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Alle Rezensionen zu Northern Voices
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

The Thule Spirit
(1997, Virgin 7243 844094 2)

Nachdem das Christian Vuust Quartet, bei dem auch Tobias Sjögren beteiligt ist, drei Wochen an der Südwestküste Grönlands tourte und bei einer Aufnahme im Ulo Studio in Sisimiut mitwirkte, war die Neugier geweckt: Der Däne Vuust und der Schwede Sjögren reisten mit einem mobilen Aufnahmestudio nach Qaanaaq in den Nordosten Grönlands, die weltweit nördlichst Siedlung, ca. 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt. Hier trafen sie die Jäger Kigutíkaq Duneq (*1932) und Seqússuna Miteq (*1919) sowie seine Frau Sofie Eipe (*1917) und nahmen fünf Stunden Musik auf.

Zurück in ihrer Heimat verarbeiteten sie das Ganze zu einer zeitgemäßen Musik: Die »Drum-Songs Of The Polar Eskimos« – so der Untertitel der mit stimmungsvollen Grönland-Fotos illustrierten CD – erhielten einen wohltönenden Schmelz aus lyrisch-expressivem Jazz. Der Norweger Per Jørgensen steuerte noch kehlige, an samische Joiks erinnernde Vokalparts bei und führte somit die ebenfalls integrierten »Field recordings« der Qaanaaq-Jäger in professionellerer Form fort. Schon ziemlich spannend, wie Inuit-Traditonals in einer Jazzsprache á la Pat Metheny klingen können. (peb)



Siehe auch:
Tobias Sjögren
Tobias Sjögren & Per Jørgensen
Joakim Milder, Tobias Sjögren & Johannes Lundberg

 Northern Voices: The Thule Spirit

Offizielle Website

Offizielle Website      www.northernvoices.com

   

Shaman
(2001, Vuust/Sjögren/EMI CVTS 001)

Manchmal möchte man einfach guten Jazz hören. Möchte sich vom Saxophon, vom Bass und den Drums treiben lassen, während man eine Flasche Rotwein entkorkt. Möchte nicht mit Experimentellem behelligt werden und dennoch Jazz serviert bekommen, dem eine frische Brise voraus weht. Und genau das bieten der Saxophonist Christian Vuust und der Gitarrist Tobias Sjögren samt ihrer Band.

Besonders gefallen wie schon auf dem Debüt die Stücke, die auf grönländische Traditionals und Trommelstücke zurückgreifen, wie überhaupt eine deutliche Affinität zum nordischen Folk herauszuhören ist. Dabei widmen sich die Northern Voices bevorzugt dessen kontemplativen Aspekten und lassen die burschikos-ruppigen Seiten eher links liegen. All das ergibt am Ende eine ruhige und im positiven Sinne grundsolide Platte – dazu entspannend, bildhaft, versenkend. (frk)



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