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Alle Rezensionen zu Girls in Airports
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Fables
(2015, Edition Records EDN 1061)

Das Kopenhagener Quintett ist nach wie vor so ungewöhnlich wie ihr Name, und selbstverständlich spielen immer noch keine mit. Erneut hat Martin Stender (Saxofon) sämtliche Kompositionen beigesteuert, neun Episoden diesmal, die zwischen Euphorie und Melancholie changieren. Von letzterer gibt es viel, Euphorie ist hingegen seltener zu entdecken – streckenweise ist der Sound ziemlich düster. Jedenfalls geht eine große Faszination von »FABLES« aus.

Mehrmaliges Hören empfiehlt und lohnt sich. Das Klangbild der dänischen Band ist unverändert ungewöhnlich mit zwei Saxophonen, Keyboard und zwei Schlagwerkern. Drums und Percussion pluckern stetige, hypnotische Rhythmen. Der Keyboarder legt Flächen in einer Vielfalt von Klängen, die Saxophone kleine Melodien darüber. Die Songs scheinen manchmal stehen zu bleiben (»Mammatus«), dann wiederum ziehen sie in unerwartete Richtungen. Das kann man von dem gesamten Konzept sagen: Psychedelic Indie Rock meets Weltmusik meets spirituellen Jazz.

Girls In Airports sind eine extrem eigenständige Band, und ihrer Zeit sicher weit voraus. Und »FABLES« ist wahrscheinlich ein Meilenstein. Melancholische Jazzer spielen Endzeit-Indie-Rock ohne Gitarren. Faszinierend, umwerfend, grandios. (tjk)



Siehe auch:
Lars Greve
Victor Dybbroe / Travelling Tribes
Lars Bech Pilgaards Slowburn
Alex Jønsson Trio

 Girls in Airports: Fables

Offizielle Website

Offizielle Website      girlsinairports.net

   

Kaikoura
(2013, Mawi Music 6)

Die inzwischen schon dritte des unveränderten Quintetts ist benannt nach einem Ort und Distrikt auf der Südinsel Neuseelands und wurde live im Studio aufgenommen, sie zeigt die Band auf erheblich klarerem Kurs als der Vorgänger. Der Sound ist nach wie vor recht luftig, aber inhaltlich dichter und schlüssiger.

Ihre ganz eigene Mischung aus nordisch-melancholischer Lyrik, Indie Rock (Tortoise kommen dem Hörer in den Sinn!) und Weltmusik-Einflüssen erreicht hier absolute Meisterschaft. In dieser Band ist niemand der Star, alle fügen sich in den Gesamtklang der Band ein. Keyboarder Mathias Holm präsentiert eine Vielzahl von Klängen, die Percussion-Strukturen sind komplexer und dichter geworden. Darüber breiten Lars Greve und Mastermind Martin Stender ihre mäandernden Saxophon-Linien aus. Girls In Airports sind auf einem ganz eigenen Weg, diese Band ist ein Faszinosum! (tjk)

   

Migration
(2011, Mawi Music 3)

Die dänische Band Girls In Airports war von Beginn an anders: Mit über Jahre unveränderter Besetzung entwickelten sie einen ganz eigenen Sound, der zunächst aus der Kombination der Instrumente herrührte: Über Schlagzeug und Percussion spielen zwei Saxophonisten, eingebettet in Keyboard-Klänge, sei es von Rhodes oder Synthesizer. Mastermind der Band ist von je her der Saxer Martin Stender, der auch fast alle Stücke schreibt.

»Friends And Allies«, die einzige Komposition von Lars Greve, startet über einem leicht nervösen Rhythmus, die Melodie ist aber schön einfach. Richtig gut ist »Water Snake«, das sich fast afrikanisch dahin shuffelt, gegen Ende aber richtig Fahrt aufnimmt mit stakkatohaften Drums. Auch »Pirates And Tankers« steigert sich in ähnlicher Manier, sehr spannend ist das anzuhören. Das Potential der Band ist hier deutlich zu erkennen, auch wenn das Konzept natürlich noch nicht so ausgereift ist wie auf den späteren CDs. (tjk)



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