu Harald Haugaard
(Genre »Folk«, Land »Dänemark«)

 

Lys Og Forfald
(2015, Pile House Records/Westpark PHR 0714 / WP 87287)

In einer Spanne von sechs Jahren veröffentlichte der dänische Violinist und Komponist Harald Haugaard eine CD-Trilogie, deren letzter Teil »LYS OG FORFALD«, dt.: Licht und Zerfall, mit herbstlichen Motiven und dem Abschließen, dem Alleinsein spielt. Sollte man zumindest am Anfang gar nicht meinen, so viel Spielfreude sprudelt aus der Musik.

Wobei Haugaard ein sehr cleveres Konzept hat: die Melodien und der Geist basieren auf dänischer oder zumindest nordeuropäischer Tradition, gespielt wird allerdings eher moderne akustische Musik, in Kraft und Imagination durchaus mit Markku Lepistö vergleichbar. Haugaard arrangiert seine Stücke auch sehr stimmig und saftig: neben seinen Bandmitgliedern Kristine Elise Pedersen (cello), Mikkel Grue (g) und Sune Rahbek (perc) sind Tapani Varis (b) und bei einem Stück sogar die Fraunhofer Saitenmusik aus München dabei – mit denen hat Haugaard auch schon einige Konzerte gespielt. Natürlich darf auch Ehefrau Helene Blum nicht fehlen, ihre Stimme veredelt das ohnehin feine »Port Orford«. »Søstre Og Brødre«, Schwestern und Brüder, ragt aus einer sehr guten CD auch heraus, der absolute Höhepunkt ist »Skye-Havnen« mit einem instrumentellen Orkan. (tjk)



Siehe auch:
Haugaard & Høirup
Haugaard & Mogensen
Helene Blum

Harald Haugaard: Lys Og Forfald

Offizielle Website

Offizielle Website      www.haraldh.dk

   

Den Femte Søster
(2012, Pile House Records/Westpark PHR 0511 / WP 87222)

Wohin des Wegs, Meister Haugaard? Einerseits steht der Violinenstar fest auf den Wurzeln der dänischen Volksmusik-Tradition, ist aber offen für viele andere modernere Stile. Und so lässt er Einflüsse von Jazz und Pop seine Kompositionen aufpeppen, macht so die Folklore auch für ein jüngeres Publikum interessant. Deutlich wird das schon beim Titelstück, das hörbar die Handschrift von Roger Tallroth trägt.

Andererseits präsentiert er ein dreisätziges Streichquartett: auch dieses basiert auf traditionsnahen Melodien, es fehlt ihm aber doch ein wenig an Tiefgang. Das Quartett steht mitten in der CD und wirkt darin wie ein Fremdkörper. Danach wird es nämlich wieder vorwiegend folkig. Sehr schön der Rausschmeißer »Alt Hvad Vi Drømte« mit Helene Blums Gesang. (tjk)

   

Burning Fields
(2009, Pile House Records PHR 0309)

Es ist klar erkennbar, wohin Harald Haugaard möchte: Er bringt Elemente dänischer Volksmusik mit akustischen Instrumenten, inclusive Drumset oder Percussion zusammen mit Spielweisen, die eher Pop- und Rockgefilden zuzurechnen sind – sogar eine Trompete ist zu hören. Bei dem dänischen Violinvirtuosen resultiert das in einer fulminanten CD mit einigen Überraschungen.

Helene Blum ist nur ganz selten dabei, dafür hat er eine Reihe ausgezeichneter Instrumentalisten an Bord, von Gjermund Larsen, Rasmus Zeeberg bis Sune Rahbek und Tapani Rinne. Das lohnt sich, denn Haugaards Kompositionen sind für den Hörer packend und nachvollziehbar, für die Musiker aber durchaus fordernd und anspruchsvoll. Die meisten Stücke stammen von Haugaard, nur in der Mitte der CD sind ein paar Traditionals. Kaum sind die vorbei, erklimmt die CD mit der »Burning Fields«-Suite ein neues Level:

Da erschreckt »Allegro« mit Rockgitarren und entsprechender Energie, das folgende »Vivace« kommt als Bluegrass mit Mandoline – beides grandios! »Lento« schwebt mit sphärischer E-Gitarre, selbige umschmeichelt Helene Blums Stimme in der hymnischen Melodie von »Andante«, bevor Haugaard mit dem »Adagio« im Steichquartett die CD beendet. (tjk)



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